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Organspende-Ausweis: Für und Wider by Mind Map: Organspende-Ausweis: Für
und Wider
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Organspende-Ausweis: Für und Wider

Der durchkommerzialisierte Medizinbetrieb weckt Misstrauen!

Andrea von Wilmowsky (squaw) - 18.01.2013 16:16 Uhr "In den USA wird der Wert aller Körperteile... ... aus einer Leiche auf 250 000 Dollar und mehr geschätzt." Quelle: Martina Keller:"Ausgeschlachtet- die menschliche Leiche als Rohstoff" , S.11 Pssend dazu erhielt ich heute die Einladung zu einer Konferenz: "Lobbyismus für Netzwerker im Gesundheitswesen" UT: Information / Interessen / Einflussnahme. Nach meiner Ansicht sagen diese beiden Informationen alles   Dr. Hans Juergen Gruener (GRUII001) - 16.01.2013 15:34 Uhr In einer total durchkommerzialisierten Medizin, in der börsennotierte Unternehmen faktisch an ... ...Organspenden bzw. dem Medizinischen Ablauf zu deren Durchführung mitverdienen, ja aus diesem Vorgang jederzeit ein Geschäftsmodell machen können, wohl schon gemacht haben, begibt man sich, ohne dass dies wohl näher ausgeführt werden muss, als Spender auf sehr dünnes Eis. Betriebswirtschaftliche Grundsätze sind der heutigen Medizin in allen Bereichen übergestülpt. Damit soll alles, was im Medizinbetrieb abläuft, letztendlich wie eine Gewerbe oder Geschäft ablaufen und Gewinn produzieren. Man kann niemandem verdenken, wenn er sich unter solchen Bedingungen als bekannter Spender nicht mehr sicher fühlt, wenn er den "Medizinunternehmen" quasi die Lizenz ihn auszuweiden und zu zerlegen erteilt. Wie das mit Transplantationen in der Volksrepublik China läuft, wurde hinreichend berichtet. Auch ohne "kommunistische" Diktatur, kann man in einer rein profitorientierten Medizin zu sehr ähnlichen Resultaten kommen. In einer Medizin unter dem Primat der Betriebswirtschaft, ist dies zu erwarten.   Michael Westfahl (burli58) - 17.01.2013 18:59 Uhr Wer verwaltet den Mangel? Vermutlich werden Organe stets Mangelware bleiben. Zunächst weil nicht genug Organe vorhanden sind. Bei erhöhtem Spendenaufkommen sind nicht genug "gute Organe" verfügbar. Die Möglichkeit mit fremden Organen Leben zu verlängern ist heute bereits der Nährboden für schlimmste denkbare, international organisierte Kriminalität und deren Helfer bis hin zu einzelnen skrupellosen Ärzten, die Menschen der Organe und des Profits wegen verstümmeln oder deren Organe transplantieren, ohne wissen zu wollen, woher diese Organe stammen. Auch wenn die Diskussion überwiegend darum geführt wird, wie man leidenden Menschen helfen kann, sind Spenderorgane doch höchst profitable Wirtschaftsgüter, die kriminelle Energie ungeahnten Ausmaßes mobilisieren werden. Nur wenn dieser Missbrauch zweifelsfrei und völlig transparent aufgedeckt sowie wirkungsvoll und hart bekämpft wird, ist die Organspende berechtigt, ihren hohen moralischen Anspruch aufrecht zu halten. Anderenfalls verliert sie ihre Legitimität

Die in Deutschland geltenden Gesetze sehen es vor, dass Ärzte, welche den Hirntod feststellen, nicht in Verbindung stehen zu Ärzten, die die Transplantation durchführen. Entzieht dies nicht dem im Forum oftmals geäußerten Verdacht, dass Ärzte beim Tod potenzielle Spender etwas nachhelfen, die Grundlage?

