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Therapie von Beschwerden in den Wechseljahren by Mind Map: Therapie von Beschwerden in
den Wechseljahren
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Therapie von Beschwerden in den Wechseljahren

Deutsches Ärzteblatt 17/2012; 24.04.2012

Meine CME Antworten

Welche klimakterischen Symptome sind sehr konsistent mit der Phase der Wechseljahre assoziiert?

b) Welche klimakterischen Symptome sind sehr konsistent mit der Phase der Wechseljahre assoziiert?

Welches Erkrankungsrisiko wird durch eine orale Hormontherapie erhöht?

b) Thromboembolie

Um wie viel Prozent kann durch eine Hormontherapie das Symptom „Hitzewallungen“ reduziert werden?

d) 75%

Welche der folgenden Applikationsformen ist im Rahmen einer Hormontherapie zur Behandlung von vasomotorischen Beschwerden ineffektiv?

c) vaginale Applikation

Eine perimenopausale Patientin wünscht eine Aufklärung bezüglich der Hormontherapie und über das Risiko, eine venöse Thromboembolie zu erleiden. Was antworten Sie ihr?

c) Im ersten Einnahmejahr ist das Risiko für eine venöse Thromboembolie deutlich erhöht.

Das Brustkrebsrisiko wird durch eine Hormontherapie erhöht. Für welche Therapie und Dauer gilt dies nachweislich?

c) EPT für 5 Jahre oder länger

Bei nicht-hysterektomierten Frauen gibt es bei welcher der folgenden Therapien keine Erhöhung des Endometriumkarzinomrisikos?

e) EPT mit zwölftägiger Gestagengabe pro Behandlungsmonat

Was können Sie Ihrer Patientin, bezüglich einer Hormontherapie und dem Risiko an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, mitteilen?

a) Das Risiko an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken kann durch eine Hormontherapie reduziert werden.

Wie hoch ist das Risiko für einen zerebralen Insult unter Östrogentherapie in der Perimenopause?

e) + 12 Ereignisse/10 000 Frauen/Anwendungsjahr

Eine Patientin wünscht eine nicht-hormonelle Therapie ihrer Hitzewallungen. Welche Auskunft erteilen Sie ihr als Arzt zur Datenlage?

d) Serotonin-Wiederaufnahmehemmer können die Symptome verbessern.

Einleitung

Frauen

peri-/postmenopause, suchen oft, ärztliche Hilfe, Veränderung der Ovarialfunktion, physiologisch, leiden oft unter, klimakterische Beschwerden, Ursachen, verminderte Östrogensysnthese, altersabhänige Veränderungen, psychosoziale Veränderungen, Therapie, Hormontherapie, Sexualsteroide, alternativ

Lernziele

Klimakterische Beschwerden

Erkennen

Therapie

Hormontherapie, Wirkung, Risiken

Alternativen zur Hormontherapie

Methode

Literaturrecherche

Klimakterische Beschwerden, Lebensqualtität

Unterschiedliche Häufigkeit

Zusammenhang/Ursache

häufig, verminderte Sexualsteroide

vielfältige Ursachen

Symptome

Kein einheitlich definiertes Syndrom

konsistent, vasomotosiche Störungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Vaginale Trockenheit

weniger konsistent, Schlafstörungen, unterschiedliche körperliche Beschwerden, Harnwegsbeschwerden, Sexuelle Probleme, Stimmungsänderungen

Aktuelle Studie

Teilnehmer, 436 prämenopausale Frauen, Alter 35 - 47 Jahre

Untersucht, Dauer von Hitzewallung, in Abhängigkeit, Eintritts der Menopause

Ergebnisse, Hitzewallungen, 90 Frauen mild, 259 Frauen moderat bis schwer, 55 Frauen ohne Hitzewallungen, Mittlere Dauer, von moderaten bis schweren Hitezwallungen, 10,2 Jahre, Frühe Perimenopause =>, Besonders lange Dauer der Hitzewallungen, > 11,57 Jahre, Lebensqualität, laut, Studie, nicht beurteilbar, Klinik, deutliche Beeinträchtigung

