Billig-Textilien made in Bangladesh sollte man gar nicht erst kaufen! by Mind Map: Billig-Textilien made in
Bangladesh  sollte man gar nicht
erst kaufen!
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Billig-Textilien made in Bangladesh sollte man gar nicht erst kaufen!

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Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Welche Alternativen gibt es? Was könnte man tun?

Vorzugsweise fair erzeugte Produkte kaufen!

Ist es besser,zertifzierte Textilien ("FairTrade") zu kaufen?, Zertifikate setzen in Nischen etwas in Gang - das dann auf die gesamte Industrie übergreift!, & (1+2), Zertifikate oder Labels wie FairTrade tragen verlässlich dazu bei, dass zumindest an einigen Orten bessere Arbeitsbedingungen etabliert werden können, Nachweis?, Siehe die Geschichte des FairTrade. Angefangen hat es mit Kaffee... hat, wie beabsichtigt, den Linken in Nicaragua geholfen!, Zertifikate geben die Konsumenten die Möglichkeit an die Hand, nicht-zertifierte Produkte zu boykottieren. Solch ein Boykott kann durchaus Folgen haben!, Der Niedergang von Schlecker zeigt, dass Konsumenten, die z.B. bestimmte Handelsketten u.a. auch aus ethischen Gründen meiden, etwas bewegen können, Im Textilbereich der Billig-Discounter ist kaum damit zu rechnen, dass es eine ausreichend Masse kritischer Kunden gibt, die durch Proteste oder Boykotts etwas bewegen könnten, Der Fall Brent Spar zeigt, dass Konsumentenproteste kurzfristig viel bewirken können. Andereseits: Gerade in diesem Fall erwies sich im nachhinein, dass die Proteste zum Teil von Fehlinformationen ausgelöst worden waren., Möglicherweise lässt sich nicht die ganze Lieferkette bis nach Asien rückverfolgen. Aber: Auch in Deutschland kann man Textilien produzieren - zu vernünftigen Preisen und unter akzeptablen Bedingungen!, Zertifizierte Ware ist teuerer (nicht notwendig viel teurer: ein entsprechendes T-Shirt ist schon für 12 Euro zu haben). Aber die Produzentinnen verdienen mehr!, Es kann doch niemand kontrollieren, ob die Produktionsbedingungen vor Ort wirklich so sind, wie Zertifikate das versprechen!, Detail: Zertifikate von Unternehmen (z.B. Fair Wear) funktionieren besser als Zertifikate von einzelnen Produkten und versprechen zumindest ein wenig Sicherheit. Da gibt es auch weniger Möglichkeiten für Unternehmen, sich mit einzelnen Produkten aus dem Portfolio zu schmücken - während der Großteil der Produkte nicht-fair erzeugt wird, Anmerkung: Das von von bangladeschischen und internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen entwickelte Brandschutzabkommen ist ein Vorstoß, der in eine ähnliche Richtung geht: nicht Produkte, sondern Unternehmen sind dabei beteiligt. Bisher wurde das Brandschutzabkommen auf europäischer Seite nur von Tchibo unterzeichnet! (...), Detail: weiteres Beispiel: "Recht ohne Grenzen" in der Schweiz, Eine Reportage in Der Zeit macht die Schwierigkeiten der Kontrolle deutlich, Nur wenige Label erfassen die gesamte Wertschöpfungskette! Das sollten sie aber, wenn wir die Sache ernst nehmen, Hier gibt es "FairWear" u.a. (...), Es ist wirksamer, gezielt Geld zu spenden, als mit viel organisatorischem Aufwand zu versuchen, über die Produktionskette den Arbeitern ein höheres Entgelt zukommen zu lassen?, Wieviel des teureren Endpreises für fair erzeugte Textilien kommt bei den Arbeiterinnen an? Was geschieht mit dem restlichen Geld: wird damit irgendein zusätzlicher Nutzen bewirkt?, Wenn die Arbeitsbedingungen sich an einigen Orten verbessern, dann kann das einen Impuls für die ganze Industrie setzen, Bessere Arbeitsbedingungen (z.B. höhere Löhne) würden dazu führen, dass Arbeitsplätze abgebaut werden!, s.oben: gilt nur dann, wenn Abwanderung in noch billigere Länder möglich ist. Bangladesch ist aber schon unterste Grenze!, Einschränkung: der vorherige Einwand trifft dann nicht, wenn die höheren Löhne durch höhere Verkaufspreise im Westen gegenfinanziert werden, z.B. durch zertifzierte Produkte wie "FairWear". Durch den Kauf zertifzierter Ware kommt ja erst einmal mehr Geld ins Land - nicht weniger (wie durch eine Boykott). Auch Arbeitsplätze müssen keine abgebaut werden!, ...wenn nicht die ganze Industrie, so doch für einen gewissen Anteil. Und dieser Anteil nimmt zu!, Es ist gewiss nicht Aufgabe oder gar moralische Pflicht einzelner Konsumenten, durch "ethisches" Shoppen die Welt zu verändern. Hier sind gesetzliche Regulierungen gefragt!, Welche Regulierungen?, siehe unten links!, Die meisten Konsumenten hierzulande verfügen schlichtweg nicht über den finanziellen Rahmen, sich "ethische" Textilien kaufen zu können, s.o.: ein faires T-Shirt gibt es schon ab EUR 12!, In den Discountern kaufen viele, die ausreichend Geld haben. Sie machen sogar einen Großteil des Umsatzes!, Weniger Kaufen ist möglich: Der Konsum von Textilien hat in den vergangenen 10 (?) Jahren um ?? Prozent zugenommen, Gottgegeben sind die fehlenden finanziellen Ressourcen nicht! Es bedürfte einer Abkehr der Niedriglohnpolitik, damit es für Leute zumutbar wird, mehr Geld für Bekleidung auszugeben.

