Sprachliche Voraussetzungen des Schriftspracherwerbs

Get Started. It's Free
or sign up with your email address
Sprachliche Voraussetzungen des Schriftspracherwerbs by Mind Map: Sprachliche Voraussetzungen des Schriftspracherwerbs

1. Auf die vorschulischen Erfahrungen der Kinder mit Schrift und Schriftproduktion sind 30-60% des späteren Leseerfolgs zurückzuführen.

2. Die Schuleingangsphase bekommt mehr Bedeutung

2.1. "Perspektivenwechsel zum inklusiven Unterricht"

2.1.1. Pädagogischer Orientierungspunkt: Das individuelle Kind

2.2. Veränderung des Aufgabenbereichs von Lehrkräften: vorschulische und schulische Förderung rückt in den Vordergrund.

3. Föderbedarf ergibt sich aus der langfristigen Wechselwirkung verschiedener Faktoren.

3.1. Schriftspracherwerb ist eine hochkomplexe Anforderung

3.1.1. Grundkentnisse zur kindlichen Sprachentwicklung

3.1.1.1. Im Alter von 1.5 - 2 Jahren sind Kinder bereits sensibel für die Korrektur durch den Lautaspekt

3.1.1.2. Wortschatzentwicklung und phonologische Bewusstheit stehen in unmittelbaren Zusammenhang

3.1.1.3. Phonologische Bewusstheit ist eine wichtige Lernvoraussetzung für den Schriftspracherwerb und hat zentrale Bedeutung

3.1.2. Spracherwerb unter Migrationsbedingungen

4. Lese-Rechtschreibschwäche zB.: kann trotz Behandlung meist nicht ganz überwunden werden.

4.1. Prävention und Frühförderung durch Lehrkräfte, um Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig zu erkennen.

4.1.1. Verfahren der Förderung der schriftsprachlichen Vorläuferfähigkeiten

4.1.1.1. Gedächtnis

4.1.1.2. Aufmerksamkeit

4.1.1.3. Phonologische Bewusstheit

4.1.1.3.1. Kinder, die Lesen und Schreiben lernen, müssen in der Lage sein, die Aufmerksamkeit vom Inhaltsapekt der Sprache auf den Laut- und Wortstrukturaspekt zu lenken.

4.1.1.3.2. Förderung durch Lieder, Zungenbrecher, Reime und Wortspiele

4.1.1.3.3. Sensible Phase für die Förderung liegt im ersten Schuljahr bzw. im Vorschulalter.

4.1.1.3.4. Die Entwicklung der Metaphonologischen Fähigkeiten kann gezielt durch Trainings und Sprachspiele gefördert werden.

4.1.1.3.5. Phonologische Bewusstheit: (weit gefasst) Reime erkennen, Silben segmentieren und zusammensetzen. (eng gefasst) Das gesamte Wort auf seine lautlichen Bestandteile hin abhören können

4.1.1.3.6. hat Progonosekraft im Hinblick auf die Entwicklung des Lesens und der Rechtschreibung

4.1.1.3.7. Wechselwirkung von phonologischer Bewusstheit und Schriftspracherwerb.

4.1.1.3.8. Trainingsprogramme zur phonologischen Bewusstheit:

4.1.1.4. Verfahren der Diagnose Phonologische Bewusstheit

4.1.1.4.1. Stand phonologischer Kenntnisse von Kindern im Vorschulalter: Lautdiskrimierung und lautassoziative Leistungen

4.1.1.4.2. Stand phonologischer Kentnisse im Schulalter: Phonem-Graphem Korrespondenz führt zu lautkategorialen Leistungen

4.1.1.4.3. Leichte, mittelschwere und schwere Aufgaben, je nach Stufe (zB.: Silben nachklatschen (leicht) oder Wörter rückwärts sagen (schwer)

4.1.1.4.4. Rundgang durch Hörhausen als Testheft mit diagnostischen Aufgaben zur phonologischen Bewusstheit

5. Gelingender Schriftspracherwerb

5.1. Bündel von Bedingungen: familiäre Situation, Migrationshintergrund, Erziehungspraktiken, etc.