STÄNDEGESELLSCHAFT

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STÄNDEGESELLSCHAFT by Mind Map: STÄNDEGESELLSCHAFT

1. Merkmale

1.1. Stand von Recht und Geburt bestimmt

1.1.1. bestimmt Sozialstruktur des Individuums

1.2. Standzugehörigkeit an Kleidung zu sehen

1.3. gottgewollt

1.4. Standwechsel nur durch Heirat oder Klerus

1.5. Hierachien im Stand und Stände selbst

1.6. Außerständische Gruppen

1.6.1. Bettler, Tagelöhner, Landarbeiter, Vaganten

1.6.2. Juden --> erkauften sich Schutzrechte

2. Soziale Fürsorge

2.1. Allgemein

2.1.1. Wandel der Einstellung; früher: Almosen waren Büße für Sünden/ später: Betteln war verwerflich, Bettler wurden ausgegrenzt

2.1.2. Gründe für Einstellungswandel

2.1.2.1. Armut nahm zu durch Missernten

2.1.2.2. Steigende Bevölkerungszahl Städte mussten sich mit Armenwesen beschäftigen

2.1.2.3. Bedeutendere Geldwirtschaft und Handel, Kirche und Religion wurden vernachlässigt

2.1.2.4. Reformation Martin Luther: Kein Seelenheil durch Almosen

2.1.2.5. Aufwertung der Arbeit

2.1.3. Merkmale, Abgabe der religiösen Fürsorge

2.1.3.1. Kommunalisierung Gemeinden, Städte und Territorialstaaten übernahmen Armenfürsorge

2.1.3.2. Rationalisierung Entwicklung von Kriterien von Merkmalen der Bedürftigkeit (Jemand der arbeitsfähig war muss durch Arbeit Lebensunterhalt verdienen.

2.1.3.3. Bürokratisierung Verwaltung: Überwacht Rationalisierung, Hilfsmittel planvoll verteilen (auch: Gewalt)

2.1.3.4. Pädagogisierung Erziehung der Hilfsbedürftigen; Einhaltung Verhaltens -regeln (X Müßigggang, Vollerei, Trunksucht, Glücksspiel), sonst keine Hilfe

2.2. Dörfliche Fürsorge

2.2.1. Entlastung der Unterstützerfonds, Drosselung Zustrom der Bettler und Vaganten

2.2.1.1.  17/18 Jh. Heimatrecht: Hilfe nur im Heimatsort

2.3. Städtische Fürsorge

2.3.1. Hospitäler  besondere Fürsorge für Kranke (jedoch besonders das reiche Bürgertum)

2.3.1.1. Unterschiedliche Spitäler: Universal-Spitäler, Pest-Spitäler etc.

2.3.2. Waisenhäuser, kümmern sich um Findelkinder

2.3.3. Manchmal in Kombi mit Zucht und Arbeitshäusern  Kinderarbeit, Problem, oder Nächstenliebe christliche Waisenhäuser

2.3.4. Hilfe im Wohnungsbau siehe Fuggerei Augsburg

3. Kontrolle des Alltags

3.1. Ursachen/ Konflikte durch

3.1.1. Aufstieg reicher Bürgerfamilien in Adlesstand

3.1.1.1. Bsp: Adliger muss Lehnherrschaft von reichem Bürger akzeptieren

3.1.2. Reformation Luther

3.1.2.1. Bruch mittelalterliche, gefestigte Strukturen

3.2. "Policeyordnung"

3.2.1. gute Ordnung// gutes Regiment// Fürsorge der Obrigkeit

3.2.2. Bestrebung Reglementierung, Wohlfahrt und Sicherheit

3.2.3. Funktion der Ordnung

3.2.3.1. Stabilisierung der Gesellschaft

3.2.3.1.1. Betroffen: Ehe und Familie, Eigentum und Boden, Gewerbe und Kreditwesen, Berufswelt, Frömmigkeit

3.2.3.2. von weltlichen Obrigkeiten erlassen

3.2.3.2.1. Erweiterung Herrschaftsbereich

3.2.3.2.2. Macht Adel und Kirche einzugrenzen

3.2.3.2.3. Modell der UNTERTANENGESELLSCHAFT --> Sozialdisziplinierung bzw. Verinnerlichung von Zwängen

3.2.3.3. Auch Annahme direkter Wünsche und Beschwerden

3.2.3.3.1. Kontrolle und besseres eingehen auf Misstände

3.2.4. Wirksamkeit

3.2.4.1. Sicherstellung der Ordnung durch

3.2.4.1.1. Veröffentlichung der Vorschriften

3.2.4.1.2. Anzeigepflicht von Amtsträgern

3.2.4.1.3. Kontrollmaßnahmen

3.2.4.2. Menschen wurde bewusst gemacht, welche Strafen und Konsequenzen bei Verstößen

3.2.4.3. Jedoch: Setzte sich bei Landbevölkerung nicht durch --> Widerstand

3.3. Kirche

3.3.1. Reformation

3.3.1.1. Einzelne Konfessionen feindlich gegenübereinander

3.3.1.2. in einzelnen Gebieten individuelle Werte und Normen; dadurch auch politische Denkweise beeinflusst