Regulierung (staatliches Handeln also!) würde helfen!

Was sind Ansätze für Regulierung?, Ein internationaler Mindestlohn würde helfen!, Wo wird die Debatte um den Mindestelohn geführt? Welche Forderungen sind im Spiel?, Detail: Asian Floor Wage Campaign: Asiatische Grundlohnkampagne. Dies als Aufweis einer Strategie, um Anreize zur Abwanderung einzuschränken, Höhere Löhne würden dazu führen, dass die lokale Wirtschaft sich besser entwickelt!, Die Asia Floor Wage Kampange zielt einen Monatslohn von $120 an. Das würde zu einem Beschäftigungsrückgang führen!, "man formuliert bestimmte soziale/Umwelt etc. Mindestbedingungen und fordert von JEDEM Unternehmen welches hier Waren absetzen will eine Umwelt/Sozial-Ausgleichssteuer, solange es nicht nachweisen kann, dass es die Bedingungen erfüllt.", ... das wäre kaum politisch durchsetzbar & nach WTO-Regeln auch nicht zulässig, Zu komplex: man kann nicht, was der "ethische Konsum" bewerkstelligen soll, für die Grenzen eines Landes verbindlich vorschreiben. Denn es gibt schlicht zu viele kontrovers Fragen!, In der Grundintention geht dieser Vorstoß in die gleiche Richtung wie etliche international anerkannte Vereinbarungen! (Die allerdings nicht rechtsverbindlich sind.), Ein Alleingang Deutschland würde hier nichts bewirken!, Auch ein Alleingäng (der auf in ihrer Legitimität kaum bestreitbaren Menschenrechtsnormen basiert) würde Vorbildcharakter für andere Staaten haben!, "Da hilft nur eine Kennzeichnungspflicht. ...wenn dann mal Arbeitsbedingungen und Studenlohn so ausgewiesen werden wie der Zuckergehalt beim Schokoriegel", Im Detail ist der Produktionsprozess viel zu komlex, als dass man in rückverfolgen und auf Produktkennzeichnungen darstellen kann, Details: Reportage in Der Zeit, Angebot an Billig-Arbeitern in Bangladesch u.a. durch Geburtenkontrolle vermindern!, Bangladesh hat mit 2,55 Kindern pro Frau kein Problem der Geburtenrate!, Durch die EU unterstütztes Brandschutzabkommen, Die Resolution richtet sich auch an Regierungsbehörden in Bangladesch. Die EU kann insofern Druck auf die Regierung in Bangladesch auswirken, als sie dem Land Zollvergünstigungen und Entwicklungshilfe gewährt, Abschaffungen von Importvergünstigungen auf EU-Ebene, wie die Amerikaner das machen: Warum geschieht so etwas nicht!, ... das würde der Intention der Zollermäßigungen, die Bangladesch eingeräumt werden, zuwider laufen!, Durch Haftungspflichten für die Auswirkungen der Tätigkeit von Unternehmen auf Menschen & Umwelt!, Detail: Möglichkeiten, damit Betroffene (z.B. Opfer von Textilfabrik-Bränden aus Bangladesch) in Deutschland klagen können z.B. gegen KiK und C&A, Eine Haftungspflicht hätte wahrscheinlich viele kontraprodukte Auswirkungen!, Eine Haftpflicht von Großkunden würde den Marktzugang für nicht etablierte Unternehme in armen Ländern unangemessen erschweren. Im Zweifel können nur Ketten wie H&M so etwas leisten!, Eine Haftpflicht würde den Arbeitskräften außerhalb des Exportsektors wenig nützen - obowhl diese die Mehrheit der Arbeitskräfte stellen, Bangladesch: 75 Prozent der Devisen werden allein über Textilexporte erbracht. Nicht eine Minderheit, sondern die Mehrheit der Arbeitskräfte ist für den Export tätig!, Eine Haftpflicht ist, im Detail, schwierig zu konzipieren. Wie weit soll die Haftung gehen: Bis zu Arbeitsunfällen bei der Baumwollernte?, Wie soll man eine Haftungspflicht für Unternehmen juristisch konzipieren?, An der juristischen Konzeption von Haftungspflichten für Unternehmen wird gearbeitet! (...), Eine Haftpflicht würde die Verantwortung lokaler Regierungen für die Überwachung von Arbeitsschutz-Standards vernebeln. Das wäre kontraproduktiv mit Blick auf die erforderliche Verbesserung in der Qualität der Regierungsführung, Eine Haftung westlicher Unternehmen schließen doch nicht aus, dass lokale Regierungen für mehr Rechtssicherheit sorgen. Im Gegenteil! Es verstärkt den Druck, Zu diesem und anderen (in dieser Reihe und anderswo platzierten) Behauptungen, dass die Einführung von Haftungspflichten und Sozialstandardas ökonomisch kontraproduktiv sei: "Zunächst muss man fragen, wer handelt hier eigentlich „kontraproduktiv“? Zunächst natürlich die Firmen, die hier einen Reibach mit dem Billigklamotten machen (...)

