Create your own awesome maps

Even on the go

with our free apps for iPhone, iPad and Android

Get Started

Already have an account?
Log In

Stakeholder/Interessengeflecht Arcandor AG 5.6.- 1.9.09 (wird seit Insolvenzeröffnung am 1.9.09 nicht weiter aktualisiert) http://www.blicklog.com by Mind Map: Stakeholder/Interessengeflecht Arcandor AG
5.6.- 1.9.09 (wird seit Insolvenzeröffnung am 1.9.09 nicht weiter aktualisiert)
http://www.blicklog.com
5.0 stars - 3 reviews range from 0 to 5

Stakeholder/Interessengeflecht Arcandor AG 5.6.- 1.9.09 (wird seit Insolvenzeröffnung am 1.9.09 nicht weiter aktualisiert) http://www.blicklog.com

1.9.2009 Das Essener Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für bisher 21 Arcandor-Gesellschaften eröffnet. Betroffen sind die Holding Arcandor und die wichtigsten Töchter. Dieser Schritt hat auch Folgen für Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick und andere Vorstandsmitglieder. Klaus Hubert Görg ist mit Verfahrenseröffnung zum Insolvenzverwalter der wesentlichen Arcandor-Unternehmensteile bestellt worden. Bereits eröffnet sind nun die Verfahren für die Holding Arcandor AG sowie die wichtigsten Töchter wie die Karstadt Warenhaus GmbH und die Versandhandelsunternehmen Primondo GmbH und Quelle GmbH. Das teilte das Essener Amtsgericht am Dienstag mit. Es sei mit der Entscheidung auch in weiteren Arcandor -Verfahren zu rechnen. Insgesamt wird am Dienstag mit der Eröffnung von rund 40 Insolvenzverfahren durch das Essener Gericht gerechnet. Einzelheiten des Beschlusses wurden zunächst nicht mitgeteilt. Elf weitere Verfahren werden von anderen Gerichten bearbeitet. In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Fürth bereits die Insolvenzverfahren für drei Quelle-Tochterunternehmen eröffnet. Quelle und mehr: Handelsblatt Das Amtsgericht Essen wird heute im Laufe des Tages über sämtliche dort eingereichte Insolvenzanträge des Arcandor-Konzerns entscheiden, sagte am Montag ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Als sicher gilt dagegen das Aus für Vorstandschef Karl-Gerhard Eick – doch ansonsten gibt es bei dem drittgrößten Insolvenzfall in der Geschichte der Bundesrepublik einiges zu klären. Quelle und mehr: Handelsblatt 30.8.09 Am Dienstag soll das Amtsgericht Essen die Insolvenzverfahren über mehr als 40 Einzelgesellschaften des Arcandor-Konzerns eröffnen. Die Konzernholding wird damit zu einer reinen Abwicklungsgesellschaft, die formal aber einen Vorstand behalten muss. Operative Bedeutung behalten jedoch nur Karstadt und die Quelle-Dachgesellschaft Primondo, deren Chefs für die Sanierung und den Verkauf der Tochterfirmen gebraucht werden und die nebenbei Holdingvorstände bleiben. Quelle und mehr: FTD 29.8.09 Arcandor-Insolvenz wohl ab Dienstag: Nach der Vorlage aller Gutachten soll voraussichtlich am kommenden Dienstag (1. September) das Insolvenzverfahren für Arcandor eröffnet werden. Dann könnte Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick abtreten. Ein erster Konflikt bahn sich schon an: Bayern pocht auf eine eigene Transfergesellschaft für den Versender Quelle. Das Essener Amtsgericht muss dazu die Verfahren für insgesamt rund 40 Einzelgesellschaften eröffnen, darunter für die Holding Arcandor AG in Essen und die wichtigsten Töchter Karstadt Warenhaus und Primondo. Damit fällt auch das Insolvenzgeld weg, das drei Monate lang von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurde, und die Gesellschaften müssen sich finanziell selbst tragen. In der ersten Novemberhälfte sollen die Gläubigerversammlungen stattfinden, denen die Sanierungskonzepte vorgelegt werden. Quelle und mehr: Handelsblatt 28.8.09 Die Abwicklung der nach Mitarbeiterzahl drittgrößten Pleite der Bundesrepublik wird komplizierter als gedacht. Wie sich in den vergangenen Tagen herauskristallisierte, wird über die Insolvenz des Arcandor-Konzerns keineswegs nur am Essener Amtsgericht entschieden sondern auch bei den Richtern in Nürnberg und Fürth. Die haben bereits Verfahren gegen drei Quelle-Unterfirmen eröffnet. Entsprechend einem Gutachten des Ulmer Rechtsanwalts Michael Pluta haben die Essener bereits die Verfahren über zwei Arcandor -Töchter nach Nürnberg und Fürth verwiesen, weil dort der "Mittelpunkt der selbstständigen wirtschaftlichen Tätigkeit der Unternehmen" zu finden sei. Über weitere - darunter die Konzerntochter Foto-Quelle - steht die Entscheidung noch aus. Die ersten Verfahren in Essen werden voraussichtlich am 1. September eröffnet. Sobald die Insolvenzverfahren für die Kerngesellschaften Arcandor AG, Karstadt GmbH und Quelle GmbH starten, wird es jedoch ernst für Görg. Mit der Eröffnung laufe die Finanzierungshilfe durch das dreimonatige Insolvenzgeld aus, gibt Burkhard Jung, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sanierungsberatung CMS, zu bedenken. "Der Insolvenzverwalter kann den Betrieb nur dann fortführen, wenn er auch unter Vollkosten rentabel läuft." Wesentliche Sanierungsmaßnahmen müssten daher bereits im Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung umgesetzt sein. Quelle und mehr: Handelsblatt Wie es beim vorläufigen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg heißt, soll aus der Holding zunächst eine Abwicklungsgesellschaft werden. Statt Unternehmen zu kaufen oder zu verkaufen, werden die 94 Holdingmitarbeiter dann Vermögensgegenstände wie Firmenfahrzeuge oder Bilder verwerten. Dass bereits zwei Drittel der Beschäftigten die Kündigung in der Tasche haben, wie gestern Agenturen berichteten, nannte ein Görg-Sprecher "Blödsinn". Erst wenn das Vermögen komplett verwertet sei, erklärte Görgs Insolvenzbeauftragter Rolf Weidmann, werde Arcandor aus dem Handelsregister gelöscht. Das könne Jahre dauern. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde auch danach die faktisch wertlose Aktie weiter an der Börse gehandelt. Der Grund: Das Delisting wäre teuer und würde damit die Insolvenzmasse belasten.   Quelle und mehr: Handelsblatt   13.8.09 Arcandor ist als Ganzes nicht überlebensfähig, die einzelnen Teile aber schon. So lautet kurz gefasst die Analyse des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg. Karstadt und Quelle haben also eine Zukunft. Aber die fordert ihre Opfer. Allein bei der Arcandor-Tochtern Primondo, also im Wesentlichen bei Quelle, fallen 3 700 Stellen weg. „Wir halten alle Teile des Arcandor-Konzern im Grundsatz für überlebensfähig und erhaltenswert“, sagte Görg in einer Pressekonferenz. Zwei Investmentbanken sollen nun getrennt Käufer für den aus dem Universalversender Quelle und mehreren Spezialversenders bestehenden Primondo-Verbund und für Karstadt suchen. Quelle: Handelsblatt 12.8.09 Das Handelsunternehmen Arcandor steht unmittelbar vor der Zerschlagung. Knapp drei Wochen vor der erwarteten Eröffnung des Insolvenzverfahrens teilte der Konzern am Mittwoch mit, der Vorstand werde die Suche nach einem Investor für die Arcandor AG am 15. August beenden. Die Chancen, einen Ankerinvestor zu finden, der die Fortführung des Konzerns ermöglicht, würden als äußerst gering gesehen, hieß es zur Begründung. Der Fokus liege jetzt auf der Investorensuche für die Handelssegmente im Konzern, Karstadt und Primondo, teilte das Unternehmen in Essen mit. Quelle und mehr: Handelsblatt 10.8.09 Zwar führt Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick nach FTD-Informationen konkrete Gespräche mit mindestens zwei Investorengruppen über deren Einstieg bei einem aus Karstadt und Quelle bestehenden Konzern. "Dass Sal. Oppenheim als Ankerinvestor endgültig wegfällt, hat die Chancen auf eine Einigung mit anderen Gesprächspartnern aber eher verringert", hieß es in Bezug auf den geplanten Einstieg der Deutschen Bank bei dem Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim in Arcandor-Kreisen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Karstadt und Quelle in Einzelteilen verkauft und teilweise geschlossen werden. Derzeit werden Weiterführung und Zerschlagung parallel vorbereitet: Während Eick versucht, die insolvente Arcandor AG mithilfe eines neuen Investors zu retten, lässt der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg eine Verwertung der Einzelteile des insolventen Handelskonzerns durchrechnen. Quelle: FTD 30.7.09 Arcandor-Aufspaltung rückt nahe: Eine Aufspaltung des insolventen Arcandor-Konzerns rückt näher. Die führenden Gläubigerbanken des Essener Konzerns treiben den Verkauf von dessen 43,9-Prozent-Anteil am Reisekonzern Thomas Cook voran. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die allerdings alle nicht ganz einfach umzusetzen sind. Quelle: Handelsblatt 19.7.09 Die Zerschlagung des insolventen Handels- und Tourismusunternehmen Arcandor rückt einem Medienbericht zufolge immer näher. Die Geschäfte bei Karstadt und Primondo liefen derzeit sehr schlecht, so der Bericht. Damit erscheint auch der Rücktritt des Sanierungsexperten Horst Piepenburg in einem neuen Licht.   Quelle: Handelsblatt 18.6.09, Nach Angaben des Essener Amtsgerichts wurden für das Unternehmen bisher insgesamt 22 Insolvenzanträge gestellt, darunter für die Muttergesellschaft Arcandor AG und 21 weitere Tochtergesellschaften. Weitere Insolvenzanträge seien nicht auszuschließen, sagte Görg. Insgesamt bestehe Arcandor aus einem Netz von mehreren hundert Gesellschaften. Die profitable Tourismus-Tochter Thomas Cook sei nicht von der Insolvenz betroffen. Arcandor hatte den Mehrheitsanteil an Thomas Cook jedoch zu großen Teilen an Banken verpfändet. Noch in dieser Woche stünden Gespräche mit den Banken bevor, sagte Görg. Quelle: Welt Ob Arcandor als Ganzes gerettet werden kann, ist nach Ansicht des Insolvenzverwalters ungewiss. Dies könne man erst sagen, wenn der Insolvenzplan vorliege. An ihm arbeiten derzeit Berater von Roland Berger, die bereits für Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick im April einen Sanierungsplan geliefert hatten. Damals stand das Papier allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Banken eine Finanzierung über 1,86 Mrd. Euro bereitstellen würden. Die dazu notwendigen staatlichen Bürgschaften und Kredite lehnte die Bundesregierung jedoch vor knapp zwei Wochen ab. Quelle: Handelsblatt 14.6.09 FTD: Arcandor prüft Massekredit Schnelle Sanierung: Der insolvente Handels- und Touristikkonzern könnte doch noch Geld vom Staat erhalten. Eignerin Schickedanz bekräftigte, das Unternehmen nicht verramschen zu wollen - die Quelle-Erbin ist gesundheitlich schwer 13.6.09 Focus: Arcandor-Insolvenz Staatshilfe doch noch möglich Neue Hoffnung für Arcandor: Für den insolventen Handels- und Touristikkonzern gibt es noch die Chance auf eine staatliche Finanzspritze. 9.6.09 Das Management des Touristik- und  Handelskonzerns Arcandor verzichtet  darauf,  den Antrag auf einen staatlichen  Notkredit  nachzubessern und will  stattdessen die  Insolvenz beantragen.  Nach Informationen von  WELT ONLINE  hat Arcandor-Chef Karl-  Gerhard Eick  die Entscheidung dem  Kanzleramt  bereits mitgeteilt. Quelle: Welt Weitere Schlagzeilen FTD: Arcandor erklärt sich  zahlungsunfähig Focus: Konzern will Insolvenzantrag  stellen HB: Arcandor gibt auf   8.6.09 Die Bundesregierung hat den Antrag des  angeschlagenen Touristik- und  Handelskonzerns  Arcandor auf einen  Notkredit abgelehnt. Eine Insolvenz  scheint  unabwendbar. Doch das  Unternehmen kämpft  weiter. Quelle und mehr: focus   Die Anatomie der Arcandor-Krise: wie die   Konzernchefs  Walter Deuss, Wolfgang  Urban  und Thomas Middelhoff  den  früheren  KarstadtQuelle-Konzern ruiniert  haben. Ein  Lehrstück über  Missmanagement,  Interessenkonflikte  und strategische Fehler. Mehr dazu: Wiwo

Eigentümer

Die Großaktionäre haben  Bereitschaft signalisiert, eine  Kapitalerhöhung zu zeichnen.  Sal. Oppenheim will zudem  einen Kredit bereitstellen.  Auch Vermieter und  Lieferanten sind nach Arcandor- Aussage bereit, einen Beitrag  zu leisten. Die  Gläubigerbanken haben  Verhandlungskreisen zufolge  grundsätzlich die Forderungen  des Bundes akzeptiert, sechs  Monate auf Zinszahlungen des  Unternehmens zu verzichten.  Quelle Focus 8.6.09 Die Arcandor-Großaktionäre –  die Privatbank Sal.  Oppenheim und die Quelle- Erbin Madeleine Schickedanz  – sind unterdessen zu einer  Kapitalerhöhung von 150  Mio.  Euro für den von der Insolvenz  bedrohten Konzern  bereit.  „Wir alle haben das Ziel, zu  einer Lösung zu  finden, bevor  es zu einer Insolvenz kommt“,  sagte  Friedrich Carl Janssen,  der zugleich persönlich  haftender  Gesellschafter bei  Sal. Oppenheim sowie  Aufsichtsratschef von Arcandor  ist. Quelle: Handelsblatt Zur Eigentümerstruktur siehe  auch FAZ-Grafik

Beteiligungsgesellschaft Sal. Oppenheim (24,9%)?