Misstrauen sollte vor allem die Tatsache wecken, dass diejenigen, die die Transplantation durchführen (also Ärzte und Pfleger) heute nicht mehr diejenigen sind, die in der Klinik den Ton angeben. Das tun Klinik-Manager mit BWL-Hintergrund. / Eine Blitzumfrage unter beteiligten Pflegern zeigte: die meisten haben auf dem Organspende-Ausweis "Nein" angekreuzt

Renate Simon (-simon-) - 16.01.2013 20:24 Uhr Facharbeit Grenzsituationen im Arbeitsbereich des OP-Pflegepersonals Die Explantation zu finden unter transplantation-information.de Dort heißt es unter 5.3 Gespräche mit OP-Pflegekräften: Ist es da verwunderlich, dass von 20 von mir befragten Mitarbeitern der OP-Pflege nur 2 einen Organspendeausweis besitzen, sich 7 unschlüssig zum Thema äusserten und 11 eine potentielle Organspende kategorisch ablehnten? Eine interessante website, die Pflegepersonal und Ärzte zu Wort kommen lässt.   Dr. Hans Juergen Gruener (GRUII001) - 16.01.2013 21:14 Uhr Leider gelten Ärzte und Pflegepersonal inzwischen als in solchen Fragen total inkompetent. Und der "Klinikchef" ist bekanntlich kein Arzt mehr sondern der "GeschäftsFÜHRER", der allenfalls etwas BWL studiert hat (meist 2. Bildungsweg), und jetzt den Doktor spielen will, bzw die Ärzte als reine Erfüllungsgehilfen ansieht. Und somit erklärt sich auch die von Ihnen zitierte Statistik.

Faktencheck ist ein Projekt von Debattenprofis.de. Das Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert

Kommentare im Forum (siehe Pfeil/Link) werden in diese Karte übertragen! Ansonsten können Kommentare auch via Email eingereicht werden: info@debattenprofis.de

Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Spenden!

Organspenden retten Menschenleben! Deshalb ist die Spende ein Akt der Solidarität

Bis zu sieben Menschen können dank der Organe eines toten Spenders überleben. Derzeit sterben pro Tag im Durchschnitt täglich drei Menschen, die auf einer Warteliste stehen

Sterben müssen wir alle. Tragisch ist es, dass Menschen wegen fehlender Grundversorgung sterben müssen - nicht wegen einer fehlenden Leber!

Solidarität gebietet nicht, sich selbst als "Ersatzteillager" anzubieten!

Niemand hat einen moralischen Anspruch auf die Organe eines anderen! Deshalb: Wo kein Anspruch, keine Pflicht!

Auch ein erhöhtes Spendeaufkommen wird den Bedarf bzw. den Bedarf an "guten Organen" nicht decken können!

Man selbst würde eine Organspende vermutlich auch in Anspruch nehmen. Die Spende zu verweigern, wäre deshalb egoistisch

Wolfgang Schlage (20thStreet) - 18.01.2013 07:51 Uhr Das Organspendersein als Voraussetzung zum Organempfang (...) Im heutigen System hingegen kann jeder seine hochmoralischen Bedenken äußern - aber wenn er dann selbst ohne Organspende sterben würde, kriegt er die Organe dann möglicherweise doch, nämlich von jemandem, der vorher als "unmoralisch" denunziert wurde. Das ist Ausbeutung von Gutwilligkeit.   Kai Bockelmann (KB63) - 18.01.2013 10:37 Uhr Konsequenz Die Gründe, die hier gegen die Organspende angeführt werden, sind z.T. haarsträubend. "Egoismus" wurde hier schon genannt. Das ist konsequent und ehrlich. Aber diese Mitbürger sollten doch bitte auch so viel Konsequenz an den Tag legen, wenn es darum ginge, selbst ein (über-)lebenswichtiges Spenderorgan zu benötigen. Patientenverfügung genügt vielleicht: "Ich lehne es ab, Organe zu spenden. Deshalb lehne ich es auch ab, jemals ein Spenderorgan zu empfangen. Auch wenn davon mein Überleben abhängt." Das wäre konsequent und macht kein schlechtes Gewissen. Dazu: Heike Braun (Honigfl...) - 18.01.2013 14:03 Uhr Einverstanden! Im Gegenzug dazu sollte dann auf dem Organspendeausweis anstelle von "nach meinem Tod" aber auch "nach Feststellung meines Hirntodes" stehen, da würde so mancher schonmal nachdenken und mehr wissen wollen, und gleichzeitig müsste sichergestellt sein, dass jeder Bürger, der das unterschreibt, auch genau weiß, was unter dem Hirntod zu verstehen ist und wie dieser diagnostiziert wird. Lückenlos bitte. DAS ist konsequent und ehrlich.