& (1+2)

(1) In den Textilfabriken in Bangladesch und anderswo herrschen unakzeptable Arbeitsbedingungen

Die Arbeiter erhalten lächerlich geringe Löhne, & (1+2), Die Löhne sind nicht lächerlcih gering. Denn: Wenn die Löhne höher wären, könnten weniger Menschen beschäftigt werden, Der Fall Indonesien: Hier setzte sich die Regierung in den 1990ern für einen Mindestlohn ein. Die Folge: Eine Verdoppelung der Löhne ging einher mit einem Beschäftigungsrückgang von 12 bis 36 %. Viele Fabriken mussten schließen., .. das lässt sich nicht verallgemeinern!, Löhne machen nur einen verschwindend geringen Anteil vom Ladenpreis aus. Eine Erhöhung der Löhne, die an den Endkunden weiter gegeben wird, würde dieser kaum merken!, ... aber nur, wenn die Unternehmen in noch billigere Länder abwandern können!, Können Sie das im konreten Fall?, Beispiel Bangladesch: Dort wäre kein Beschäftigungsrückgang zu erwarten! (...), Auch in Bangladesch wäre ein Rückgang möglich: Einkäufer könnten in Länder ausweichen, wo anderen Kosten (z.B. Transport) niedriger sind als in Bangladesch, (Neues Element:) selbst niedrigere Kosten z.B. im Transport können den Vorteil der Billiglöhne in Bangladesch nicht ausgleichen. Selbst dann könnten sie dies nicht, wenn sich die Löhne in Bangladesch verdoppeln würden!, Löhne spielen in der Gesamtkalkulation nur eine untergeordnete Rolle - einfach weil sie so niedrig sind. Andere Infrastrukturkosten fallen dem entsprechend stärker ins Gewicht: - was dafür spricht, dass es schon Anreize für Unternehmen gäbe, in Länder abzuwandern, wo die Infrastrukturen günstiger sind als in Bangladesch, Asian Floor Wage Campaign: Asiatische Grundlohnkampagne. Dies als Aufweis einer Strategie, um Anreize zur Abwanderung einzuschränken, Die Prognose, dass höhere Löhne zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen, hängt nicht notwendig davon ab, ob Arbeitsplätze ins Billiglohn-Ausland verlagert werden können! Auch z.B. durch den Einsatz von Maschinen können Ar beitskräfte gespart werden, (Neues Element:) In der Textilproduktion (Konfektion) können keine weiteren Arbeitskräfte durch Automatisierung eingespar twerden!, Automatisierung bedeutet ja nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen - in den Industrienationen war sie die Bedingung für wirtschaftliche Entwicklung!, Höhere Löhne führen dann nicht zu einem Rückgang der Beschäftigung, wenn gleichzeitig die Produktivität steigt, <neuer Beitrag> Die Löhne sind nicht das Resultat der Physik des Marktes. Vielmehr können große Quasi-Monpolisten wie z. B. Walmart praktisch die Preise diktieren! Insofern wäre ein Anstieg der Löhne möglich, ohne dass die nach ökonomischer Standard-Theorie notwendigen Folgen (Arbeitsplatzabbau) eintreten würden, Die Arbeiterschaft als ganze steht besser da, wenn die Beschäftigungsrate höher ist, Möglich wäre aber auch, dass 99 % von höheren Löhnen profitieren würden und nur 1 % deshalb ohne Job dastehen würde! Der Trade-off könnte sich lohnen, Im weltweiten Vergleich sind die Löhne durchaus angemessen - wenn man den geringen Ausbildungsstand zum Maßstab nimmt