19.6.09 FTD: Privatbank im Führungschaos Sal. Oppenheim hat durch seinen Aktienverkauf die Arcandor-Führung blamiert und verärgert. Doch damit nicht genug: Der Fall zeigt auch, dass in dem privaten Geldinstitut die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. 17.6.09 Unterdessen hat die Bank Sal. Oppenheim ihre 3,7 Prozent direkt an Arcandor gehaltenen Anteile verkauft. Wie ein Sprecher der Bank am Mittwoch sagte, sei das von der Bank gehaltene Aktienpaket von 3,7 Prozent über den Markt veräußert worden. Die Oppenheim-Gesellschafter besitzen weiterhin über eine Beteiligungsgesellschaft knapp 25 Prozent an Arcandor. Quelle: Handelsblatt 16.6.09 Sal. Oppenheim prüft Ausstieg bei Arcandor Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim überdenkt sein Engagement beim insolventen Handelskonzern. Wie es im Umfeld der Luxemburger Privatbank heißt, werde derzeit geprüft, ob man noch einmal in den Konzern investiere oder die Beteiligung verkaufe. Quelle und mehr Handelsblatt Sal. Oppenheim war im September 2008  bei  Arcandor  eingestiegen. 10.6.09 Auch der zweite große Eigentümer, Sal.  Oppenheim, hat sich heute zu Wort  gemeldet: Die Privatbank hält die  drohenden Abschreibungen infolge der  Arcandor-Pleite für verkraftbar. „Der  Verlust aus dem Arcandor-Engagement  ist für das Bankhaus Sal. Oppenheim  und dessen Gesellschafter bedauerlich,  aber absolut verkraftbar“, sagte ein  Sprecher der Privatbank am Mittwoch.  Abschreibungsgefährdet seien bis zu 167  Mio. Euro. Quelle und mehr: Handelsblatt   9.6.09 ein höherer Beitrag seitens der  Sal.Oppenheim-Gesellschafter sei  angesichts des schon in der  Vergangenheit  geleisteten Engagements   nicht mehr  verantwortbar gewesen,  heißt  es beim  Großaktionär  Sal.Oppenheim.  Die Bank  habe fest  hinter dem  Sanierungskonzept  des  Vorstandes  gestanden und in  zahlreichen  Gesprächen mit der Politik  ihren  Beitrag  zur Rettung von Arcandor  konkretisiert.  „Wir waren im Rahmen  unseres  Arcandor- Engagements bereit,  bis  an  die Grenzen des Machbaren zu  gehen“,  sagte Matthias Graf von  Krockow,  Sprecher  der persönlich  haftenden  Gesellschafter der  Konzernholding. Die  Kölner Privatbank  war  im September  2008 bei Arcandor  eingestiegen und  hatte dem Konzern  dabei  60 Millionen  Euro Eigenkapital  und einen  Kredit über  20 Millionen Euro  bereitgestellt. Quelle: FAZ Die Großaktionäre wehren sich indes  gegen  den Vorwurf, nicht genug für die  Rettung  getan  zu haben. Ein höherer  Beitrag als die  in  Aussicht gestellten  150 Mio. Euro sei  angesichts des  bislang geleisteten  Engagements nicht  mehr verantwortbar  gewesen, sagte der  persönlich haftende  Gesellschafter von  Sal. Oppenheim und  Arcandor-  Aufsichtsratschef Friedrich Carl  Janssen. Quelle: Handelsblatt 3.6.09 Das Köln-Luxemburger Institut hat im  vergangenen Herbst über eine  Kapitalerhöhung knapp 30 Prozent an  Arcandor übernommen und diese  anschließend in eine eigene Gesellschaft   ausgegliedert. Die Oppenheim-  Gesellschafter, vor allem Angehörige der  wohlhabenden Familien v. Oppenheim  und Ullmann, sollen bereit sein, über eine   Kapitalerhöhung noch einmal bis zu 100  Millionen Euro nachzuschießen. Quelle: Wiwo

Friedrich Carl Janssen (= AR-Chef von Arcandor)

Matthias Graf von Krockow (Sprecher)

Deutsche Bank? (Kredit für Kapitalerhöhung)

Sal Oppenheim direkt (0%)

6.8.09 Internationale Presseschau vom Oppenheim: Offenbarungseid und Selbstverleugnung: Die internationale Wirtschaftspresse hinterfragt den möglichen Einstieg der Deutschen Bank bei Sal. Oppenheim. Quelle mit Details: Handelsblatt 5.8.09 Die Köpfe hinter Sal. Oppenheim Die Finanzkrise belastet Europas größte Privatbank, Sal. Oppenheim, so stark, dass die Bundesregierung das Institut aus Köln nach Informationen aus Regierungskreisen ins Auge genommen hatte. Die im Jahr der Französischen Revolution gegründete Bank, die ihren Hauptsitz vor zwei Jahren nach Luxemburg verlegt hat, blickt auf eine 220-jährige Geschichte zurück. Sie ist ein Hort der Reichen und Superreichen. Quelle und mehr: Handelsblatt 8.7.09 Die Privatbank Sal. Oppenheim tritt Krisengerüchten entgegen und will aus eigener Kraft durch die Finanzkrise steuern. Eine mögliche Kapitalerhöhung könne man auch ohne Fremdinvestoren stemmen, sagten die beiden persönlich haftenden Gesellschafter, Matthias Graf von Krockow und Friedrich Carl Janssen, dem Handelsblatt. Quelle: Handelsblatt HB: siehe auch: Falsche Verschwiegenheit bei Sal. Oppenheim , „Das bleibt ja alles in der Familie“, Die Köpfe hinter Sal. Oppenheim   2.7.09 Fitch stuft Sal. Oppenheim herab: Die Privatbank Sal. Oppenheim muss nach den höchsten Verlusten in ihrer Nachkriegsgeschichte eine Herabstufung ihrer Bonitätsnote hinnehmen. Die Ratingagentur Fitch senkte das Langfristrating der Bank von "A" auf "A-". Quelle: Handelsblatt 17.6.09 Unterdessen hat die Bank Sal. Oppenheim ihre 3,7 Prozent direkt an Arcandor gehaltenen Anteile verkauft. Wie ein Sprecher der Bank am Mittwoch sagte, sei das von der Bank gehaltene Aktienpaket von 3,7 Prozent über den Markt veräußert worden. Quelle: Handelsblatt

Mediobanca (will Bank kaufen)

Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltungs GmbH & Co KG (21,53%)

30.7.09 Madeleine Schickedanz Neffe Martin Dedi löste den Poolvertrag mit der einstigen Milliardärin auf und verkaufte einen Teil seiner Aktien, wie ein Arcandor-Sprecher am Donnerstag erklärte. Schickedanz kommt damit nur noch auf 21,53 Prozent der Stimmrechte an dem insolventen Unternehmen. Der Pool hatte zuletzt 26,74 Prozent auf sich vereinigt und damit eine Sperrminorität. Dedis Anteil ist nach Mitteilungen von Arcandor in der vergangenen Woche auf 2,57 von 5,21 Prozent gesunken. Quelle: Handelsblatt

Madeleine Schickedanz

Martin Dedi (2,57%)

Janus Capital (4,8%)

Julius Bär Holding (4,5%)

eigene Anteile (2,3%)

Streubesitz (33,1,%)

11.6.09 Frustrierte Anleger prügelten die Aktie  in den Groschenkeller. Schlusskurs:  49 Cent. Am Morgen hatte Arcandor  noch 1,31 Euro gekostet. Wer tags  darauf auf das Frankfurter Parkett  blickt, mag seinen Augen kaum  trauen. Satte 30 Prozent gewann  Arcandor in wenigen Stunden. Quelle und mehr: Focus 9.6.09 Die Aktie des Unternehmens stürzte  nach  Bekanntgabe des  Insolvenzantrags ab. Der  Kurs brach  zeitweise um mehr als 50  Prozent  ein. Eine Aktie wurde  zwischenzeitlich nur mit 49 Cent  gehandelt.  So billig war das Papier  des Essener  Konzerns noch nie. Quelle: Focus

BaFin

Seit Anfang März ermitteln die Bundesanstalt für  Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die  Bundesbank gemeinsam bei Deutschlands größter  Privatbank Sal. Oppenheim. Hintergrund der  Sonderprüfung sind allem Anschein nach problematische  Kredite, die das Institut an zwei Kölner Kunden in  Zusammenhang mit den hauseigenen Oppenheim-Esch  Immobilienfonds vergeben hat. Quelle: Spiegel

Immobilienbesitzer/ Vermieter Karstadt

9.6.09 Verlierer einer Arcandor- Zerschlagung  wäre dagegen  das Vermieter-Konsortium   Highstreet, dem Goldman- Sachs,  Deutsche Bank,  Pirelli Re, Generali und  die  italienische Borletti-Group  angehören. Sie hätten eine  Neuverhandlung ihrer  Pachten und  Mietkündigungen zu  fürchten. Auch  Arcandors  Großaktionäre Sal.  Oppenheim und Madeleine  Schickedanz  müssten um  ihre Einlagen fürchten.  Schon gestern reduzierte  sich der Wert  ihrer Aktien  um 43,6 Prozent. Quelle: Handelsblatt 8.6.09 23 Millionen Euro muss  der Konzern  laut „Spiegel“  jeden Monat den  Eigentümern der Karstadt-   Immobilien  überweisen. Die Verkäufe der  Immobilien durch  den  damaligen  Chef Thomas  Middelhoff spülten 3,7  Milliarden und  im zweiten  Schritt 800 Millionen Euro  in die Kasse  – 400  Millionen aus der  zweiten  Tranche stehen  nach  Konzernangaben noch aus.  Zu einem  anderen  Ergebnis kommt ein  Gutachten von Price  Waterhouse  Coopers  (PWC), das dem  „Handelsblatt“ vorliegt.  Demnach  brachte das  zweite Paket nur 645  Millionen Euro ein, wovon  115  Millionen noch  ausstehen. Unabhängig  davon  leidet der Konzern  heute unter  der Kehrseite  des  Deals, den enormen   Mietausgaben. Quelle: Tagesspiegel  Den Berichten zufolge  teilte Arcandor-   Vorstandschef Karl- Gerhard Eick  beim  Krisentreffen im  Wirtschaftsministerium mit,  dass  der  Konzern seine  Mietzahlungen  eingestellt  habe.  Nach seiner  Darstellung setze damit ein  30-tägiges  Mahnverfahren  ein, an dessen Ende  die  Vermietungsgesellschaft  dazu  berechtigt ist, einzelne  Karstadt-  Filialen zu  verkaufen, um ihre  Ansprüche  zu befriedigen,  berichtete  die „Bild am  Sonntag“. Quelle: Handelsblatt Mit rund 1,3 Milliarden  Euro steht das  Paket in  den  Büchern. Doch mit  der  Investmentbank  Goldman  Sachs und  später weiteren  Geldgebern findet  Middelhoff Investoren, die  insgesamt  4,5 Milliarden  Euro lockermachen. Auf   den ersten Blick ein  grandioses  Geschäft, im  Nachhinein ein toxischer  Deal. Mit dem Geld aus dem  Immobiliendeal  tilgt er  einen  Teil der Schulden,  kauft  den britischen  Reiseveranstalter  MyTravel und übernimmt  von der  Lufthansa deren  Anteil am  gemeinsamen  Reiseunternehmen  Thomas  Cook. Quelle: Wiwo In den Karstadt-Häusern  Potsdam und  Leipzig soll  die Mietbelastung  zeitweise 30 Prozent des  Umsatzes  betragen haben,  mehr als doppelt so  viel  wie üblich. Als Reaktion  auf die  hohe Mietbelastung  hatte der Konzern  nach  dem BDO-Gutachtern für  die  Laufzeit der Verträge -  20 Jahre - eine   Rückstellung im niedrigen  dreistelligen  Millionenbereich gebildet.  Aus diesem  Topf fließen  jeden Monat Beträge in  die Oppenheim/Esch-Miete Quelle Welt 3.6.09 Die Eigentümer haben den Kauf der  Immobilien zum größten Teil über  Kredite finanziert und diese  anschließend an andere Profi-Anleger  weiterverkauft. Erworben haben diese  Verbriefungen diverse Investoren, wohl  auch viele Sparkassen. Bei ihnen  würden also auch Korrekturen fällig.  Zum Problem könnte zudem werden,  dass auch die KarstadtQuelle-Bank  den Kauf der Immobilien finanziert  haben soll. Vor allem eine Insolvenz  könnte sie in Bedrängnis bringen. Quelle: Wiwo