Das Egoismus-Argument gilt umso mehr, als die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst ein Organ benötigt, weitaus größer ist, als dass man selbst zum Spender wird!, Es gibt keine moralische Verpflichtung, zu spenden! Denn die Spende ist ein freiwilliger Akt, den es ebenso wenig zu begründen gilt, wie die Verweigerung der Spende

Wenn das Ich (im Sterben) auseinanderfällt, dann existieren wir nicht mehr. Unsere Einzelteile können wir deshalb ebenso gut spenden. Es schadet uns nicht!

Gert-Henrik Bormann (Gert-He...) - 16.01.2013 14:46 Uhr Ein mE helfender Text Hi@ll, folgender Text kann mM Menschen helfen, die hauptsächlich Angst vor der Entnahme, dem Ausschlachten des Körpers haben: "Diogenes soll folgendes Verhältnis zu seinem toten Körper gehabt haben: Er verfügte, dass man seinen Leichnam irgendwo liegen lassen sollte. Als sich seine Schüler aus Sorge, wilde Tiere und Vögel könnten sich an dem Körper zu schaffen machen, weigerten, sagte er ihnen, sie sollen einfach einen Stock neben ihn legen. Diese wunderten sich: „Aber wenn du tot bist, und keine Empfindungen mehr hast, wie kannst du dann den Stock benutzen?“ Darauf meinte er: „Was also soll es mir ausmachen, von wilden Tieren zerfleischt zu werden, wenn ich keine Empfindungen mehr habe!“ Das sehe ich genauso - daher sehe ich das Spenden meiner Organe ganz gelassen - und es nützt sogar noch anderen Menschen!" Mit freundlichen Grüßen Gert-Henrik Bormann

Weniger schwulstig ausgedrückt: dieser Comic!

Aber zu dem Zeitpunkt, wo die Organe entnommen werden, sind wir noch nicht mausetot!

Nicht spenden!

Man kann nicht sicher sein, nicht vorzeitig für tot erklärt zu werden

Stephan Müller (Klarname) - 16.01.2013 13:34 Uhr Ich bin kein Ersatzteillager und ich möchte auch nicht wie eines behandelt werden, wenn ich schwer verletzt eingeliefert werden. Ich möchte Patient sein und bleiben. Ich möchte die bestmöglichen Heilungschancen wahrnehmen und nicht mit Blick auf den im Nebenzimmer wartenden Patienten ausgeplündert werden. Ärzte sind Menschen und machen Fehler. Sie sind keine Götter. Keiner kann mir erzählen, dass ein Arzt nicht gerne das Organ eines verunglückten, anonymen Motorradfahrers (der wäre ich) nimmt um dem seit Jahren / Monaten wartenden Patienten endlich das benötigte Organ zu verschaffen. "Der Moppedfahrer ist eh Matsch (und wahrscheinlich selbst schuld) aber der andere hätte gute Chancen mit dem neuen Organ." Ich möchte auch keine Mafiosi in Italien/Russland/China etc. die zerkokste Leber etc. ersetzen. Ich gehe stattdessen regelmäßig Blut spenden. Hatte gerade meine 15. Spende. Damit habe ich mehr getan als 99% dieser Gutmenschen mit Organspendeausweis, die von ihrem hohen moralischen Ross auf mich herab sehen. Danke.