Arbeitsschutzbestimmungen werden nicht eingehalten, Wenn die Arbeiter die Wahl hätten, würden sie es bevorzugen, dass zusätzliche Mittel als Gehalt ausgezahlt werden - und nicht als Investition in die Sicherheit, ... die sind momentan auf den Straßen, in Bangladesch, um gegen die Bedingungen zu protestieren! Kein Mensch will sein Leben riskieiren für ein höheres Gehalt

Die Arbeitszeiten sind menschenundwürdig

Die Arbeiter werden mies behandelt

Die Arbeiter werden ausgebeutet!, Die Arbeiter sind in der Situation eines Ertrinkenden, dem für eine unverschämt hohe Summe Rettung angeboten wird. Der Retter nutzt seinen Vorteil auf unfaire Weise aus!, Es ist nicht erwiesen, dass auch Industrieunternehmen auf unfaire Weise ihren Vorteil gegenüber den Textilarbeitern ausnutzen!, Textilunternehmen betreiben nicht mehr Outsourcing als andere Industriezweige, Auch, was andere machen, muss nicht okay sein! Deshalb gibt es ja Modelle wie die GLS-Bank, die nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet ist, Textilunternehmen erzielen keinen größeren Gewinn auf ihre Investitionen als andere Industrien, Schlussfolgerung: Die Arbeiter leiden an Ungerechtigkeit -aber nicht die Industrieunternehmen (und deren Kunden) können dafür moralisch in Haft genommen werden!, Viele andere Gründe sind verantwortlich für die Misere der Textilarbeiter! Für diese Gründe sind die Textilunternehmen nicht verantwortlich!, Keine politischen Rechte (Versammlungsfreiheit), Kein sicheres Umfeld für Investoren, neue Fabriken im Land zu bauen, Schlechte Versorgung mit Nahrung und Wohnraum, Unzureichendes Bildungssystem, (Meist illegale) Enteignung bäuerlichen Landbesitzes, Wofür die Unternehmen schon verantworlich gemacht werden können: Dass sie mit einer korrupten Regierung gegen die Textilarbeiter gemeinsame Sache machen und quasi aus einer "Hintergrund-Ungerechtigkeit" Profit schlagen!

Ich habe eine ganze Reihe von Fabriken in China, Indien, und auch in Bangladesh besucht. Die Arbeitsbedingungen waren unterschiedlich, teils auf europäischem Niveau, teils recht einfach, aber nie gefährlich, entwürdigend oder mit Kinderarbeit, schlimmstenfalls zu laut., Die Realität in den Fabriken ist für uns von außen oft gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen!, Nicht-existenzsichernde Hungerlöhne kann man nicht sehen, Internationale Einkäufer sind sich einig, dass der von der Regierung Bangladesch festgelegte Mindestlohn (ca. 30 EUR/Monat) zu gering ist, Fehlende Möglichkeiten sich in der Fabrik zu organisieren, kann man nicht SEHEN, Entwürdigende Behandlung z.B. von Frauen findet nicht unbedingt vor den Augen von Besuchern statt

(2) Durch den Kauf billiger Textilien macht man sich mitschuldig daran, dass Textilarbeiterinnen in Bangladesh (und anderswo) unter unakzeptablen Bedingungen arbeiten müssen