Highstreet

10.6.09 Mit Mietzahlungen rechnet Highstreet bis  auf weiteres nicht, man werde aber die  Restrukturierung der Kaufhaussparte von  Karstadt - und damit wohl auch die  Zusammenführung mit Kaufhof - „extrem  ernsthaft unterstützen“. Quelle: FAZ 9.6.09 Aus dem Umfeld der Immobilien-  Eigentümer - ein Konsortium um die  US- Bank Goldman Sachs und die  Deutsche- Bank-Immobilientochter  Rreef - war zu hören, die Vermieter  hätten Mieterleichterungen über 100  Millionen Euro angeboten und seien  auch nun noch offen für Gespräche. Quelle: Wiwo 7.6.09 Die restlichen 49 Prozent gingen im  März 2008 an ein  Konsortium der  Immobilientöchter der Deutschen  Bank   sowie der italienischen Unternehmen  Pirelli,  Generali und Borletti. Die  Beteiligungen sind bei der  Immobiliengesellschaft Highstreet  gebündelt.  Quelle: Tagesspiegel  Die Mietverträge haben eine Laufzeit  von 15 Jahren;  die Mietzahlungen  summieren sich auf 280 Millionen  Euro.  Quelle: Süddeutsche  Highstreet" für die 164 übrigen  Immobilien 280  Millionen Euro  bekommt.  Quelle: FAZ 3.6.09 2006 hat Karstadt den größten Teil  seiner Immobilien in eine Gesellschaft  namens Highstreet ausgegliedert.  Beteiligt hieran sind die Investmentbank   Goldman Sachs mit 51 Prozent sowie  ein Konsortium um die Deutsche-Bank-  Tochter RREEF und Pirelli Real Estate   zu 49 Prozent. Sie müssten bei einer  Mietsenkung ihre Beteiligungen  entsprechend abwerten. Bisher haben  die Highstreet-Investoren zwar  Unterstützung angekündigt, doch noch  kein Entgegenkommen bei den Mieten  signalisiert. Sie warten ab, wie die  Entscheidung in Berlin ausfällt. „Es kann   sein, dass die Staatsbürgschaft vor  allem den Investoren zugutekommt,  weil sie die Mieten dann weniger  reduzieren müssen“, sagt ein  Frankfurter Top-Banker. Quelle: Wiwo

Preef, Deutschen Bank

Pirelli Real Estate

Generali

Borletti

Investoren (Käufer von Mietforderungen)

Whitehall-Fonds Anteil 51%), Goldman Sachs (Investmentbank ), Alexander Dibelius (Deutschlandchef)

Oppenheim-Esch-Fonds

14.6.09 Arcandor ist pleite. Ein Grund für den Absturz dürften auch hohe Mieten bei der Warenhaustochter Karstadt gewesen sein, die der Konzern an den Projektentwickler Josef Esch zahlen musste. An dessen Fonds waren nach SPIEGEL-Informationen mehrere prominente Superreiche beteiligt. Quelle und mehr: Spiegel Online 7.6.09 Einen Beigeschmack haben die hohen Mieten für  fünf Häuser, die Karstadt 2003 an den Oppenheim-  Esch- Fonds verkauft hatte. Quelle: Tagesspiegel Arcandor zahlt in jedem Jahr 42,6 Millionen Euro  Miete für fünf Standorte, die Eigentum eines vom  Bankhaus Sal. Oppenheim aufgelegten Fonds sind. Quelle: Süddeutsche   Bei der Kontroverse geht es um fünf Gebäude, die  von dem Konzern für Karstadt-Warenhäuser bei  Immobilienfonds angemietet werden. Die Fonds  waren gemeinsam von der Privatbank Sal.  Oppenheim und dem Projektentwickler Josef Esch  aufgelegt worden. Die Häuser seien - noch bevor  Middelhoff zu dem Konzern kam - zu  außergewöhnlich hohen Preisen angemietet worden. Im Gegenzug sollte Esch den Konzern offenbar an  Gewinnen aus seinen Großprojekten beteiligen,  heißt es. Zu den Geschäften sei es aber nicht  gekommen. Der Vorstand habe die Ausfälle auf  rund 100 Millionen Euro beziffert. Einer juristischen  Prüfung zufolge seien die Gelder aber nicht  einzutreiben gewesen, hatte Middelhoff erklärt. Quelle: Süddeutsche Zu den Zeichnern zählen Manager- und  Unternehmerpersönlichkeiten wie Thomas Middelhoff,  Madeleine Schickedanz, der Kölner Verleger Alfred  Neven DuMont, der Bofrost-Eigentümer Josef Boquoi  oder Ex-Rewe-Chef Hans Reischl. Zuletzt hatte sich  jedoch unter Fonds-Inhabern Unmut über mangelnde  Transparenz breitgemacht. Erst vor vier Wochen  haben Anleger bei einer Gesellschafterversammlung  des MMC- Fonds, der Fernsehstudios in Köln-  Ossendorf finanziert hatte, über eine unzureichende  Informationspolitik der Geschäftsführung geklagt. Quelle: Spiegel   Mehr zu Oppenheim-Esch-Fonds DH: Sal. Oppenheim, Esch, Kölner Klüngel und die  Situation heute Wiwo: Sparkasse Köln mietete überteuert bei  Oppenheim-Esch

Oppenheim-Esch-Managementgesellschaft mbH, Josef Esch (Projektentwickler, Troisdorf)

Privatbank Sal. Oppenheim

Mittelsten-Scheidt (Vorwerk)

König (Brauerei)

Kreke (Douglas)

Thomas Middelhof Anteil < 10%)

Weitere

Staatsanwaltschaft Essen

Die Staatsanwaltschaft Essen leitet nun  Ermittlungen gegen Arcandor-Chef Karl- Gerhard Eick ein. Der Vorwurf laute  Insolvenzverschleppung, sagte  Oberstaatsanwältin Angelika Matthiesen.  Grundlage sei die Strafanzeige eines  Privatmannes. Dieser stütze seinen Vorwurf  auf Zeitungsberichte.  Quelle: FTD

Angelika Matthiesen (Oberstaatsanwältin)

Die Essener Staatsanwaltschaft prüft die Einleitung von  Untreue-Ermittlungen gegen Middelhoff. "Wir haben ein  Vorermittlungsverfahren eingeleitet und prüfen, ob es  einen Anfangsverdacht gibt“, sagte Oberstaatsanwältin  Angelika Matthiesen. Es geht um Vorwürfe im  Zusammenhang mit Immobiliengeschäften des von der  Insolvenz bedrohten Handelskonzerns. Quelle: Süddeutsche

Staatsanwaltschaft Bochum

29.8.09 Seit Mitte Juli ist die Sache auf die Bochumer Staatsanwaltschaft übergegangen. Ihr Schwerpunkt: Wirtschaftskriminalität. "Bislang ist nicht klar, weshalb die Staatsanwaltschaft ermittelt", kommentiert Middelhoff, dessen Anwalt Sven Thomas Kontakt mit der Justiz hält. Im Mittelpunkt stehen Immobiliengeschäfte rund um Arcandor - sowohl die privaten des Ex-Vorstandschefs, als auch die geschäftlichen des Konzerns. Zudem dürften neue Erkenntnisse gewonnen werden, warum der Essener Handelsriese in Middelhoffs Ära von Juni 2004 bis März 2009 in eine dramatische Schieflage kam - und gut zwei Monate nach seinem Abgang Insolvenz anmelden musste. Der Firma sei "Substanz entzogen worden", sagt Insolvenzverwalter Hubert Görg. Und: "In diesem Hause gibt es wirklich nichts, was nicht anderen Leuten gehört. Das habe ich in so großen Unternehmen noch nie erlebt."   Quelle und mehr: Süddeutsche

Management

11.07.09 Das Arcandor-Management scheint sich indessen ebenso wenig mit den Insolvenzbedingungen anzufreunden. „Dass die sich jetzt jede Dienstreise freizeichnen lassen müssen, hatten sie nicht erwartet“, sagt ein Insider. Ohnehin sollen einige Vorstände vom Insolvenzantrag ihres Chefs Karl-Gerhard Eick nicht begeistert gewesen sein. Intern heißt es: Er hätte früher einen Verkauf von Konzernteilen forcieren sollen, statt auf Staatshilfen zu setzen. Vor allem Karstadt-Vorstand Stefan Herzberg und Versandchef Marc Sommer bereitet der Antrag offensichtlich Unbehagen. Anders als Eick sind sie im Pleitefall nicht finanziell durch Schutzklauseln mit den Arcandor-Großaktionären abgesichert. Quelle: Wiwo Die Insolvenz der Karstadt-Mutter Arcandor ist nur das Ergebnis von jahrelangem Missmanagement. Rückblickend ist es erstaunlich, dass der Konzern trotz der Kette von Fehlentscheidungen seiner Chefs so lange durchgehalten hat. Jeder der führenden Köpfe in den vergangenen 27 Jahren hatte seinen Anteil am Ende. Quelle: Welt Diese Konzernchefs sorgten für die Karstadt-Pleite

Vorstand

1.9.09 Der insolvente Handelskonzern Arcandor verliert die Schlüsselfigur bei der Sanierung seiner Warenhauskette Karstadt. Während der Abgang fast aller Arcandor-Vorstände sowie des Vorsitzenden Karl-Gerhard Eick erwartet worden war, kommt der Rücktritt von Karstadt-Chef Stefan Herzberg überraschend. Quelle: FTD 30.8.09 Die Vorstandsriege des Handelskonzerns Arcandor wird wohl am Dienstag nahezu als Ganzes abtreten. Grund ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Von sieben Mitgliedern werden dann wohl nur noch die für Karstadt und die Versandhandelsgruppe Primondo zuständigen Vorstände Stefan Herzberg und Marc Sommer übrig bleiben. Alle weiteren Vorstandsmitglieder müssen nach FTD-Informationen damit rechnen, dass ihnen in Gesprächen mit den Insolvenzverwaltern um Klaus Hubert Görg der schnelle Rückzug nahegelegt wird. Quelle: FTD 28.8.09 Konzernkreise rechnen damit, dass mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Vorstandschef Karl-Gerhard Eick abdankt, da es für ihn kaum noch Aufgaben gibt. Auch die übrigen Vorstände, sofern sie nicht noch für die Führung der Konzerntöchter benötigt werden, dürften Arcandor verlassen.     Quelle und mehr: Handelsblatt

Karl-Gerhard Eick

Stefan Herzberg

Marc Sommer

4 weitere Mitglieder

Berater

Horst Piepenburg

Roland Berger

Wilmer Hale (Kanzlei)

weitere Kanzlei?

PwC (Wirtschaftsprüfer)?

