Erkenntnistheorie

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Erkenntnistheorie by Mind Map: Erkenntnistheorie

1. Theorien

1.1. Bestandteile von Theorien

1.1.1. Systematisch wissenschaftliche, begründete, aufeinander bezogene Aussage

1.1.2. 1. Definitionen der Konstrukte (Nicht direkt beobachtbare Sachverhalte z.B. Motivation

1.1.3. 2. Axiome - nicht bewiesene Aussagen von mind. zwei Theoretischen Konstrukten

1.1.4. 3. Theoreme bzw. Propositionen - Aus Definition und Axiom abgeleitete inhaltliche Aussage - Wenn/Dann Aussagen - Je/Desto Aussagen

1.1.5. 4. Hypothesen - noch unbewiesene Aussagen (Annahmen, Vorhersagen

1.2. Woher kommt eine Theorie

1.2.1. 3 Phasen des Erkenntnisprozesses

1.2.1.1. Entdeckungs- Begründungs- Verwertungszusammenhang

1.3. Qualitätsmerkmale

1.3.1. Äußere/innere Wiederspruchsfreiheit

1.3.2. Falsifizierbarkeit

1.3.3. Hoher Geltungsbereich

1.3.4. Erklärungskraft

1.3.5. Praktische Anwendbarkeit

1.3.6. Einfachheit und Sparksamkeit

1.3.7. Empirischer Bewährungsgrad

1.4. Unterschiede von Theorien

1.4.1. Grand Theory

1.4.1.1. hoher Abstraktionsgrad, empirisch nicht prüfbar, bestimm. Blick auf Welt

1.4.2. Normativ Theory

1.4.2.1. Aussagen wie etwas sein sollte

1.4.3. Theorie mittlere Reichweite

1.4.3.1. auf bestim. Thema fokussiert (größeren Ausschnitt sozialer Wirklichkeit) empirisch Prüfbar

1.4.4. Grounded Theory

1.4.4.1. aus Datenanalyse durch qualitativen Forschungsprozess aufgebaut

1.4.5. Empirische Theorie

1.4.5.1. Basiert auf/leitet empirische Forschung, kleinen Ausschnitt aus der Wirklichkeit, empirisch Prüfbar, falsifizierbar

2. Rationalismus vs Empirismus - Was denke ich woher Wissen kommt

2.1. Erkenntnistheorien durch empirische Forschung

2.1.1. Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden

2.1.2. Systematische Sammlung, Aufbereitung und Analyse von empirischen Daten

2.1.3. im Rahmen eines geordneten, dokumentierten und Theorie basierten Forschungsprozess

2.1.4. Rationalismus

2.1.4.1. Rationales Denken beim Erwerb und Begründung von Wissen allein hinreichend

2.1.4.2. Deduktion

2.1.4.2.1. eine Schlussfolgerung von einer allgemeinen Überlegung auf einen Einzelfall

2.1.5. Empirismus

2.1.5.1. Erkenntnis = Sinneserfahrung, Beobachtung, das Experiment

2.1.5.2. Induktion

2.1.5.2.1. eine Schlussfolgerung auf das Allgemeine

2.2. Synthese

2.2.1. Sozialkonstuktivismus Qualitatives Paradigma

2.2.1.1. 5 Grundprinzipien qualitativer Forschung

2.2.1.1.1. 1. Prinzip der ganzheitlichen und rekonstruktionen Untersuchung lebensweltlicher Phänomene

2.2.1.1.2. 2. Prinzip der reflektierten theoretischen Offenheit zwecks Bildung neuer Theorien

2.2.1.1.3. 3. Prinzip der Zirkularität und Flexibilität des Forschungsprozesses zwecks Annäherung an den Gegenstand

2.2.1.1.4. 4. Prinzip der Kommunikation und Kooperation zwischen Forschenden und Beforschten

2.2.1.1.5. 5. Prinzip der Selbstreflexion der Subjektivität und Perspektivität der Forschenden

2.2.1.2. Jeder erlebt seine Umwelt anders, sie wird ständig konstruiert

2.2.1.2.1. verläuft Zirkulär

2.2.1.3. Erkenntnisgewinn: Untersuchungsgegenstand in seinem Kontext sowie Sichtweise Beteiligten detailliert rekonstruiert. Daraus schrittweise Ableitung von Hypothesen und Theorien. Detailbetrachtung

2.2.2. Kritischer Rationalismus - Quantitatives Paradigma

2.2.2.1. Hypothesenprüfung (Hypothese + Theorie)

2.2.2.1.1. Verifikation

2.2.2.1.2. Falsifikation

2.2.2.1.3. Wann Hypo prüfbar?

2.2.2.2. verläuft linear

2.2.2.3. Erkenntnisgewinn - Theorien formulieren, daraus Hypothesen ableiten, diese nachvollziehbar anhand von Daten prüft

2.2.2.4. Erfahrungswirklichkeit wird anhand einzelner Merkmale (Variablen) und deren Relation untereinander untersucht. Größere Stichprobe

3. Wissenschaft

3.1. Standarts der Wissenschaft und Gütekriterien

3.1.1. Wiss. Fragestellung -> Inhaltliche Relevanz

3.1.2. Wiss. Forschungsprozess -> Methodischen Strenge

3.1.3. Wiss. Ethik -> Ethische Strenge

3.1.4. Dokumentation -> Präsentationsqualität

3.2. Wissenschaft oder nicht?

3.2.1. Wissenschaft

3.2.1.1. erfüllt alle Güte

3.2.2. Nicht - Wissenschaft

3.2.2.1. ähnliche Fragestellung wie Wiss. erfüllt Güte 1 teilweise, 2-4 nicht

3.2.3. Parawissenschaft

3.2.3.1. Phänomene/Sachverhalte der Existenz aktuell nicht gesichert ist. Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Erfüllt Güte2-4

3.2.4. Pseudowissenschaft

3.2.4.1. erhebt Anspruch auf Wiss. ohne Standarts zu folgen. Gute 1,3,4 teilweise

4. Empirischer Forschungsprozess

4.1. Wiss. Methoden

4.1.1. Datenerhebung

4.1.1.1. Psychologische Testverfahren - Intelligenztest

4.1.1.2. Physiologische Messungen - EKG

4.1.1.3. Interviewtechniken - Leitfahren-Interview

4.1.2. Datenanalyse

4.1.2.1. statistische Varianzanalyse

4.1.2.2. qualitative Inhaltsanalyse

4.2. Quantitativer Forschungsprozess - Massenveranstaltung

4.2.1. kritischer Rationalismus

4.2.2. Hypothesenprüfend

4.2.3. gesetzfindend (Nomothetisch)

4.2.4. Normativ

4.2.5. Objektivistisch

4.2.6. Positivistisch

4.2.7. Tradition der Naturwissenschaften

4.3. Qualitativer Forschungsprozess - Einzelfälle

4.3.1. Sozialkonstruktivismus

4.3.2. Hypothesengenerierend

4.3.3. Einzelfallbeschreibend (Idiografisch)

4.3.4. Interpretativ

4.3.5. Subjektivistisch

4.3.6. Konstruktivistisch

4.3.7. Tradition der Geisteswissenschaften