Die Festellung des Todes erfolgt nach glaubwürdigen Kriterien, Die Kriterien zur Feststellung des Todes basieren auf dem Stand der Wissenschaft, Ist die Wissenschaft in diesem Fall glaubwürdig?, & (1+2), Auch in der Wissenschaft hat sich die Definition des Todes immer wieder verändert!, Ist das ein Grund, auch dem gegenwärtigen Stand der Foschung mit Blick auf die Hirntot-Diagnose zu misstrauen?, Ja. Denn: Der Hirntod wurde "erfunden", um Transplantationen rechtlich abzusichern. Die Definition ist von Interessen geleitet. Mit wissenschaftlicher Objektivität hat das wenig zu tun!, Folgt daraus, dass die Organtransplantation auf jeden Fall moralisch nicht legitim ist?, Selbst dann, wenn man davon ausgeht, dass Hirntote keine Leichen sind, könnte (!) man dafür argumentieren, dass die Organentnahme moralisch legitim ist. Allerdings müsste man dann das Kind beim Namen nennen und nicht mehr von Organentnahme sprechen, sondern von "gerechtfertigtem Töten" (justified killing) Sterbender! In der bioetischen Forschungsliteratur wird diese Position durchaus vertreten., Wie weit darf "justified killing" gehen? Kann justified killing verwendet werden, um die Zahl der Spender zu erhöhen?, Neuro-Euthanasie: Noch nicht hirntote Patienten sollen mit Beruhigungs- und Narkosemitteln behandelt werden. Dann wird gezielt ein Hirntod herbeigeführt. - Dieser Vorschlag stammt aus der Bioethik-Diskussion., Erst mit der Einführung der Herz-Lungen-Maschine wurde es möglich, dass Herzversagen und Gehirnversagen zeitlich auseinanderfallen, Die Herz-Lungen-Maschine verzögert nur den klinischen Tod! Von einer Trennung zwischen verschienden 'Todesarten' kann nicht die Rede sein, Es ist doch denkbar, dass wir in naher oder ferner Zukunft in der Lage sein werden, Hirntote zu re-animieren!, Es kann gar keine wissenschaftliche Definition des Todes geben, Maßgebend ist der Hirntod. Welche Zweifel man hinsichtlich des Hirntodes auch immer haben kann: Es ist noch nie vorgekommen, dass richtig als hirntot diagnostizierte Patienten wieder ins Leben zurückgekehrt sind!, Die Kriterien selbst mögen glaubwürdig sein. Man kann jedoch nicht darauf vertrauen, dass die Diagnose immer sachgerecht durchgeführt wird!, Gibt es Gründe dafür, der sachgerechten Durchführung der Diagnose zu misstrauen?, Die Transplantationsmedizin wird nicht durch Außenstehende kontrolliert!, Ärzte, welche die Hirntod-Diagnose durchführen, sind dafür nicht speziall ausgebildet!, Es kommt vor, dass Wartelisten für Organspender manipuliert werden. Das schürt das Misstrauen - auch in Bezug auf die Diagnose, OK: Einige Ärzte haben Wartelisten manipuliert. Daraus kann kein Verdacht hergeleitet werden, der sich auf die ganze Berufsgruppe bezieht!, Das Gesetz schreibt vor, dass Ärzte, welche die Hirntod-Diagnose vornehmen, nicht mit den Transpantateuren in Verbindung stehen! Von daher ist es kaum möglich, dass Ärzte bewusst Patienten vorschnell als tod erklären, um dann anderen Patienten die Organe zukommen zu lassen, Gesetze können auch gebrochen werden: das zeigen ja auch die Wartelisten-Skandale!, Bei den Wartelisten ist der Betrug relativ einfach. Aber um die Vergabeprozeduren zu umgehen und direkt bei dem einen Patienten ein Organ zu entnehmen, um es bei dem anderen im Nebenzimmer einzupflanzen, müssten schon relativ viele Menschen auf kriminelle Weise zusammenarbeiten, In der Hirntoddiagnostik passieren immer wieder Fehler!, Das Risiko, als vermeintlich Hirntoter an einer Lungenentzündung zu sterben, ist größer als der Tod durch einen Diagnosefehler!, WENN Fehler passieren - dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass niemand diese bemerkt! Berichtet werden ja nur Fälle, wo jemand trotz Hirntod überlebt hat. Dazu hat der Betreffende in den allermeisten Fällen jedoch keine Chance - u.a., weil er auf dem OP-Tisch landet, wo ihm seine Organe entnommen werden, Quelle: Einzelschicksale, wo als hirntod diagnostizierte (und die Organentnahme vorgesehene) Patienten wieder ins Leben zurückkehrten, Nachfrage: Was passiert denn mit Hirntoten, die nicht Organspender sind?, Diese Patienten werden nicht mehr weiter maschinell beatmet. Der Mensch wird zum nächstgelegenen Kühlfach gebracht., Es gibt dazu Statistiken: Todesursachen von Organspendern. Aus denen folgt aber nicht unmittelbar die Antwort auf die Frage, ob ein Weiterleben möglich gewesen wäre, Es existiert überhaut kein unumstrittenes und eindeutig diagnostizierbares Todeskriterium!, Der Hirntod - in Deutschland das maßgebliche Kriterium für die legitime Organentnahme - markiert nicht tatsächlich den Todeseintritt!, Gibt es Techniken - zusätzlich zu Hirntod-Festellung - mit denen die Diagnose so weit gesichert werden kann, dass der Tod auch wirklich eingetreten ist?, Viele der Zweifel daran, ob ein hirntoter Mensch "wirklich" tot ist, lassen sich durch genauere Untersuchungsmethoden ausräumen wie zum Beispiel eine Untersuchung des Blutflusses im Gehirn oder ein Hirnscan. Außerdem könnte man darüber nachdenken, ob man nicht für die Organentnahme eine Vollnarkose vorschreiben sollte - für alle Fälle., Auch mittels genauerer Methoden wie zum Beispiel einem EEG lässt sich nicht zweifelsfrei ein Ganzgehirntod nachweisen!, Hirnforscher: "Hirntote sind keine Leichen!", "Hirntote sind keine Leichen". Dazu: SWR2-Forum vom 19.11.2012., In einer Untersuchung, die vor einiger Zeit im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, konnte nachgewiesen werden, dass Patienten, die eigentlich als hirntot galten, noch Bewusstseinsaktivitäten aufwiesen., Der Bericht im New England Journal hat keine Hirntoten zum Gegenstand!, Hirntote können Fieber haben und Kinder austragen! Außerdem verfügen sie noch über Reflexe, Hirntote können möglicherweise Schmerzen empfinden, Wer hirntot ist, "verpasst nichts"!, Offensichtlich gibt es eine Kontroverse. Das heißt: es herrscht keine Klarheit hinsichtlich des Hirntodes!, Wenn es sich bei Hirntoten tatsächlich um Leichen handeln würde, dann wären die Organe für jede weitere Verwendung ungeeignet!, So oder so: In den allermeisten Fällen handelt es bei den Organspendern um Menschen, die im Sterben liegen. Möglich, vielleicht, dass hier lebensverlängernde Maßnahmen unterlassen werden, damit die Organe rechtzeitig entnommen werden können. Aber die meisten wollen doch ohnehin nicht, dass sie, wenn sie im Sterben liegen, mit allen nur möglichen Mitteln möglichst lange am Leben erhalten werden!, Was folgt daraus?, Einige Mediziner und Bioethiker, die einräumen, dass hirntote Patienten nicht wirklich tot sind (!), behaupten: Es ist moralisch gerechtfertigt , Hirn"tote" zum Zwecke der Organentnahme zu töten!