Investmentbanken, Merrill Lynch (Verkauf Karstadt), Bankhaus Metzler (Verkauf Primondo), Nomura?, HSBC?, UBS (Thomas Cook), Dresdner, RBS

Aufsichtsrat

Friedrich Carl Janssen (Vorsitzender)

Dr. Manfred Balz (Vorstand Telekom)

Weitere

vorläufiger Insolvenzverwalter

24.8.09 Arcandors Anteilseigner - darunter Großaktionäre wie Madeleine Schickedanz und die Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim - werden bei der Verwertung des insolventen Konzerns mit ziemlicher Sicherheit leer ausgehen. Das kündigte Rolf Weidmann, Partner der mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung beauftragten Kanzlei Görg, gegenüber dem Handelsblatt an. Die Aktionäre des Konzerns seien im beantragten Insolvenzverfahren nur "nachrangige Gläubiger", sagte Weidmann, der den Fall Arcandor innerhalb der Kanzlei Görg operativ bearbeitet. Zu holen sei für sie nur noch dann etwas, wenn bei der Verwertung des Konzerns 100 Prozent der Gläubigerforderungen befriedigt würden und darüber hinaus Eigenkapital übrig bliebe. "Dazu müsste schon ein Wunder geschehen", hieß es in Konzernkreisen. Quelle und mehr Handelsblatt 11.6.09 Auch sonst mehren sich die  skeptischen Stimmen zu einer  schnellen Fusion. Das bisherige  Karstadt-Management, das kaum  noch handlungsfähig ist, sieht  vorläufig keine Basis für weitere  Gespräche mit der Metro.  Insolvenzverwalter Klaus Hubert  Görg will sich seinerseits zunächst  auf die „Stabilisierung des  Geschäftsbetriebs“ bei dem  Kaufhauskonzern konzentrieren, vor  allem auf die Liquiditätsplanung. Quelle: Handelsblatt 9.6.09 Arcandor will die Sanierung in  einem  sogenannten  Insolvenzplanverfahren in  Eigenregie umsetzen, wie  Insolvenzexperte  Horst Piepenburg  sagte, der zum  Generalbevollmächtigten ernannt  wurde. In  dem „größten  Insolvenzverfahren  Deutschlands“  gehe es um den Erhalt der  Arbeitsplätze und des Konzerns. Quelle: Focus Zum vorläufigen Insolvenzverwalter  hatte das  Essener Amtsgericht  zuvor den Kölner  Rechtsanwalt  Klaus Hubert Görg ernannt.  Eick  zeigte sich überzeugt, dass die  Umsetzung des  Restrukturierungsplans nun  unter  Zuhilfenahme des Insolvenzrechts  sogar beschleunigt werden könne. Quelle: Handelsblatt Der Insolvenzverwalter kann etwa  Verträge  mit  Lieferanten schneller  und einfacher  kündigen,  um  günstigere Vereinbarungen  zu  erreichen. Quelle: FTD

Klaus Hubert Görg (Rechtsanwalt, Köln), Rolf Weidmann

20 unterstützende Anwälte

Kaufinteressenten

27.6.09 Welt: Für Karstadt gibt es bereits 15 Interessenten: Die Zahl der Interessenten für die Filialen der insolventen Warenhauskette Karstadt ist weiter angestiegen: Nach Informationen der "Welt am Sonntag" aus Unternehmenskreisen haben bereits 15 potenzielle Investoren beim Konzernvorstand ihr Interesse an einzelnen Karstadt-Häusern bekundet. 22.6.09 FTD: Investoren rangeln um Karstadt:Erste Unternehmen bringen sich im Bieterrennen um die Kaufhauskette in Stellung: Neben Metro interessiert sich ein Betreiber von Shoppingcentren für einige Warenhäuser, auch eine Hamburger Immobilienfirma bringt sich ins Spiel.

Borletti (Warenhaus Italien)

10.6.09 Als Interessent wird dabei der italienische  Warenhaus-Unternehmer Maurizio Borletti  genannt, der von einem nicht genannten  Finanzinvestor unterstützt werden soll.  Borletti sagte dem Handelsblatt: "Es laufen  derzeit Diskussionen, an denen wir uns  beteiligt haben. Aber angesichts der  delikaten Lage ziehe ich es vor, nicht zu  kommentieren." Den Kontakt zu Borletti soll   dem Metro-Chef Goldman-Sachs-  Deutschlandchef Alexander Dibelius  vermittelt haben. Eine Goldman-Sprecherin  sagte, ihr sei davon nichts bekannt. Seit langem träumt Borletti von einem  europaweiten Warenhaus-Konzern. 2005  kaufte er die italienische Warenhauskette  Rinascente zurück, die sein Urgroßvater  gegründet hatte, die aber zwischenzeitlich  in fremde Hände geraten war. Seine  Mitstreiter in Italien sind ebenfalls Pirelli Re,  Rreef und die Investmentgesellschaft  Investitori Associati. Ein Jahr später folgte  der Einstieg bei der französischen  Warenhauskette Printemps. Auch hier hält  Borletti selbst nur eine  Minderheitsbeteiligung. Quelle: Handelsblatt

Metro (Kaufinteressent)

21.6.09 Metro-Chef Eckhard Cordes macht bei der geplanten Übernahme der Karstadt-Filialen durch die Metro-Kette Kaufhof weiter Druck. Um seine Verhandlungs zu stärken, betonte er am Samstag, er wolle die Übernahme "nicht um jeden Preis". Gleichzeitig mahnte er zur Eile, sonst würden die Probleme noch zunehmen. Quelle: Handelsblatt 17.6.09 Metro-Chef macht Druck in Sachen Fusion´: Die insolvente Arcandor AG ist vom potenziellen Übernahmekandidat, der Metro, stark unter Druck gesetzt worden. Laut Metro-Chef Cordes habe Arcandor bislang keine ernsthafte Gesprächbereitschaft signalisiert. Quelle: Focus 11.6.09 "Wir werden natürlich die  Gespräche mit der Metro  weiterführen, ob diese so oft  diskutierte Deutsche Warenhaus  AG eine Zukunft ist", sagte  Vorstandschef Karl-Gerhard Eick  am Donnerstag bei der ZDF- Sendung "Johannes B. Kerner" in  Hamburg. Der Handelskonzern solle  aber erst einmal als Ganzes  erhalten bleiben. Quelle: Handelsblatt   10.6.09 Unterdessen stellt der Touristik-  und Handelskonzern die Pläne für  eine Fusion der Warenhausketten  Kaufhof und Karstadt grundsätzlich  infrage. „Die Gespräch mit der  Metro sind erst einmal auf Eis  gelegt“, sagte Arcandor-Sprecher  Gerd Koslowski am Mittwoch.  Metro-Chef Eckhard Cordes stellte  Arcandor unterdessen einen „fairen  Kaufpreis“ in Aussicht. „Die Karten  sind gestern komplett neu gemischt   worden“, sagte der Arcandor-  Sprecher. Der Konzern stehe nicht  mehr unter dem Druck, innerhalb  weniger Tage eine Lösung zu  finden. Der Insolvenzverwalter werde   nun unter Berücksichtigung der  Gläubiger- und der  Arbeitnehmerinteressen alle  Optionen neu überprüfen.   Quelle: FAZ 10.6.09 Auch bei Metro gab man sich zu  einer  möglichen Übernahme der  geplanten  Deutschen Warenhaus  AG durch den  Italiener bedeckt.  "Uns liegt dazu nichts  vor", sagte  ein Sprecher. Er bestätigte  aber,  dass Metro die Warenhäuser  zunächst einer ein- bis zweijährigen   Restrukturierung unterziehen wolle,   um  sie dann mehrheitlich  abzugeben. Dabei  sei auch der  Börsengang eine Option. Quelle: Handelsblatt Letzte Hoffnung für Arcandor sind  nun die  Verhandlungen mit dem  Konkurrenten  Metro über einen  Zusammenschluss zu  einer  Deutschen Warenhaus AG. Im ZDF   "heute-journal" sagte Metro-Chef  Eckhard  Cordes, nach der  geplanten  Fusion von  Karstadt und   Kaufhof sollen  von den dann  insgesamt gut 200  Warenhäusern  etwa  160 erhalten  bleiben. Wie  das  Handelsblatt aus  Kreisen  zweier  beteiligter  Investmentbanken erfuhr, prüft  Cordes  bereits den Weiterverkauf  dieser  Warenhaus AG an einen  ausländischen  Käufer. Quelle: Handelsblatt 9.6.09 Die Verhandlungen mit der Kaufhof-  Mutter  Metro über einen  Zusammenschluss der  beiden  Kaufhaus-  Ketten sind von dem  Antrag auf  Gläubigerschutz  zunächst nicht  betroffen. „Diese  Pläne sind von der  jetzigen  Entwicklung unabhängig“, sagte  ein Metro- Sprecher. „Wir hoffen –  wenn  die Lage es  zulässt –, dass  wir die  Gespräche nächste  Woche   wieder  aufnehmen können.  Wichtig  für diesen  Prozess ist  daher, dass  wir sehr  schnell  die  notwendigen  Informationen und  Daten erhalten,  um unser Angebot  rasch  konkretisieren zu können.“ Quelle: Focus Der Düsseldorfer Konkurrent Metro  kündigte  an, er sei weiterhin an der   Gründung einer  Deutschen  Warenhaus  AG aus seinen  Kaufhof- Filialen mit  Karstadt  interessiert.  Mit allen  Beteiligten  sollten die Gespräche  dazu  geführt werden, teilte Metro nach  Bekanntwerden des  Insolvenzantrages  des  Mitbewerbers mit. Quelle: FTD Entsprechend überraschte  es  wenig,  dass  Metro  gestern Abend   erklärte, das  Angebot bleibe "auch   im  Falle der  Ablehnung eines  staatlichen Notkredits  und  der  möglicherweise daraus  entstehenden  Folgen für  das  operative  Geschäft  bestehen". Mindestens 300 Mio. Euro  Einsparpotenzial bringe es  Metro,  wenn  der  Konzern  seine  Warenhauskette mit  Karstadt  verschmelze, haben die  Handelsexperten  der  Commerzbank  ausgerechnet. Der  Börsenkurs des Dax-  Konzerns  legte gestern um  0,8 Prozent  zu. Quelle: Handelsblatt 8.6.09 Die Metro-Tochter Kaufhof  hat  Interesse  an  Karstadt  angemeldet, sie würde im  Insolvenzfall aber nur einen  Teil des   Filialnetzes  übernehmen. Schon  bei  einer  Fusion würden 40 bis  50   Standorte  wegfallen. Bei  einem  Kauf  aus der  Insolvenz heraus  könnte die  Zahl noch  deutlich  steigen.  Vor allem  Doppelstandorte  und  Verlustbringer  würden  wohl  wegfallen. In 33 Städten sind beide  Warenhausunternehmen mit  mindestens  einer Filiale  vertreten.  Auch für die  Versandsparte –  insbesondere die  Spezialversender  –  gibt es  Interessenten.  So hat  die  Hamburger  Otto- Gruppe  bereits Kaufbereitschaft  signalisiert. Quelle: Wiwo

Eckhard Cordes (Leiter)

Kaufhof (Tochter)

Otto Versand

9.6.09 Auch der Hamburger  Versandriese Otto hat sich  längst entsprechend in  Position gebracht. Um die  eigene Fachhandelskette  Sportscheck zu ergänzen,  liebäugelt das  Familienunternehmen mit  den 29 Standorten von  Karstadt-Sports. Selbst an Arcandors  Versandsparte, der Ex-Chef  Thomas Middelhoff den  wohlklingenden Namen  Primondo verpasste, lockt  die Hamburger einiges. Am  verlustreichen  Deutschlandgeschäft des  Arcandor-Versenders,  Quelle, sei man zwar nicht  interessiert.  Spezialversender wie Baby-  Walz oder Hess-Natur  könne man sich aber gut im  eigenen Konzern-Portfolio  vorstellen, berichten  Firmenkreisen. Quelle: Handelsblatt 6.6.09 Sollte es eine  privatwirtschaftliche Lösung  bei Arcandor  geben, so  wäre die Otto Group sicher  Teil dieser Lösung,  sagte  ein Konzernsprecher. Otto sei insbesondere an  den Sportfilialen der  Karstadt- Gruppe  interessiert, erfuhr das Blatt  aus Konzernkreisen.  Sollte  es zu einer Herauslösung  der Sporthäuser  kommen,  wäre dies eine gute  Ergänzung zu den  SportScheck-Filialen, hieß  es. Quelle: Süddeutsche 

Rewe

9.6.09 Für die anderen Häuser brachte sich am  Vormittag der Kölner Handelskonzern Rewe  ins Gespräch. „Wir können uns gut vorstellen,  zusammen mit anderen Anbietern wie dm oder  Deichmann in ein Karstadt-Haus zu gehen“,  sagte Rewe-Boss Alain Caparros. „So könnten  wir eine Attraktivität für die Innenstadt  schaffen, die Karstadt nicht gebracht hat.“ Bei  dieser Lösung, die eher an ein Shopping- Center mit verschiedenen Läden als an ein  klassisches Kaufhaus erinnert, dürfte Karstadt  dann aber keine Rolle mehr spielen.  Quelle: Focus Profitieren könnte von dieser  Situation der  Kölner Rewe-  Konzern. Der  Lebensmittelhändler, der mit  Veranstaltermarken wie Atlas-  Reisen und  Tjaereborg  gleichzeitig die Nummer drei  im  deutschen Touristikgeschäft  ist, wurde bereits  bei Arcandor-  Chef Karl-Gerhard Eick  entsprechend vorstellig. Mit der Übernahme von  Thomas Cook kämen  die  Kölner Europas Marktführer Tui  dicht auf  die Fersen. Zudem  lockt Rewe ein  gemeinsamer  Cash-Pool mit dem  Reisekonzern. Mit den  Anzahlungen aus dem  Reisegeschäft ließen sich  Rewes  Wareneinkäufe vor dem  Weihnachtsgeschäft  finanzieren. Auf teure  Bankkredite könnte  Rewe-Chef  Alain Caparros in dieser Zeit  dann  weitgehend verzichten. Quelle: Handelsblatt

potentielle Investoren

Mediobanca (italienische Investmentbank)

