Augustinus

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Augustinus by Mind Map: Augustinus

1. Augustinus Menschenbild/Denkmethode

1.1. Welt und Mensch von Gott geschaffen; stellt sich damit gegen römischen Götterglauben

1.1.1. Herrschaftsform ist irrelevant, solange sie nicht zur Gottlosigkeit zwingt

1.1.1.1. Bedingungslose Orientierung an der Bibel in allen Fragen, da sie die absolute Wahrheit

1.1.1.1.1. Zeitauffassung ist nicht mehr zirkulär wie in Antike, sondern linear und theologisch

1.1.1.1.2. Zweite Wahrheit (Philosophie) bezeichnet Augustinus als unzureichend

1.1.2. Durch Sündenfall Adam und Eva ist menschliche Natur verdorben

1.1.2.1. Mensch ist folglich auf Gnade Gottes angewiesen

2. Einleitung

2.1. lebte im 4. und 5. Jahrhundert im römischen Reich

2.2. wichtiger Kirchenlehrer und Philosoph während Epochenschwelle zwischen Antike und Mittelalter

2.3. Sein Jahrhundert geprägt durch Christentum zur Staatsreligion im röm. Reich

2.4. beschäftigt sich in seinem Werk "de Civitas dei" mit der Verbindung zwischen Staat und Christentum

2.4.1. Das Buch war eine Reaktion auf die erstmalige Eroberung Roms und die damit einhergehende Schuldzuweisung gegenüber dem Christentum

3. Zwei-Reiche-Lehre

3.1. Civitas dei und Civitas terrena stehen sich gegenüber

3.1.1. Entstehung beider Reiche bei Schöpfung der Welt

3.1.1.1. Civitas terrena wird dem civitas dei deutlich untergeordnet

3.1.2. Civitas terrena: irdisches Reich,Diesseits

3.1.2.1. irdische Bürgerschaft ist heillos (Keine Aussicht auf Steigerung der Lebensverhältnisse)

3.1.2.2. Der Mensch ist in dieser Welt Bürger und lebt für menschliche Zwecke

3.1.2.3. Er partizipiert sich für Freiheit und Privilegien

3.1.3. Civitas dei: Reich Gottes,Jenseits

3.1.3.1. Hier sind alle Menschen vor Gott gleich, irdische Standesunterschiede spielen keine Rolle

3.1.3.1.1. Da alle Menschen vor Gott gleich sind, gibt es keinen Grund für Kämpfe und Krieg

3.1.3.2. Er partizipiert sich für Erlösung und Heil

3.1.3.2.1. Partizipation ist der Glaube

3.1.3.2.2. Repräsentation ist die Versammlung der Gläubigen (ekklessia)

4. Fazit

4.1. Die Überzeugungen beeinflussten Zeitgenossen und Nachwelt enorm!

4.1.1. Nach dem Untergang des römischen Reiches, hatte die politische Philosophie aufgrund der neuen, christlichen Geschichtsauffassung komplett ihre Bedeutung verloren und war zum Stillstand gekommen, diese Entwicklung hat das "dunkle" Zeitalter des Mittelalters maßgeblich geprägt.

5. Augustinus Politische Ordnung

5.1. Augustinus ordnet irdische Welt dem Reich Gottes deutlich unter

5.1.1. radikale Abwertung der Politik, weswegen ihm die konkrete Ausgestaltung dieser auch vollkommen gleichgültig ist

5.1.1.1. Einziger Zweck der "politis" war Schaffung eines Rahmens, in dem Menschen tugendhaftes Leben führen können um, nach ihrem Tod den Eintritt ins Gottesreich sichern zu können!

5.1.1.1.1. Zerstört antike Vorstellung zur Politischen Ordnung und führt zu linearen Geschichtsbild (Beginnt mit Jesus und endet im Himmelsreich)