Diese verbleibende Unsicherheit wiegt weniger stark als der Nutzen, der durch Organspenden erwächst!

Bei der Vergabe von Spenderorganen kommt es immer wieder zu Ungereimheiten wie der Manipulation von Patientendaten, um Patienten an der Warteschlange vorbei bedienen zu können

Ist das ein Grund, nicht zu spenden?, Auch bei Spenden für Wohltätigkeitszwecke kommt es zu Korruption. Das ist aber kein Grund, vollständig auf das Spenden zu verzichten!, "Ich bedienen dieses System nicht.", Die Skandale wecken den Verdacht, dass auch bei der Hirntoderklärung nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht!

Erhalten wohlhabende Menschen eher eine Organspende?, Erhalten z.B. Privatpatienten eher eine Spende?, Eine systematische Bevorzugung von Privatpatienten ist nicht erkennbar, Beispiel: Ca. 10 % der Bevölkerung ist privat versichert. Der Anteil von Privatversicherten bei Lebertransplantationen im Jahr 2011..., .. ein Vorteil für Reiche mag nicht direkte nachweisbar sein, ist aber doch plausibel!

Die Würde des Sterbeprozesses wird gestört. In erster Linie betrifft das die sterbende Person selbst. Aber auch Verwandte können sich nicht in angemessener Form verabschieden.