Mfi-Gruppe

22.6.09 "Grundsätzlich sind wir an einigen Karstadt-Standorten interessiert und werden dafür bieten", sagte ein Sprecher. Eine konkrete Zahl wollte er ebenso wenig nennen wie eventuell interessante Städte. Sobald das Arcandor-Insolvenzverfahren am 1. September eröffnet sei, werde die Gruppe sich um eine Übernahme bemühen. Mfi ist auf die Entwicklung und den Betrieb innerstädtischer Einkaufszentren spezialisiert und hat derzeit 25 Objekte im Portfolio, darunter etwa die Wilmersdorfer Arcaden in Berlin oder die Riem-Arcaden in München. Quelle: FTD Die Metro hat einen ernsthaften Rivalen im Rennen um die besten Karstadt- Filialen erhalten. Die Mfi-Gruppe will nach Informationen des Handelsblatts 20 Häuser kaufen. Sobald das Insolvenzverfahren startet, will sich Mfi um die Filialen bemühen. Die Karstadt-Häuser sind heiß begehrt. Quelle: Handelsblatt

Deutsche Euroshop

22.6.09 Das Immobilienunternehmen Deutsche Euroshop zeigte ebenfalls Interesse an zwei Karstadt-Häusern. Ein Sprecher des auf Beteiligungen an Einkaufszentren spezialisierten Hamburger Unternehmens nannte das Rhein-Neckar-Zentrum sowie das Einkaufszentrum in Dessau, an denen Euroshop jeweils die Mehrheit hält und in denen Karstadt-Warenhäuser sind. Quelle: FTD

Cerberus (Finanzinvestor)

10.8.09 Außerdem ist nach unbestätigten Informationen noch mindestens eine weitere Investorengruppe in Gesprächen. Der Finanzinvestor Cerberus ist zumindest von einem Einstieg beim Gesamtkonzern abgerückt. Cerberus war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Arcandor und die Insolvenzverwaltung wollten sich nicht äußern. Der Konzern teilte nur mit, Eick sei bemüht, "bis in die zweite Augusthälfte hinein Investoren für den Arcandor-Konzern zu gewinnen."   Quelle: FTD

Mitarbeiter (50.000 Konzern)

16.8.2009 Arcandor-Mitarbeiter müssen auf Gehalt warten: Schock für die Arcandor-Mitarbeiter: Der Pleite-Konzern kann in diesem Monat keine Gehälter zahlen. Das Unternehmen sei weitgehend frei von Vermögen, sagte der Insolvenzverwalter WELT ONLINE. Immerhin sollen die Zahlungen nachgeholt werden. Ein Stellenabbau ist aber unvermeidlich. „Das Augustgehalt wird sich leider aus abrechnungstechnischen Gründen um ein paar Tage in den September hinein verzögern“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg WELT ONLINE. Details nannte er nicht. Die anschließenden Zahlungen für den Monat September könne er zwar nicht garantieren, aber „zusichern“, so Jurist Görg. In den beiden Monaten zuvor seien „über 99 Prozent der Mitarbeiter“ rechtzeitig bezahlt worden. Für Juni, Juli und August kommt das Geld für die Mitarbeiter von Karstadt und Quelle aus dem Insolvenztopf der Bundesanstalt für Arbeit. Quelle und mehr: Welt 9.6.09 Was Angestellte fürchten müssen Wenn ein Unternehmen Insolvenz anmeldet,  muss die Belegschaft schnell reagieren. Die  wichtigsten Informationen für den Ernstfall. Mehr dazu Focus Bei den Beschäftigten sorgten die schlechten  Nachrichten für Entsetzen. Ein Arcandor-  Betriebsrat berichtete: „Die Mitarbeiter sind am  Boden zerstört und sitzen wie gelähmt an  ihren Arbeitsplätzen. Wir können nicht  glauben, dass es wirklich zu Ende geht.“ „Das  ist durchgegangen wie eine Explosion“, sagt  Betriebsrätin Gabriele Schuster. „Die  Stimmung ist grausam, die Mitarbeiter  weinen.“ Jetzt würden bei der Sanierung sicher  viele Stellen gestrichen, fürchtet sie. Quelle: Handelsblatt

Betriebsrat

Hellmut Patzelt (Betriebsratschef Arcandor)

Gabriele Schuster (Gesamtbetriebsrätin)

Ernst Sindel (Betriebsrat Quelle)

betriebliche Altervorsorge

Die Mitarbeiter der insolventen Karstadt- Mutter Arcandor bangen nicht nur um ihre  Arbeitsplätze. Auch ihre betriebliche  Altersvorsorge scheint alles andere als  gesichert zu sein. Quelle und mehr: Focus

Pensionsfonds

Insolvenzfachmann (als Berater

18.7.09 Derweil unternehmen die Beschäftigten von Arcandor offenbar eigene Bemühungen, den Konzern zu retten. Sie haben einen Insolvenzfachmann als Berater verpflichtet. Eine entsprechende Entscheidung sei bereits vor dem Rückzug Piepenburgs gefallen, berichtete der "Focus". Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Hellmut Patzelt, sagte, dieser Schritt wende sich "nicht gegen den vorläufigen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und sein Team". Vielmehr nutze man in der schwierigen Lage nur die gesetzlichen Möglichkeiten aus. Quelle: Spiegel Online

Land NRW

Roswitha Müller-Piepenkötter (Justizministerin)

Zypries bat ihre nordrhein-westfälische Ressortkollegin  Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU), ein  Ermittlungsverfahren gegen Middelhoff zu prüfen. Es  geht um überhöhte Mieten für Karstadt-Immobilien.  Sie gehören einem Immobilienfonds, der von der  Privatbank Sal. Oppenheim und dem  Projektentwickler Josef Esch aufgelegt worden war.  Am Fonds beteiligt sind Middelhoff und seine Frau.  Das Ehepaar hatte die Anteile gezeichnet, bevor  Middelhoff 2004 zu KarstadtQuelle kam.  Abgeschlossen hatte den Vertrag einer von  Middelhoffs Vorgängern, Wolfgang Urban. Quelle Welt

Kartellamt

11.6.09 Das Kartellamt wird eine Verbindung  von Karstadt und Kaufhof genau unter  die Lupe nehmen. Über die  Einschätzung von Metro-Chef Eckhard  Cordes, es gebe bei diesem Deal  "keine kartellrechtlichen Bedenken",  wundert man sich in Bonn. Quelle und mehr: Handelsblatt Bei Karstadt schaltet sich  überraschend das Kartellamt ein: Ein  Zusammenschluss mit Kaufhof stelle  „aller Voraussicht nach ein  anmeldepflichtiges Verfahren dar“,  sagte ein Sprecher des  Bundeskartellamts. Die geplante  Fusion mache „eine eingehende  wettbewerbsrechtliche Prüfung  notwendig“, die voraussichtlich vier  Monate dauern könne. Da es bei der  Fusion um ein Umsatzvolumen von  mehr als fünf Milliarden Euro gehe,  müsse auch die Brüsseler  Wettbewerbskommission entscheiden.  Dies sei Vertretern der Metro bereits  vor zwei Wochen in Bonn bei  Sondierungsgesprächen mitgeteilt  worden. Quelle: Handelsblatt

Gläubiger/Bankenkonsortium

12.8.09 Aus Furcht, die Thomas-Cook-Dividende an den Insolvenzverwalter zu verlieren, übernahm die BayernLB auch diese Aktien nun am Mittwoch – dem letzten möglichen Termin – treuhänderisch. Die Entscheidung für oder gegen den Verkauf im Gesamtpaket liege aber weiterhin bei den Anleihegläubigern, hieß es in Bankenkreisen. Dass sie einem Paketverkauf zustimmen, wird immer unwahrscheinlicher, wie aus einem Antrag ihres Hauptvertreters JP Morgan hervorgeht. Auch von anderen Gläubigern erfuhr das Handelsblatt, statt eines Komplettverkaufs würden die Bondholder die Papiere lieber ins eigene Depot überstellt bekommen. Der erhoffte Paketzuschlag sei schließlich eher unsicher. Manche von ihnen dürften zudem auf ein noch höheres Übernahmeangebot hoffen. Das würde fällig, sobald ein neuer Investor mindestens 30 Prozent an Thomas Cook übernimmt. Interessenten wie der Kölner Rewe-Konzern hatten durchblicken lassen, dass sie bei einer Übernahme mit dem Touristikunternehmen einen gemeinsamen Finanztopf (Cash-Pool) bilden würden. Dazu aber müssten sie mindestens 75 Prozent an Thomas Cook erwerben – was den Aktienpreis deutlich nach oben triebe. Quelle und mehr: Handelsblatt 18.7.09 Der vorläufige Gläubigerausschuss habe sich in seiner konstituierenden Sitzung am Freitag mit der Frage einer Einzelverwertung befasst, bestätigte der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg am Samstag auf Anfrage. Ob dabei bereits ein Auftrag erteilt worden sei, wollte der Sprecher nicht sagen. Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski wies darauf hin, dass der Vorstand weiterhin bemüht sei, bis Mitte August einen Investor für Arcandor zu finden. Quelle: Handelsblatt 18.7.09 Am 15. August trifft sich nach Informationen des SPIEGEL der Gläubigerausschuss von Arcandor zur wohl entscheidenden Sitzung, um über die Zukunft des Essener Konzerns zu beraten. Quelle: Spiegel Online 9.6.09 Gewinner der Pleite könnten die  Kreditbanken von Arcandor sein, die nun  an das Tafelsilber erhalten. Entsprechend   zuversichtlich gibt man sich. „Wir sind  ausreichend besichert und erwarten  keine hohen Belastungen aus dieser  Situation", sagte ein Sprecher der  BayernLB, die neben der Commerzbank  und der Royal Bank of Scotland zu den  größten Kreditgebern des  Handelskonzerns gehört. Die Banken  haben Arcandor zwar Kredite in  Milliardenhöhe gewährt, die nun nicht  mehr bedient werden dürften. Als Sicherheiten für diese Darlehen hat  das Unternehmen jedoch dem  Vernehmen nach weite Teile seines 53-  Prozent-Anteils am Reiseveranstalter  Thomas Cook verpfändet. Die Tochter ist  selbst nicht insolvent, die Anteile seien  also nach wie vor werthaltig, betont ein  Banker. Durch einen Verkauf der Aktien  könnten die Banken ihre Forderungen  ausgleichen. Quelle: Welt 8.6.09 Auch die Gläubigerbanken sind Kreisen  zufolge bei einer  Rettung des  angeschlagenen Touristik-und  Handelskonzerns Arcandor zu  Zugeständnissen bereit.  Die Institute  hätten grundsätzlich Forderungen des  Bundes akzeptiert, sechs Monate auf  Zinszahlungen des  Unternehmens zu  verzichten, wenn der Bund den von  Arcandor beantragten Notkredit bewillige,   erfuhr die  Nachrichtenagentur Reuters  von mehreren Personen aus  Verhandlungskreisen. Auch die Banken,  die ein  kleineres Engagement bei  Arcandor hätten, seien  inzwischen zu  diesem Schritt bereit. Am kommenden Freitag läuft eine  Kreditlinie über 650  Mio. Euro aus.  Spätestens bis dahin muss ein  Rettungskonzept stehen. Quelle: Handelsblatt Alle drei verlangen ein  Sanierungskonzept für die  defizitären  Karstadt-Warenhäuser und den Quelle-  Versandhandel sowie eine Absicherung  der Kredite  durch den Staat. Quelle: Spiegel Online 3.6.09 Kreditgebende Banken hoffen auf  Staatsbürgschaft Trotz anderslautender Stimmen aus der  Politik in Berlin glauben in Frankfurt die  meisten Beteiligten, dass Arcandor die  staatliche Unterstützung doch noch  erhalten wird. Ihr Hauptargument: Nur  wenige Monate vor der Bundestagswahl  geht es um immerhin 53.000  Arbeitsplätze. Ein Konkurs sei deshalb  nur schwer vorstellbar. „Dass die  Gespräche mit dem Bund weiterlaufen,  ist ein gutes Zeichen“, heißt es im  Umfeld der kreditgebenden Banken. Quelle: Wiwo  

Commerzbank

BayernLB

6.8.09 Die BayernLB habe "die als Sicherheit für die Schuldverschreibungen hinterlegten rund acht Prozent der Thomas Cook Aktien auf sich umschreiben lassen". Damit entstehe eine Situation, die das geplante Treffen mit den Anleihegläubigern "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht als sinnvoll erscheinen lasse. Die BayernLB fungiert als sogenannter Security Agent der Gläubiger. Quelle: Handelsblatt