Therapie

Substanzen für die Hormontherapie

nicht hysterektomiert, kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie (EPT), oral, transdermal, progesteron, vaginal (möglich), Varianten, C 19, C 21, Durchführung, 10d - kontinuierlich Gestagen / Monat, Pause wie bei der Pille ist nicht sinnvoll, Verhinderung, Endometriumhyperplasie, Endometriumkarzinom

Östrogene (ET), Varianten, Östradiol, Östradiolvalerat, Östriolsuccinat, Konjugate, Veresterungen, Anwendung, oral, Nur 5% Bioverfügbarkeit (hoher First-Pass-Effekt), transdermal, 100% Bioverfügbarkeit, nasal, intramuskulär, bei urogenitalen Symptomen, vaginal, Tablette, Ring, Creme, Hohe Absorptionsrate, => eine systemische Wirkung ist möglich

Wirkung einer Hormontherapie

Klimakterische Beschwerden, Häufigkeit von Hitzewallungen um ca 75% reduziert, effektivste Methode für vasomotorische Symptome in der Perimenopause, Nebenwirkungen, Brustspannungen, Uterine Blutungen, Ödembildung, Gelenkbeschwerden, Psychische Symptome, Reizbarkeit, Antriebsarmut, Depressivität, u.a., seltener, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Hautausschlag, Juckreiz

Lebensqualtität, kaum Studien, inkonsistent

Vulvo-vaginale Atrophie, Besserung der Symptome, lokal genauso effektiv, wie systemische Gabe, wenn einziges Symptom, sollte lokale Gabe bevorzugt werden

Harninkontinenz, Linderung bis Heilung möglich, vor allem bei hyperaktiver Blase, orale Therapie verschlechter Harninkontinenz, transdermal ohne Einfluß, => vaginale Applikation bevorzugen

Harnwegsinfekte, vaginale Applikation reduziert Häufigkeit von Harnwegsinfekten

Nutzen-Risiken-Bewertung, Hormontherapie ist wirksam, Individueller Gesundheitszustand ist bedeutsam, Karzinome, Endometriumkarzinom, ET, Relatives Riskio, nach 3 Jahren, 5-fach erhöht, nach 10 Jahren, 10-fach erhöht, EPT, Kein erhöhtes Risiko, Ovarialkarzinom, Relatives Risiko, 1,24, ET > EPT, Kein erhöhtes Risiko bei Anwendung < 5 Jahren, Kolorektales Karzinom, umstritten, Kein Einfluß, bzw. Senkung des Risikos, Mamma-Ca, ET: -7/10.000/a, Widersprechende Studienergebnisse, EPT: +8/10.000/a, Kardiovaskuläre Erkrankungen, zerebraler Insult, ET +12/10.000/a, EPT: +8/10.000/a, Aufklärung, Thrombembolische Ereignisse, ET: +6/10.000/a, EPT: +18/10.000/a, Vor allem im ersten Therapiejahr erhöhtes Risiko, KHK, unklar, Osteoporose, EPT: Ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis, ET: Ausgeglichenes Nutzen-Risiko-Verhältnis, Gallenwegserkrankung, ET: +31/10.000/a, EPT: +20/10.000/a, Vor allem bei übergewichtigen Patientinnen., ZNS, Kognition, unklar, Demenz, erhöhtes Risiko

Hormontherapie nach Malignomerkrankung

Kontraindikation, Z.n. Mamma-Karzinom

Z.n. hormonabhängigem Malignom, soll nicht eingesetzt werden

Alternativen zur Hormontherapie

pflanzlich, Phytoöstrogene, Rotklee, Soja, Cimicifuga racemose, Studienlage, Bisher keine Signifikante Besserung, Keine Untersuchung zur langfristigen Sicherheit, Können nicht empfohlen werden

Lebensstiländerung, Hitzewallungen, Reduktion der Umgebunstemperatur, Normalgewicht anstreben, Übergewicht fördert Hitzewallungen, Rauchen einstellen, Nichtraucherinnen leiden seltener unter Hitzewallungen, Physische Aktivität, Entspannungsübungen

Z.n. Mamma-CA, Hormontherapie Kontraindiziert

Nicht zugelassen, aber Wirksamkeit belegt, SSRI, Venlafaxin, Fluoxetin, Antikonvulsiva, Gabapentin