Die Überschrift zu diesem Knoten wurde folgend auf diesen Leserbeitrag ergänzt: Renate Simon (-simon-) - 18.01.2013 11:31 Uhr Hallo Herr Groetker, der Angehörige kommt erst in zweiter Linie Organspende ist ja auch immer die Unterbrechung eines Sterbeprozesses, der aber für den einzelnen Sterbenden wichtig ist. Mein Mann war am letzten Tag ohne Bewusstsein, tauchte vormittags, als seine 1. Frau reinkam kurz auf, begrüßte sie und dämmerte weiter. Er starb am Abend in meinem Beisein ruhig und friedlich. Auch bei meiner Schwiegermutter erlebte ich, dass sie mitten im Sterbeprozess, nachdem ich eine heftige Niesattacke hatte, plötzlich völlig klar zu mir sagte, bist du schon wieder erkältet?, um dann nach meiner Antwort wieder im Dämmer zu verschwinden. Niemand weiß, was ein Sterbender mitbekommt und mein Mann, meine Schwägerin (ein Stiefkind meiner Schwiegermutter) und ich haben uns verdattert angesehen. Auch dann wenig später eingesehen, dass meine Schwiegermutter, solange ihr Sohn im Raum war, nicht sterben kann. Sie hat sich fürchterlich gemüht und erst, nachdem mein Mann und ich gegangen waren, wurde sie ruhig und verstarb innert einer knappen Stunde. --------------------------- imon (-simon-) - 16.01.2013 15:02 Uhr Angenommen, mein Mann wäre Organspender gewesen Mein Mann hatte ein Adenokarzinom der Lunge mit Metastasen im Gehirn (wo noch, ist unbekannt). Sein Herz hätte aber, wäre er jünger gewesen, verwendet werden können. Hätte ich seinen Sterbeprozess so begleiten können, wie ich es tat? Hätte ich mich so intensiv von ihm verabschieden können? Wohl kaum. Man hätte spätestens nach Einsetzen der "Kussmaul-Atmung" meinen Mann in den OP geschoben, explantiert und ich hätte da gestanden und nicht gewusst, wohin mit meinem Entsetzen. Den Abschied bedenken hier leider auch die Befürworter der Organspende nicht. Sie stehen neben einem "Toten" der beatmet wird, sich warm anfühlt, ja eigentlich noch lebt und nach Ihrem o.k. wird er rausgeschoben und das war's. Wie wollen Sie damit umgehen? Intensivpfleger könnten da einiges erzählen, aber sie kommen nicht zu Wort. Abgesehen davon benötigen die meisten Transplantierten neben lebenslang Medikamenten auch psychologische Hilfe, um mit der "Spende" umgehen zu können. Auch davon liest man nichts.   Barbara Koch-Mäckler (Herbstf...) - 17.01.2013 18:05 Uhr Verharmlosende Formulierungen Auf der Mindmap findet sich folgendes Argument: "Die Würde des Sterbeprozesses wird gestört: Verwandte können sich nicht in angemessener Form verabschieden." Diese Formulierungen empfinde ich als verharmlosend. Als ob es um "Formfragen" ginge. Ich bin überzeugt, dass der Sterbeprozess etwas tief Bedeutsames ist, eine große Wandlung am Ende des Lebens. Möchte ich diesen Prozess auf einem Operationstisch erleben, mit aufgesägtem Brustkorb, durchspült von eiskalter Konservierungsflüssigkeit und dann meine Organe herausgeschnitten bekommen ohne wirklich "zu Ende gestorben" zu sein? Ohne einen nahen Menschen an meiner Seite? Nein. Und ich möchte das auch für niemanden, der mir nahesteht, so erleben. Monika Renz, die viele Sterbende begleitet hat, hat in ihrem Buch "Zeugnisse Sterbender. Todesnähe als Wandlung und letzte Reifung" viele Beispiele dafür mitgeteilt, was für intensive und aussöhnende Prozesse im Sterben noch möglich sind. Dem eine Chance zu geben empfinde ich als Menschenrecht.   Roberto Rotondo (Rotondo) - 18.01.2013 22:18 Uhr Gibt es spezielle Probleme des Pflegepersonals in der Transplantationsmedizin? Für manche Pflegekräfte vollzieht sich während der Organentnahme etwas Einmaliges, nicht Vergleichbares mit anderen Operationen. Für sie ist dies nicht mehr mit den Begriffen Würde, Achtung und Respekt in Einklang zu bringen. Christine Lang: „Es ist nicht das Ich des Verletzen, nicht die Sprache der Kehle, des Mundes der Zunge, die das Ausmaß des Zugefügten bekundet. Es ist das Bild, die Aussagekraft des Körpers an sich, die das Erleiden dokumentiert und in mir das Phänomen infernalischen Schmerzes und markerschütternder Schmerzensschreie hervorruft.“ Quelle: Christine Lang, Krankenschwester. In: Hoff,J. & In d. Schmitten, J.: Wann ist der Mensch tot? Organver­pflanzung und Hirntodkriterium. Rowohlt 1994, S. 397 ff . Internet: http://www.transplantation-information.de/organspende_organspender/organspende_erfahrungen.html  

Der Ausblick darauf, Spenderorgane zu erhalten, führt zu einer veränderten medizinischen Behandlung sterbender Patienten!, Erhalten sterbende Patienten, die als Spender vorgesehen sind, z.B. keine Schmerzbehandlung mehr - weil diese die Hirntod-Diagnose verfälschen könnte?, Ja: Der Patient erhält keine Schmerzmittel mehr!