Royal Bank of Scotland

30.7.09 Am wahrscheinlichsten sei derzeit eine Veräußerung der Aktien am Markt oder ein außerbörslicher Verkauf oder eine Kombination beider Maßnahmen, teilte die Royal Bank of Scotland (RBS) am Donnerstag mit. Quelle: Handelsblatt 6.6.09 Der 650 Millionen-Euro-Kredit wurde von einem  Bankenkonsortium um die Commerzbank, die BayernLB  und die Royal Bank of Scotland bereit gestellt. Daneben  sind aber weitere Banken beteiligt. Die drei Großbanken wären im Fall von  Staatsbürgschaften wohl bereit, die Kredite zu  verlängern. Doch kleinere Kreditinstitute, die involviert  sind und auf die insgesamt rund 100 Millionen Euro  entfallen, sträuben sich, heißt es in Finanzkreisen.  Federführend hinter dem Protest soll die DZ Bank sein,  die mit 40 Millionen Euro gerade steht und offenbar auch  im Bürgschaftsfall kein Geld geben will. Quelle: Wiwo

weitere

Berater

KPMG

Sal. Oppenheim

9.6.09 Arcandor ist bei der Bank Sal. Oppenheim mit  rund 20 Mio. Euro verschuldet, zudem bestehe  ein Kredit an die Thomas Cook AG, an der  Arcandor 52 Prozent hält, über 25 Mio. Euro.  Darüber hinaus stellte Sal. Oppenheim  Madeleine Schickedanz ein Darlehen im  niedrigen dreistelligen Millionenbereich zur  Verfügung. Quelle: Handelsblatt 8.6.09 Sal. Oppenheim will zudem  einen Kredit  bereitstellen.  Quelle: Focus

Ashurst (Anwaltskanzlei, die Gläubiger vertritt)

12.8.09 Die Londoner Anwaltskanzlei Ashurst, die einen Großteil der Anleihegläubiger vertritt, wollte dies nicht kommentieren. „Wir haben aber keinen Zweifel“, sagte Rechtsanwalt David von Saucken, „dass die Bayern LB im Interesse der Anleihegläubiger handelt.“     Quelle und mehr: Handelsblatt

Zulieferer/ Geschäftspartner

11.6.09 Große Hersteller wie der  Sportartikelkonzern Adidas haben  nach eigenen Angaben schon vor  Wochen die Belieferung eingestellt.  Auch der chinesische  Handelspartner Li & Fung, der  knapp ein Fünftel des gesamten  Wareneinkaufs von Karstadt und  Quelle abwickelt, liefert inzwischen  nicht mehr. Quelle: Handelsblatt 10.6.09 Angesichts kurzfristig fälliger  Darlehen in  Höhe von 710 Millionen  Euro drohe zum 12.  Juni die  Zahlungsunfähigkeit. Quelle: FAZ 9.6.09 Eine Arcandor-Pleite könnte  weitere  Insolvenzen von  Lieferanten nach sich  ziehen,  hat  Karstadt-Chef Stefan  Herzberg  gewarnt. Doch so  dramatisch wird  es kaum  kommen: Trotz eines  Umsatzvolumens von  4,2  Milliarden Euro ist Karstadt für  die  deutsche Zuliefer-Industrie  kaum  systemrelevant. Quelle und mehr: Handelsblatt 28.5.09 Außerdem hätten Vermieter,  Zulieferer und  andere  Partner  Hilfen von rund 250 Mio.  Euro  zugesagt.  Allerdings, so Eick:  Voraussetzung sei freilich,  dass  die  Bundesregierung nun  endlich  handelt und  die  Staatshilfen  freigibt. Quelle: Handelsblatt

Kreditversicherungen

Bisher ist unklar, wann die  Warenkreditversicherer wieder  Ausfallbürgschaften für die Lieferanten  von Karstadt stellen.  Quelle: Handelsblatt

Brinkmann GmbH (Bugatti)

9.6.09 "Eine Insolvenz von Karstadt  hätte keine dramatischen  Auswirkungen", sagte gestern  Klaus Brinkmann, Präsident  des Modeverbands German  Fashion. Dabei wäre  Brinkmann von einer Pleite  selbst betroffen: Sein Herforder  Modeunternehmen beliefert  den Essener Handelskonzern  unter anderem mit der Marke  "Bugatti". Quelle: Handelsblatt

Weitere

9.6.09 In Deutschland seien lediglich  fünf Modehersteller bekannt,  die sehr stark angewiesen sind  auf Karstadt - und denen damit  möglicherweise selbst eine  Insolvenz droht. Namen nennt  German Fashion nicht. Zu  Arcandors größten Lieferanten  zählen laut einem Gutachten  der Wirtschaftsprüfungsfirma  PwC die Herstellerfirmen  Esprit, Adidas, S. Oliver,  Falke, Siemens, Miele, WMF,  Playmobil, Bauknecht, Puma  und Schiesser. Die meisten  von ihnen aber dürften wegen  ihrer eigenen Größe von dem  in Schieflage geratenen  Handelskonzern keinesfalls  abhängig sein. Und selbst die Insolvenz von  fünf Modeherstellern wäre für  die deutsche Branche, die gut  285 Herstellerfirmen zählt,  kaum eine unerwartete  Erschütterung. Allein im ersten  Quartal des laufenden Jahres,  hielt die Verbandsstatistik fest,  verabschiedeten sich 16  deutsche Modefirmen vom  Markt - und damit so viele wie  2007 und 2008 zusammen. Quelle und mehr: Handelsblatt

Bertelsmann

Die Insolvenz von Arcandor und des Fürther  Versandhändlers Quelle belastet auch  Bertelsmann schwer (mehr dazu im Blog  „Mediawatcher“). Europas größten  Medienkonzern droht der Verlust von  Druckaufträgen in zweistelliger  Millionenhöhe. Kurzarbeit steht in der  Nürnberger Tiefdruckerei der Bertelsmann- Tochter Prinovis offenbar unmittelbar bevor.  Das berichtet ein langjähriger  Unternehmensinsider in Nürnberg. Ein  Prinovis-Sprecher sagt auf Anfrage nur,  dass sich der Umsatzanteil der Quelle- bzw.  Primondo-Aufträgeam Gesamtumsatz des  Tiefdruckkonzerns im „kleinen einstelligen  Prozentbereich“ bewege. Genauere  Angaben machte er nicht. Quelle: Handelsblatt

DHL

13.8.09 Die Probleme von Arcandor führen aber auch bei anderen Unternehmen zu Stellenstreichungen: Die Deutsche Post als größter Logistikpartner von Arcandor ist auch direkt betroffen. Die Post-Tochter DHL wickelt einen Großteil der Lagerhaltung und des Warentransports für Karstadt und Quelle ab. „Wir sind besorgt um die Zukunft unserer Mitarbeiter“, sagte DHL- Sprecher Claus Korfmacher. Rund 3 000 DHL-Beschäftigte arbeiten in der Logistik direkt für Arcandor. Die Insolvenz von Arcandor hat sich bereits negativ in der Halbjahresbilanz der Post niedergeschlagen. Der Schaden belief sich auf rund 40 Mio. Euro. Die Post hatte vor vier Jahren die Transportlogistik von KarstadtQuelle (jetzt Arcandor) übernommen.     Quelle: Handelsblatt 9.6.09 Die Arcandor-Pleite schlägt Wellen: Die  Deutsche-Post-Tochter DHL wickelt den  Transport für Karstadt und Quelle ab – nach  Informationen von WELT ONLINE geht es  um einen Milliarden-Auftrag. Tausende  Arbeitsplätze sind unmittelbar bedroht.  Deswegen will sich DHL wohl an einer  möglichen Arcandor-Rettung beteiligen. Manager von DHL sind deshalb auch an den  Verhandlungen um die Zukunft von Arcandor  beteiligt. Das Angebot von DHL, sich durch  Vertragsveränderungen an der Rettung von  Arcandor zu beteiligen, soll allerdings  lediglich ein minimales Entgegenkommen  darstellen. Die Rede ist von 30 Mio. Euro.  Eine Bestätigung dafür von der Post gibt es  allerdings nicht. Ein Sprecher sagte  lediglich, dass der Konzern dies nicht  kommentieren wolle. Quelle und mehr: Welt

Bundesagentur für Arbeit wg. Insolvenzgeld

Merkblatt unterrichtet Sie über die  Voraussetzungen für die Gewährung von Insolvenzgeld. Unterlage hier von Arbeitsagentur 1.9.2009 Mit der Eröffnung der am 9. Juni beantragten Insolvenz fällt das Insolvenzgeld weg, das drei Monate lang von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurde. Quelle und mehr: Handelsblatt

EU-Kommission

In der EU-Wettbewerbskommission in Brüssel fällt eine  Vorentscheidung. Der Konzern sei „nicht  förderungswürdig“, weil er schon vor der Finanzkrise in  Schwierigkeiten gesteckt habe. Das Veto aus Brüssel  schränkt die Möglichkeiten für den  Bürgschaftsausschuss drastisch ein. Ist das das Aus für  Karstadt und Quelle? Quelle: Wiwo

José Manuel Barroso (Kommissionspräsident)

Günther Verheugen (Industriekommissar)

Neelie Kroes (Wettbewerbskommissarin)

Die kartellrechtliche Prüfung der  Deutschen Warenhaus AG würde sich  auch deshalb in die Länge ziehen, weil  zunächst nicht die deutsche  Wettbewerbsaufsicht zuständig ist,  sondern die Generaldirektion  Wettbewerb in Brüssel. Grund: die  beiden Unternehmen vereinen bei einer  Fusion mehr als fünf Mrd. Euro  Umsatz. Da allerdings der  wettberbsrechtliche Schwerpunkt in  einem einzigen Mitgliedstaat, nämlich  in Deutschland, liegt, kann die  Bundesregierung bei der EU einen  Verweisungsantrag stellen. Quelle: Handelsblatt

EU-Wettbewerbsaufsicht

Peter Hintze (mögl. Industriekommissar)

Tochterunternehmen

1.9.09 Vom Insolvenzverfahren unberührt sind die Reisetochter Thomas Cook und die Spezialversender der Primondo-Gruppe. Zum Insolvenzverwalter der wesentlichen Unternehmensteile sei Klaus Hubert Görg bestellt worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Görg war bereits vorläufiger Insolvenzverwalter der Arcandor-Gesellschaften. Quelle und mehr: Handelsblatt 16.8.2009 Görg hatte in der vergangenen Woche tiefe Einschnitte in den Konzern wie den Abbau von 3700 Jobs bei Quelle und die Schließung von bis zu 19 Warenhäusern angekündigt. Wie groß der daraus resultierende Stellenabbau bei Karstadt werde, „kann man noch nicht sagen. Je weiter wir die Kosten senken können, desto weniger Häuser müssen wir schließen, und es gehen weniger Jobs verloren“, sagte er. Quelle und mehr: Welt 24.6.09 FTD:  Was aus den Arcandor-Töchtern wird: Nach der Insolvenz des Handels- und Touristikkonzerns ist das Bieterrennen um die Arcandor-Gesellschaften in vollem Gange. Um einige reißen sich Investoren, manche können nur noch auf staatliche Hilfe hoffen. FTD.de zeigt, wer gut ankommt - und wer nicht. 17.6.09 Weitere 15 Arcandor-Töchter sind insolvent: Es ist erneut ein schlimmer Tag für Arcandor: Zunächst verkaufte Großaktionär Sal. Oppenheim Anteile an Arcandor. Und dann muss das Handels- und Touristikunternehmen für weitere 15 Tochter-Gesellschaften Insolvenzanträge stellen. Davon sind 6 700 Mitarbeiter betroffen. Für sie beginnt nun die Zeit des Zitterns. Quelle: Handelsblatt 11.6.09 Wie einem Gutachten der  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC  für die Bundesregierung zu entnehmen  ist, sind nahezu sämtliche  Unternehmensteile an die Banken  verpfändet. Danach verfügen die  Konsortialbanken Royal Bank of  Scotland, Bayerische Landesbank und  Commerzbank/Dresdner Bank über  den Zugriff auf sämtliche  Geschäftsanteile der Karstadt  Warenhaus GmbH. Auch die  Touristikbeteiligung Thomas Cook, der  Shoppingkanal HSE 24 und die  Versandsparte Primondo GmbH samt  Quelle sind komplett verpfändet. Dass damit mögliche Verkäufe  vollständig blockiert sind, wollte  Insolvenzverwalter Görg zunächst aber  nicht bestätigen. „Wir werden die  einzelnen Verträge danach überprüfen,  unter welchen Bedingungen die  Verpfändung greift“, sagte sein  Sprecher. Diese Untersuchung könnte  noch einige Zeit dauern. Quelle: Handelsblatt 9.6.09 Arcandor hat beim Amtsgericht Essen  einen  Insolvenzantrag wegen  drohender  Zahlungsunfähigkeit  gestellt. Dabei sei auch  für die  Töchter Karstadt, Primondo und Quelle   ein Antrag auf Eröffnung des  Insolvenzverfahrens gestellt worden,  teilte das  Unternehmen am Dienstag  mit. Doch es gibt  auch  Unternehmensteile, die von der  Insolvenz  ausgenommen sind -  darunter der  Reiseanbieter Thomas  Cook. Quelle: FTD