3.3.1.3. Konfessionalisierung

3.3.1.3.1. Abgrenzung durch Konfession auch territorial,

3.3.1.3.2. sonst "gleiche" Menschen werden Feinde, bis ins 20 Jh

4. Vorindustrielle Arbeitswelten

4.1. Subsistenzwirtschaft

4.1.1. Versorgung durch Eigenproduktion und eben Selbstversorgung

4.2. Zünfte

4.2.1. Städtisiches Handwerk in Zünften organisiert

4.2.2. Berufgruppen schlossen sich in Zünften zusammen, auch mehrere

4.2.3. politische Gliederung der Gesellschaft

4.2.4. Regelung der Leben der Mitglieder

4.2.4.1. Produktionsformen

4.2.4.2. Preise

4.2.4.3. Ausbildungswege

4.2.4.4. religiöse Leben

4.2.4.5. Musste an festgelegte Werte und Normen halten

4.2.4.6. Vorraussetzung: ehrliche Herkunft

4.2.5. Ziel

4.2.5.1. "Überleben" der Mitglieder

4.2.5.2. Angebot und Nachfrage mit Lehrstellen und Gesellen im Gleichgewicht

4.3. Manufaktur

4.3.1. Großbetrieb

4.3.2. arbeitsteilung und massenhafte Produktion von Luxusgütern

4.3.3. durch hohe Strafen wurde Wechsel Arbeitsplatz unterbunden

4.3.4. charakteristisch für Merkantilismus

4.3.4.1. Regierung fördert Unternehmen

4.3.4.2. Steigerung des Exports

4.3.4.3. Senkung des Imports durch übertriebene Zölle

4.4. Verlagssystem

4.4.1. Kleinproduzenten

4.4.2. produzieren Metallwaren, vorallem Textilwaren

4.4.2.1. Orientierung am internationalen Markt, losgelöst von Substitenz

4.4.3. dezentrale Produktion, große Bedeutung für Entstehung Kapitalismus

4.4.4. Rohstoffe oft von Verlegern bereitgestellt

4.5. Unehrliche Berufe und Unehrlichkeit

4.5.1. Abdecker, Henker, Straßenkehrer, Totengräber, Kloakenreiniger

4.5.2. Einstufung regional abhängig

4.5.3. Unehrlich durch Prangerstrafe, unmoralisches Leben, uneheliche Geburt

5. Bedrohung der Ständegesellschaft

5.1. Krankheit und Seuchen

5.1.1. Pest

5.1.1.1. Reaktionen: tiefe Frömmigkeit, große Lebenslust der Menschen

5.1.1.2. Strafe Gottes

5.1.1.3. Gerücht: Juden haben Brunnen vergiftet

5.1.1.3.1. Kam zu Pogromen --> weitere Distanz von Juden und Christen

5.1.2. hilfos ggü. Ruhr, Pocken, Masern Keuchhusten etc.

5.1.3. Kindbettfieber

5.1.3.1. Lebenserwartung bei 40 Jahren, da bleibende Schäden

5.1.4. Oft falsche Behandlung die nur kranker machte, jedoch durch Aufklärung bessere Hygiene und bessere Krankenpflege und Forschung

5.1.5. 18 Jh. Beginn von Impfungen

5.2. Kriege

5.2.1. Dreißigjähriger Krieg (1618-1648)

5.2.1.1. Zerstörung Städte und Dörfer

5.2.1.2. Erntenausfälle

5.2.1.3. Tod vieler Menschen

5.2.2. siebenjährige Krieg (1756-1763)

5.2.2.1. Verlust Heere Preußen, Österreich

5.2.2.2. viele Zivile Opfer

5.3. Hunger

5.3.1. Förderung durch: Naturkatastrophen und Klima, Zerstörung der Ernten

5.3.2. hohe Preissteigerung durch Missernten

6. Grundlinien der Bevölkerungsentwicklung

6.1. 1. Bevölkerungszahl stieg langsam an/// 2. durch Kriege und Seuchen 3.Rückgang Bevölkerung //// 4.Während Industrialisierung rasanter Anstieg , erhöhte Lebenserwartung, Rückgang Sterblichkeit, Kinder Lebensversorgung, Alltag durch Tod geprägt