In extremen Fällen können unzählige Organe aufeinmal entnommen werden. Aber auch Hände, ganze Arme, Hautpartien und Knochen. Man kann der Ansicht sein, dass dies nicht mit der (auch durch das Grundgesetz gebotenen) Achtung der Würde des Spenders vereinbar ist

Umfragen unter OP-Pflegepersonal: Keine Zustimmung für Organspende! (unterstützt alle Punkte, die in dieser Reihe von Argumenten aufgeführt sind). Das Pflegepersonal ist die größte Berufsgruppe, die bei der Ex- und Transplantation beteiligt ist

Renate Simon (-simon-) - 16.01.2013 20:24 Uhr Facharbeit Grenzsituationen im Arbeitsbereich des OP-Pflegepersonals Die Explantation zu finden unter transplantation-information.de Dort heißt es unter 5.3 Gespräche mit OP-Pflegekräften: Ist es da verwunderlich, dass von 20 von mir befragten Mitarbeitern der OP-Pflege nur 2 einen Organspendeausweis besitzen, sich 7 unschlüssig zum Thema äusserten und 11 eine potentielle Organspende kategorisch ablehnten? Eine interessante website, die Pflegepersonal und Ärzte zu Wort kommen lässt.   Dr. Hans Juergen Gruener (GRUII001) - 16.01.2013 21:14 Uhr Leider gelten Ärzte und Pflegepersonal inzwischen als in solchen Fragen total inkompetent. Und der "Klinikchef" ist bekanntlich kein Arzt mehr sondern der "GeschäftsFÜHRER", der allenfalls etwas BWL studiert hat (meist 2. Bildungsweg), und jetzt den Doktor spielen will, bzw die Ärzte als reine Erfüllungsgehilfen ansieht. Und somit erklärt sich auch die von Ihnen zitierte Statistik.

Wie ließe sich die Spendenbereitschaft erhöhen?

Spender als Organ-Empfänger bevorzugen!

Wolfgang Schlage (20thStreet) - 18.01.2013 07:51 Uhr Das Organspendersein als Voraussetzung zum Organempfang Ich möchte noch einmal dafür plädieren, ein System einzurichten, in dem nur der Organe bekommen kann, der sich schon seit langem auch zur Spende bereiterklärt. Dann können die Bedenkenträger es getrost mit sich selbst ausmachen, ob sie Spender sein wollen - wenn nicht, dann reduziert sich eben nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage. Im heutigen System hingegen kann jeder seine hochmoralischen Bedenken äußern - aber wenn er dann selbst ohne Organspende sterben würde, kriegt er die Organe dann möglicherweise doch, nämlich von jemandem, der vorher als "unmoralisch" denunziert wurde. Das ist Ausbeutung von Gutwilligkeit.   Inanc Bardakcioglu (HurraTu...) - 16.01.2013 11:27 Uhr (...) Die ganze Problematik ließe sich sehr sehr einfach lösen: Ein nationales Register aller potentiellen Spender einrichten, und diese ganz klar in den Wartelisten bevorzugen, wenn sie selber ein Organ brauchen, und schon sehen wir Scharen an Menschen, die sich urplötzlich zur Organspende bereit erklären! Es gibt zu viele Egoisten in der Gesellschaft und anders kann man dem nicht entgegentreten. Wir sind eine Solidargemeinschaft aber bei Organen und Gesundheit funktioniert dies einfach noch nicht. Warum? Wegen dem Hirngespinst, dass man die Organe in Himmel oder Hölle noch braucht?   Jürgen Bachmann (Fazlese...) - 16.01.2013 17:05 Uhr Es gibt genügend Organspender in Deutschland wenn die Organe auch nur an Spenderwillige vergeben werden. Nur durch die hohe Anzahl der Schmarotzer (spenden -> nein; empfangen -> ja) reichen die Organe nicht. Bitte alle Nicht-Spender im Gesundheitsministerium Namentlich erfassen und bei Erkrankung sterben lassen. Dann sinken die Wartezeiten wieder dramatisch und alle sind zufrieden.