Karstadt

1.9.09 Außerdem stehen noch 19 der 126 Karstadt-Waren- und Sporthäuser zur Disposition. Pro Filiale sind durchschnittlich zwischen 120 bis 250 Mitarbeiter beschäftigt. Quelle und mehr: Handelsblatt 13.8.09 Auch beim Arcandor-Schwesterkonzern Karstadt stünden dem Personal drastische Einschnitte bevor. 19 der 126 Waren- und Sporthäuser stünden zur Disposition; ihre Fortführungsperpektive müsse nochmals geprüft werden. Für die Sanierung von Karstadt strebt Görg ein Insolvenzplanverfahren an. „Diese Operation wird Schmerzen bereiten“, erklärte er. Ziel sei es, so viele Warenhäuser wie möglich zu erhalten. Personalanpassungen seien aber unumgänglich.   Quelle: Handelsblatt 18.7.09 Arcandor-Sprecher Koslowski wies darauf hin, dass sich die Umsätze bei Karstadt nach dem "Insolvenz-Schock" bereits wieder weitgehend stabilisiert hätten. Aufgelaufen für das bisherige Geschäftsjahr liege bei Karstadt der Umsatzrückgang bereinigt um die abgegebenen Buchabteilungen und Schließungsfilialen bei 2,8 Prozent, hieß es aus Unternehmenskreisen. Quelle: Handelsblatt 22.6.09 Die Metro hat einen ernsthaften Rivalen im Rennen um die besten Karstadt- Filialen erhalten. Die Mfi-Gruppe will nach Informationen des Handelsblatts 20 Häuser kaufen. Sobald das Insolvenzverfahren startet, will sich Mfi um die Filialen bemühen. Die Karstadt-Häuser sind heiß begehrt. Quelle und mehr Details: Handelsblatt 16.6.09 Karstadt: Nur scheinbar in schwarzen Zahlen - Die Talfahrt der insolventen Warenhauskette Karstadt beschleunigt sich. Entgegen anderslautenden Berichten sank der Betriebsgewinn deutlich. Dies geht aus einem von der Regierung bestellten Gutachten der Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse-Coopers hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Demnach bleibt Karstadt im ersten Geschäftshalbjahr nur scheinbar in den schwarzen Zahlen. Quelle: Handelsblatt 11.6.09 Die Karstadt-Kaufhäuser des  zerbröselnden Arcandor-Konzerns  laufen besser als bekannt. Nach FTD- Informationen hat die Sparte im ersten  Halbjahr des bis März laufenden  Geschäftsjahrs einen operativen  Gewinn von 7 Mio. Euro eingefahren. Quelle: FTD 6.6.09 Die Metro-Tochter Kaufhof hat  Interesse an Karstadt  angemeldet, sie  würde im Insolvenzfall aber nur einen  Teil des Filialnetzes übernehmen.  Schon bei einer  Fusion würden 40 bis  50 Standorte wegfallen. Bei einem  Kauf aus der Insolvenz heraus könnte  die Zahl noch  deutlich steigen. Vor  allem Doppelstandorte und  Verlustbringer würden wohl wegfallen. In 33 Städten sind beide  Warenhausunternehmen mit  mindestens einer Filiale vertreten.  Auch für die  Versandsparte –  insbesondere die Spezialversender –  gibt es Interessenten. So hat die  Hamburger Otto-  Gruppe bereits  Kaufbereitschaft signalisiert. Quelle: Wiwo   Umsatz: 4,3 Mrd. € Ergebnis: -272 Mio. € Quelle: FAZ

Warenhäuser

Sporthäuser

Restaurants

30861 Mitarbeiter

Kunden

Primondo

1.9.09 Insgesamt droht nach früheren Angaben rund 3700 Mitarbeitern der Versandhandelstochter Primondo, zu der Quelle gehört, der Verlust des Arbeitsplatzes. Erste Kündigungen dürften nun nach Auslaufen des Insolvenzgelds erfolgen. Die Freistellung könnte Kreisen zufolge bei einigen Mitarbeitern schon zum 1. Oktober erfolgen. Die defizitären 109 Quelle Technik Center sollen schon bald geschlossen und die Quelle-Shops von 1450 auf rund 1000 reduziert werden. Quelle und mehr: Handelsblatt 13.8.09 Beim insolventen Versandhandelskonzern Primondo fällt in den nächsten Monaten gut ein Drittel der Arbeitsplätze weg. Bis Januar müssten 3700 der rund 10 500 Stellen gestrichen werden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Donnerstag in Nürnberg. Die defizitären 109 Quelle Technik-Center sollen in Kürze geschlossen werden. Die Zahl der Quelle-Shops werde von 1450 auf rund 1000 reduziert. Quelle: Handelsblatt 18.6.09 Die Otto Group interessiert sich weiterhin für Teile der insolventen Arcandor AG. Zum einen will das Hamburger Handelshauses Karstadt-Sport-Häuser seinen eigenen SportScheck-Filialen hinzufügen. Zum anderen könnten diverse Modekonzepte aus der Primondo-Gruppe das Portfolio ergänzen. Gespräche über seine Pläne führt Otto-Vorstandsvorsitzender Hans-Otto Schrader mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter von Arcandor aber nicht. Er warte noch geduldig darauf, dass dieser auf ihn zukommt, sagte der Manager am Donnerstag. Quelle: Focus 9.6.09 Für Primondo gibt es Regierungskreisen  zufolge mehrere Interessenten aus dem In-  und Ausland. Interesse hatte etwa  Konkurrent Otto gezeigt. Quelle: Wiwo Die Versandsparte trägt wie die Kaufhaus-  Kette Karstadt gut 20 Prozent zum  Konzernumsatz bei. Zu ihr zählen die  Traditionsmarke Quelle und  Spezialversender  wie "Bogner  Homeshopping", "Baby-Walz"  sowie der  Fernseh-Shopping-Kanal HSE 24.  An  Thomas Cook hatte bereits die Handels-  und Tourismusgruppe Rewe Interesse  angemeldet. Quelle: FTD Die Insolvenz im 128. Jahr der  Firmengeschichte trifft rund 43.000  Mitarbeiter  in ganz Deutschland. Unberührt  von dem  Arcandor-Zusammenbruch sind  den Angaben  zufolge die Reisetochter  Thomas Cook, die  Primondo- Spezialversender mit ihren Tochter-  und  eteiligungsgesellschaften sowie der  Homeshopping-Sender HSE 24. Quelle: Handelsblatt   Zahlen Primoto Umsatz: 4,4 Mrd. € Ergebnis: -77 Mio. € Quelle: FAZ

Universalversand (Quelle), Valovis Bank (Factoring Bank), staatlicher Massekredit, Bayerische Staatsregierung (als 21 Mio. €)), Horst Seehofer, Sachsen (4 Mio. €), Bund (25 Mio. €), EU-Kommission (muss genehmigen), KfW (zahlt Massekredit), Jörg Nerlich (Insolvenzverwalter

Spezialversand/Online/ Teleshopping, Bogner Homeshopping, Baby-Walz, HSE 24

Online/Teleshopping

15594 Mitarbeiter

Insolvenzverwalter, Henning Schorisch (HWW Wienberg Wilhelm)

Thomas Cook (52,8%)

Aktiengesellschaft britischen Rechts Hauptaktionäre: Wikipedia zu der  Gesellschaft Arcandor AG 26.41% Karstadtquelle Freizeit GmbH  26.41% Standard Life Investments Ltd  8.00% AXA S.A.     5.07% Quelle: Thomas Cook 28.8.09 Thomas Cook nabelt sich ab: Der Reisekonzern Thomas Cook wird sich voraussichtlich in der kommenden Woche vollständig von Arcandor abnabeln. Die Gläubigerbanken des insolventen Handelskonzerns wollen in den kommenden Tagen die ihnen als Sicherheit überlassenen Thomas-Cook-Aktien an der Börse platzieren, heißt es in Finanzkreisen. Der Verkauf eines größeren Pakets an einen Einzelinvestor scheint damit vom Tisch. Quelle und mehr: Handelsblatt 13.8.09 Zudem macht sich Görg Hoffnung auf einen Erlös aus der Veräußerung der an Banken verpfändeten Anteile an Thomas Cook. Der Verkauf des 43,9-Prozent-Pakets an dem deutsch-britischen Reisekonzern werde zur Entschuldung des insolventen Arcandor-Konzerns beitragen, sagte Görg am Donnerstag in Nürnberg. Mit den Aktien ist ein ursprünglich 1,5 Mrd. Euro schwerer Kredit besichert, der Görg zufolge nun noch rund 940 Mio. Euro umfasst. Der diesen Betrag übersteigende Erlös kommt der Arcandor-Insolvenzmasse zugute. An der Börse ist das Aktienpaket mehr wert. Quelle: Handelsblatt 30.7.09 Arcandor hatte das Aktienpaket für einen 1,5 Mrd. Euro schweren Kredit an die Banken verpfändet. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wird bei einem Verkauf endgültig Abschied von seinen Plänen nehmen müssen, den Konzern als Ganzes zu sanieren. Ein Arcandor-Sprecher erklärte, die Zukunftsplanungen müssten „mit und ohne Thomas Cook funktionieren“. „Es bleibt jetzt abzuwarten, ob, wann und wie es tatsächlich zu einem Verkauf der Thomas Cook Aktien kommen sollte“, betonte er. Der Sprecher von Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg sagte: „Wir bleiben im Gespräch mit den Banken.“ Er betonte, offensichtlich hätten die Institute noch keine endgültige Entscheidung gefällt. Die Cook-Anteile liegen indes nicht nur bei den Banken. Mit weiteren acht Prozent an Thomas Cook ist eine Umtauschanleihe unterlegt, deren Gläubiger am 10. August über einen gemeinsamen Verkauf mit dem verpfändeten Paket entscheiden sollen. Für eine Mehrheitsbeteiligung an Thomas Cook ließe sich ein höherer Preis erzielen. „Klar ist, dass eine Verwertung kommt, das Wie ist aber noch offen“, hieß es in Bankenkreisen. Quelle: Handelsblatt 23.7.09   FTD: Arcandor bereitet Aufspaltung vor Arcandor plant den Verkauf seiner dritten Unternehmenssäule: der Beteiligung am Reiseunternehmen Thomas Cook. Dabei wollte Konzernchef Eick die gewinnbringende Beteiligung eigentlich behalten. Tochtergesellschaften hier 18.6.09 Über die Zukunft der Touristikbeteiligung Thomas Cook sei zunächst keine Entscheidung zu erwarten, sagte Görg. Arcandor habe zum einen hohe Schulden angehäuft, um die Zukäufe von Thomas Cook zu finanzieren. Ein Notverkauf sei daher zum aktuellen Zeitpunkt problematisch. Zudem bestätigte er, dass sämtliche Aktien an die Kreditgeber verpfändet seien. Einen Zugriff erhielten die Banken in den kommenden Wochen aber nicht. „Als vorläufiger Insolvenzverwalter bin ich nicht berechtigt, absonderungsberechtigte Gläubiger zu befriedigen“, sagte er. Quelle: Handelsblatt 11.6.09 Es sei noch nicht klar, wer das  Aktienpaket, das die insolvente  Arcandor AG an Thomas Cook hält,  veräußern dürfe, berichtet die  „Financial Times Deutschland“ am  Donnerstag unter Berufung auf  Unternehmenskreise. Arcandor  hatte seinen 52,8-prozentigen  Thomas-Cook-Anteil als Sicherheit  für Kredite verpfändet. Der vorläufige  Insolvenzverwalter Klaus Hubert  Görg wolle das Pfandrecht von  Arcandors Bankenkonsortium  jedoch nicht ohne Weiteres  akzeptieren. Quelle: Focus Die im Zusammenhang mit der  Arcandor-Insolvenz auftauchende  Spekulation, dass der Handels- und  Touristikkonzern Rewe die Arcandor-  Reisetochter Thomas Cook  komplett übernimmt, beflügelte  zwar vorübergehend die Börse.  Doch sowohl den offiziellen  Bekundungen aus beiden  Konzernen als auch  Einschätzungen aus der deutschen  Touristikbranche zufolge steht die  Geburt eines neuen Reise-Riesen  keinesfalls unmittelbar bevor. Völlig  offen ist auch die Reaktion des  Kartellamtes, das - so ein Sprecher  - "in der jüngsten Vergangenheit  überhaupt keine Fallpraxis in der  Touristik" gehabt hat. Quelle und mehr: Handelsblatt 9.6.09 Die Arcandor-Tochter Thomas Cook  sieht  sich derweil von der Pleite  ihres  Mutterkonzerns nicht  betroffen. „Es hat  sich nichts  verändert, und es wird sich  nichts  verändern“, sagte Thomas-Cook-  Chef Manny Fontenla-Novoa. Bei  Europas zweitgrößtem  Reisekonzern  (Neckermann  Reisen, Bucher Last  Minute) gehe  das Geschäft ganz normal  weiter.  Das Management betonte in einer  Mitteilung erneut, Thomas Cook sei  eine  eigenständige Firma mit  unabhängigen  Finanzen. Quelle: Handelsblatt   Im Falle einer Insolvenz  stünde  aber  wohl als erstes  die 53-  Prozent- Beteiligung  am britischen  Ferienflieger  Thomas Cook auf der  Verkaufsliste.  Dass die  Aktien auf  den Markt  kommen, um die  Interessen  der  Konzerngläubiger  befriedigen zu können,  glauben  Analysten wie  Volker Bosse  von  Unicredit  schon lange. Interessenten bieten sich  nun  Schnäppchenpreise. In  normalen  Zeiten,  sagte  Arcandor-  Finanzvorstand  Rüdiger  Günther  dem  Handelsblatt, seien 1,4  Mrd.  Euro für das Aktienpaket  durchaus  realistisch. Quelle: Handelsblatt 8.6.09 Thomas Cook wäre von  einer  Arcandor- Insolvenz am  wenigsten  betroffen. Die  Gesellschaft ist  rechtlich  eigenständig.  Das  bedeutet:  Der Reisebetrieb geht  ganz  normal weiter. Die  Gläubigerbanken, an die die  Thomas-  Cook-Anteile  verpfändet  wurden, würden  in den nächsten  Monaten  nach einem  Übernahme-  Interessenten  Ausschau  halten. Quelle: Wiwo Umsatz: 10,5 Mrd. € Ergebnis: 113 Mio. € Quelle: FAZ