& (1+2), Durch den Kauf billiger Textilien made in Bangladesh (und anderswo) trägt man dazu bei, dass die Fabrikarbeiter ihren Lebensunterhalt verdienen können, Geringere Nachfrage nach den Textilfragen würde zu Arbeitslosigkeit in den Textilwerkstätten führen, Sytematischer Nachweis? Muss das so sein? s. oben!, Stärke Nachfrage führt zu mehr Nachfrage auch auf dem Arbeitsmarkt - und mehr Nachfrage zu höheren Löhnen, Für die sozial schwachen Fabrikarbeiter ist die Tätigkeit in der Textilindustrie immer noch die beste Möglichkeit, für sich und ihre Familien einen Lebensunterhalt zu verdienen, Wenn das nicht der Fall wäre, würden diese Arbeit nicht machen!, Es könnte sein, dass die Arbeiter über Alternativen gar nicht informiert sind - oder keine Ahnung haben, wie mies die Konditionen in den Fabriken tatsächlich sind, Arbeiter wissen z.B. wenig über giftige Chemikalien, mit denen sie während der Arbeit in Berührung kommen, Aus Sicht von jemanden, der ohnehin eine kurze Lebenserwartung hat, spielen Risiken z.B. des Umgangs mit gefährlichen Chemikalien vielleicht eine geringere Rolle als für uns Westeuropäer!

Überspitzt gesagt: Eigentlich tun wir den Textilarbeitern schon damit einen Gefallen, wenn wir T-Shirts für 4,99 kaufen – weil wir damit die Beschäftigung sichern und diese, langfristig, zu wirtschaftlichen Wachstum und besserer Entlohnung in den Produktionsländern beiträgt, Nachweis?, Wer sagt, dass auf lange Sicht Wirtschaftswachstum dazu führt, dass die Entlohnung der Fabrikarbeiterinnen sich verbessert?, Wirtschaftsforschung belegt: Pauschal gesagt: Handel ist DIE Wachstumsmaschine, Exporte von arbeitsintensiven Produkten (Textilien, Bekleidung) stärken die Nachfrage nach relativ gering qualifizierten Arbeitskräften und führen langfristig zu höheren Löhnen – wenn denn die Exporte stark genug wachsen wie etwa in China, Die Textilarbeiterinnen haben ja nicht Teil am Wirtschaftswachstum - es wird auf ihrem Rücken ausgetragen! Nicht notwendig findet Umverteilung statt... (trickle down effect) besonders nicht in patriarchalischen Ländern wie Bangladesh, In Bangladesch sind in den letzen 10 Jahren nicht nur die Exporte gestiegen, sondern auch die Einkommen. Die Armutsquote ist gesunken., & (1+2), (1) Möglicherweise führt Wachstum zu höheren Löhnen. Dennoch: Nach der "unequal exchange hypothesis" nimmt auf lange Sicht dennoch der Abstand zwischen den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht ab, sondern zu!, Evidenz: Fallbeispiel Mexiko unter dem Regime des North American Free trade Agreement NAFTA seit 1994., Hat der Abstand zwischen Löhnen in Bangladesch und Löhnen in den Industrienationen in der vergangenen 10 Jahren weiter abgenommen?, Ein konkretes Beispiel zeigt: Diesbezügliche Zahlen sind durch offen für unterschiedliche Interpretationen! Ein Beispiel: Wenn die Einkommen in den reichen Ländern mit 3% wachsen und die armen mit 5%, nimmt die absolute Differenz der Einkommen zu, solange 3% des hohen Einkommens mehr ist als 5% des niedrigen Einkommens. Aber: Das Verhältnis der Einkommen verbessert sich, solange die Armen schneller wachsen als die Reichen., (2) Selbst wenn der Lebensstandard der Ärmsten gehoben werden kann: Wenn gleichzeitig der Abstand zwischen den Reichen und den Armen immer größer wird, dann ist das unfair! (Uns interessiert nicht nur die Vermindung von Armut, sondern auch Gleichheit und Ungleichheit!), Ein Ökonom würde hier entgegnen: Mich interessiert zunächst nur die absolute Armut. Wenn diese behoben ist, dann können wir uns auch dem Problem der ungleichen Einkommen zuwenden!, Auch die Autoren der UN Millenium Develpment Goals setzen Armutbekämpfung als erste Priorität

Wer, wenn nicht Verbraucher und Unternehmen im Westen könnten an der Misere der Textilarbeiterinnen etwas ändern?, Es wäre möglich das Einkommen der Beschäftigten zu verfünffachen ohne, daß der Endverbraucher das groß merken würde.

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