Das Prinzip "Spende" passt nicht zum marktförmig durchorganisierten Gesundheitssystem. Wer seine Organe hergibt, verlangt eine Gegenleistung!

Dies würde dem Geist der Spende widersprechen!

Anonymität aufheben: Bereitschaft für Spenden an konkrete Empfänger wäre größer!

Annegret Schiestel (anna54) - 16.01.2013 12:49 Uhr Differenzierung notwendig Eine Organspende für jemanden, der mir nahesteht, kann ich mir grundsätzlich gut vorstellen. Anonymen Organspenden stehe ich aus mehreren Gründen skeptisch gegenüber: In unserer Gesellschaft geht es heute ganz überwiegend nur noch ums Funktionieren, nicht nur bei Maschinen sondern in all unseren Rollen: als ArbeitnehmerInnen, wo wir wie Rädchen im Getriebe funktionieren sollen, als Väter, Mütter, Leistungsträger und so weiter, die alle Belastungen und Probleme schnell und reibungslos bewältigen sollen. Krankheit, Behinderung und Tod werden gern ausgeblendet. Sie gehören aber genauso zum Leben wie Arbeit und Aktivitäten. Durch eine pauschale Bereitschaft zur Organspende wird auch noch unser Körper zur Verfügungsmasse für einerseits sicher sinnvolle, aber manchmal auch nicht sinnvolle Organspenden. Es fällt mir schwer, die Begriffe sinnvoll und nicht sinnvoll hier mit konkreten Beispielen zu belegen. Vielleicht jeweils ein Beispiel: eine sinnvolle Organspende ist die Überlassung einer     Stefan Kugl (Kugll) - 16.01.2013 12:17 Uhr Opfer und Anonymität passen schlecht zusammen Es gibt gute Gründe für die Anonymität in dem System. Leider führt das auch dazu, dass niemand für eine Person spendet, sondern seine Spende einer "Black Box" übergibt. Die "Black Box" benötigt per se mehr Vertauensvorschuss als die direkte Spende an eine namentliche Person. Leider zersetzt die Bürokratie in dem System schneller Vertrauen als sie es aufbaut - etwa durch die jüngsten Betrügereien - da nützen PR-Aktionen nichts. Leuten, die denken "bin ich tot, ist mir das alles egal" werden davon wohl nicht berührt, wer die Entnahme aber als grobe Störung im Strebeprozess wahrnimmt - das dürften alle Religiösen sein - dem wird subjektiv ein großes Opfer abverlangt. Ein Opfer das man für konkrete Menschen sicher eher eingeht, als für ein Verteilungssystem. Ist ja simpel: Viele Leute schenken, aber wer macht anonym gute Taten?   Hans-Jürgen Steffens (McCauley) - 16.01.2013 12:30 Uhr (...) Der potenzielle Organspender sollte aber nicht nur positiv diskriminieren dürfen. Ein konstruiertes Beispiel: ein Folteropfer sollte gezielt seinem Peiniger eine Organspende verweigern dürfen.

Spender sollten ihre Organe bereits zu Lebzeiten verkaufen dürfen!

Moralisch betrachtet, hat man eigentlich ein Recht darauf, seine Organe verkaufen zu dürfen. Unglaublich, dass dies in Deutschland gesetzlich verboten ist.

Auf dem Spender-Ausweis gezielt auch die Einstellung zum Organ-Empfang abfragen, um das moralische Bewusstsein zu wecken

Kai Bockelmann (KB63) - 18.01.2013 10:37 Uhr Konsequenz Die Gründe, die hier gegen die Organspende angeführt werden, sind z.T. haarsträubend. "Egoismus" wurde hier schon genannt. Das ist konsequent und ehrlich. Aber diese Mitbürger sollten doch bitte auch so viel Konsequenz an den Tag legen, wenn es darum ginge, selbst ein (über-)lebenswichtiges Spenderorgan zu benötigen. Patientenverfügung genügt vielleicht: "Ich lehne es ab, Organe zu spenden. Deshalb lehne ich es auch ab, jemals ein Spenderorgan zu empfangen. Auch wenn davon mein Überleben abhängt." Das wäre konsequent und macht kein schlechtes Gewissen.

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