Thomas Cook

My Travel

Neckermann

Bucher Reisen

4743 Mitarbeiter

Condor

Airtours

Wirtschaftsfonds Deutschland

11.6.09 Wiwo: Deutschlandfonds Wie sich PwC und KPMG die Bälle zuspielen: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften PwC und KPMG befinden über Hunderte Milliarden Euro Staatskredite und Bürgschaften an Unternehmen, die sie zuvor als solide testiert haben. 9.6.09 Wiwo: Wie die Unternehmensrettung per Staatshilfe funktioniert Schon mehr als 1.200 Unternehmen wollen den Staat anzapfen. Wer Geld oder Garantien braucht, muss die Experten überzeugen oder die Politik erpressen. Wie die Unternehmensrettung funktioniert - und wer alles um Staatshilfe Schlange steht.

beantragt

Karstadt-Mutter Arcandor verzichtet nach  Informationen von WELT ONLINE darauf, ihren  Antrag auf einen staatlichen Notkredit  nachzubessern und will Insolvenz anmelden.  Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick hat die  Entscheidung dem Kanzleramt bekannt  gemacht, heißt es aus Regierungskreisen. Quelle: Welt

Bürgschaft: 650 Mio. €

alternativ Rettungsbeihilfekredit (Notkredit 437 Mio. €), vorläufige Ablehnung

Lenkungsausschuss Unternehmensfinanzierung

Die Tätigkeit des  "Wirtschaftsfonds  Deutschland" soll  durch einen  "Lenkungsrat  Unternehmensfinanzierung" begleitet  werden, der sich  aus  Persönlichkeiten  mit besonderen  Erfahrungen in  Wirtschafts- und  Finanzfragen  zusammensetzt.  Der  "Lenkungsrat  Unternehmensfinanzierung" spricht  Empfehlungen  gegenüber dem  "Lenkungsausschuss  Unternehmensfinanzierung" aus. Quelle: 

Lenkungsausschuss Unternehmensfinanzierung

Staatssekretär BMWi

Staatssekretär BMF

Staatssekretär BMJ

Bürgschaftsausschuss Bund/Land

Der Bürgschaftsausschuss soll zwar erst am 8. Juni  klären, ob der Staat Arcandor hilft. Doch in der EU- Wettbewerbskommission in Brüssel fällt eine  Vorentscheidung. Der Konzern sei „nicht  förderungswürdig“, weil er schon vor der Finanzkrise in  Schwierigkeiten gesteckt habe. Das Veto aus Brüssel  schränkt die Möglichkeiten für den  Bürgschaftsausschuss drastisch ein. Ist das das Aus für  Karstadt und Quelle?

Haushaltsausschuss des Bundestages

Steffen Kampeter

PricewaterhouseCoopers

11.6.09 Interessantes Dossier in der Wirtschaftswoche zur Rolle der Wirtschaftsprüfer bei den Empfehlungen für oder gegen Staatshilfe Wie sich PwC und KPMG die Bälle zuspielen 29.5.09 Gegen die Bürgschaften haben  sich nach  Informationen von  manager-magazin.de die PwC-  Wirtschaftsprüfer  ausgesprochen. Das PwC-Gutachten bringt  allerdings nicht nur das  Unternehmen Arcandor und  dessen  Managementteam um  Vorstandschef Eick in  Zugzwang. Es dürfte auch  SPD- Kanzlerkandidat  Frank- Walter Steinmeier stark unter  Druck setzen.  Der  Vizekanzler sagte jüngst, die  Haltung der  Union zu  Arcandor laufe auf "Pleite und  anschließend eine  Leichenfledderei" hinaus. Ihm  war daraufhin  "Wahlkampfrhetorik"  vorgehalten worden. Die PwC- Gutachter kommen nun in ihrer   Prüfung zu dem Schluss,  dass Arcandor schlicht  nicht  die wirtschaftlichen  Voraussetzungen biete,  um  Steuergelder in das  Unternehmen zu stecken. Quelle: Spiegel Online

Bundesregierung

11.6.09 Eine Lösung für den insolventen  Handels- und Touristikkonzern  Arcandor wird schwieriger als  gedacht. Möglicherweise kommt  sogar das Thema Staatshilfe noch  einmal auf den Tisch, wie  Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu  Guttenberg (CSU) gegenüber dem  Handelsblatt einräumte. Quelle: Handelsblatt 9.6.09 Wie „Spiegel-online“ berichtete,  gehen  Regierungskreise davon  aus, dass nun die  Verhandlungen  zwischen dem Metro-Konzern  und  Arcandor über eine  Zusammenführung der  Warenhäuser Karstadt und Kaufhof  weitergeführt werden. Quelle Wiwo 8.6.09 Die Bundesregierung gewährt  Arcandor eine  letzte Chance  für  den Erhalt von Staatshilfen.  Das  schwer angeschlagene  Unternehmen  muss und will  seinen Kreditantrag nun  nachbessern. Dazu wurde noch in der Nacht  mit  Eigentümern, Banken und  Vermietern  verhandelt. Der  neue  Antrag soll am Dienstag  der  Bundesregierung in Berlin  vorgelegt   werden, wie Arcandor- Sprecher  Gerd  Koslowski in  Essen sagte. Quelle: Focus 8.6.09 Die Bundesregierung erwartet  ein  stärkeres  Engagement  der  Arcandor-Eigentümer, der  Familie  Schickedanz und  der  Privatbank  Sal.  Oppenheim.  Beide  zusammen halten  etwa  60  Prozent der Anteile. Die  Eigentümer hätten  aus  Sicht  von  Bundeskanzlerin Angela  Merkel  Mittel und  Möglichkeiten, um dem  Unternehmen zu helfen, heißt  es  in Berlin. Quelle: Wiwo

Bundeskanzleramt

Angela Merkel (CDU)

Jens Weidmann

Wirtschaftsministerium

15.6.09 Der insolvente Handels- und Touristikkonzern Arcandor hofft auf staatliche Unterstützung. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums stellte Arcandor einen sogenannten Massekredit zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes in Aussicht. Indes hat der Düsseldorfer Metro-Konzern sein Übernahmeangebot für Arcandors Karstadt-Kaufhäuser bekräftigt. Quelle: Handelsblatt

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Dr. Walther Otremba

Hartmut Schauerte (parlamentarischer Staatssekretär)

Außenministerium

Frank-Walter Steinmeier (SPD)

Finanzminister

Peer Steinbrück (SPD)

Jörg Asmussen

Bundesjustizministerium

Brigitte Zypries (Bundesjustizministerin)

Arbeitsministerium

Arbeitnehmervertreter und  Bundesarbeitsminister Olaf Scholz  (SPD) haben die Einrichtung einer  Arbeitsgruppe beschlossen. Das  Ministerium und die Bundesagentur für  Arbeit (BA) wollten nach Kräften dabei  helfen, die Arbeitsplätze zu sichern.  Dazu wolle man in engem Kontakt  bleiben. „Das war ein sehr gutes  Gespräch, sehr pragmatisch, auch mit  sehr verbindlichen Themen“, sagte die  bei der Versandhaustochter Quelle für  Nürnberg/Fürth zuständige  Betriebsratsvorsitzende Beate Ulonska  nach dem Treffen in Berlin. Die  Koordination laufe über die  Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.  Hinzu komme die Unterstützung von  zwei Staatssekretären sowie die  Zusage für Hilfen wie  Transfermaßnahmen und  Qualifizierungsmaßnahmen, berichtete  Ulonska. „Scholz hat uns auch  persönlich fachliche Unterstützung  zugesichert.“ Wichtig sei bei der  Größe des Konzerns auch die  bundesweit zentrale Anweisung des  Insolvenzgeldes für die Mitarbeiter. Quelle: FAZ

Olaf Scholz (Bundesarbeitsminister)

Amtsgerichte

1.9.09 Insgesamt handele es sich am Stammsitz des Handelsunternehmens um nicht weniger als 40 Firmen, teilte das Gericht mit. Der am 9. Juni in die Pleite gerutschte MDax-Konzern ist mit 45 000 betroffenen Mitarbeitern der nach AEG und Coop drittgrößte Insolvenzfall in der Geschichte der Bundesrepublik. Entsprechend werden sich in Essen gleich drei Richter mit dem Fall beschäftigen. Die Konzernholding Arcandor AG wird dabei von der Amtsrichterin Gauri Sastry betreut, die Karstadt Warenhaus GmbH fällt in die Zuständigkeit ihres Kollegen Arnd Koppenborg, der Fall Quelle geht an Marc Deutschbein. Mehrere kleinere Untergesellschaften der Konzerntochter Quelle werden allerdings inzwischen bei den Gerichten Fürth und Nürnberg geführt, weil sie dort den „Mittelpunkt ihrer selbstständigen wirtschaftlichen Tätigkeit“ besitzen. Dort hatten die Richter als Insolvenzverwalter den Nürnberger Anwalt Henning Schorisch eingesetzt. Quelle und mehr: Handelsblatt 28.8.09 Während die Richter in Essen die dort eingereichten Insolvenzanträge über 40 Arcandor-Töchter noch prüfen, haben die Kollegen in Fürth die Verfahren über drei weitere Quelle-Unterfirmen schon eröffnet. Quelle und mehr: Handelsblatt

Essen

1.9.09 Bereits eröffnet sind nun die Verfahren für die Holding Arcandor AG sowie die wichtigsten Töchter wie die Karstadt Warenhaus GmbH und die Versandhandelsunternehmen Primondo GmbH und Quelle GmbH. Das teilte das Essener Amtsgericht am Dienstag mit. Es sei mit der Entscheidung auch in weiteren Arcandor -Verfahren zu rechnen. Insgesamt wird am Dienstag mit der Eröffnung von rund 40 Insolvenzverfahren durch das Essener Gericht gerechnet. Einzelheiten des Beschlusses wurden zunächst nicht mitgeteilt. Quelle und mehr: Handelsblatt Entsprechend werden sich in Essen gleich drei Richter mit dem Fall beschäftigen. Die Konzernholding Arcandor AG wird dabei von der Amtsrichterin Gauri Sastry betreut, die Karstadt Warenhaus GmbH fällt in die Zuständigkeit ihres Kollegen Arnd Koppenborg, der Fall Quelle geht an Marc Deutschbein. Quelle und mehr: Handelsblatt 11.07.09 Unter Insolvenzverwaltern wächst die Kritik an der Vergabe des lukrativen Arcandor-Auftrags. Viele hadern damit, dass das Insolvenzverfahren mit etlichen Einzelpleiten vorerst allein beim Wirtschaftsanwalt Klaus Hubert Görg gelandet ist. Strittig ist nicht seine Kompetenz, sondern die örtliche Zuständigkeit des Amtsgerichts Essen, das den Verwalter ausgewählt hat. Quelle: Wiwo 9.6.09 Das Amtsgericht Essen, wo der Antrag auf Insolvenz einging, will noch am Dienstag einen  Insolvenzverwalter bestellen. Schon seit Tagen  ist dafür ein Name im Gespräch: Horst  Piepenburg. Der Fachmann hat gerade erst die  Insolvenz der Bekleidungskette SinnLeffers  erfolgreich hinter sich gebracht. Das Hagener  Bekleidungsunternehmen hatte das  achtmonatige Verfahren überlebt – allerdings in  deutlich kleinerer Form: 24 von 47 Filialen  wurden geschlossen. Ähnliches droht auch  Karstadt. Quelle: Focus

Gauri Sastry (für Arcandor)

Arnd Koppenborg (Karstadt)

Marc Deutschbein (Quelle)

Nürnberg

Fürth

1.9.09 Elf weitere Verfahren werden von anderen Gerichten bearbeitet. In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Fürth bereits die Insolvenzverfahren für drei Quelle-Tochterunternehmen eröffnet. Quelle und mehr: Handelsblatt 28.8.09 Nicht Arcandors vorläufigem Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg übertrug das Fürther Amtsgericht dafür die Verantwortung, sondern dem Nürnberger Rechtsanwalt Henning Schorisch, Partner der Insolvenzverwalterkanzlei HWW Wienberg Wilhelm. Quelle und mehr: Handelsblatt