Soziale Bewegungen...sind netzwerkförmige Verbünde von Personen, Gruppen und Organisationen mit g...

Was kennzeichnet "soziale Bewegungen" und in welchem Verhältnis stehen soziale Bewegungen und Protest?Quelle: Rucht, Dieter (2002): Anstöße für den Wandel - Soziale Bewegungen im 21. Jahrhundert

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Soziale Bewegungen...sind netzwerkförmige Verbünde von Personen, Gruppen und Organisationen mit gemeinsamer Problemwahrnehmung und Zielsetzung, die in kollektive Identität übergeht von Mind Map: Soziale Bewegungen...sind netzwerkförmige Verbünde von Personen, Gruppen und Organisationen mit gemeinsamer Problemwahrnehmung und Zielsetzung, die in kollektive Identität übergeht

1. ...sind ein Produkt moderner Gesellschaften

1.1. Heutigen 'progressiven' Bewegungen geht es zumeist um Reformen und nicht um Postmoderne o. Entwürfe von Alternativen, zur Moderne

1.2. Es gab und gibt ebenso antidemokratische Bewegungen, da diese Ansichten einen Teil der Gesellschaft darstellen

1.3. Gesellschaft als "hergestellte Wirklichkeit" ermöglicht das "historisches Subjekt", das Mögliches antizipiert und danach handelt

1.3.1. Abkopplung von Tradition

2. ...zielen (in letzter Konsequenz) auf die Grundlagen der Gesellschaft

2.1. Beanspruchen Motive/Bedürfnisse der Bewegung direkt und unverfälscht wieder zugeben. *Wirft die Frage, auf inwieweit Bewegungen in ihrer Gesamtheit und auf Dauer an kollektiven Interessen und einer kollektiven Identität festhalten können.

2.2. Wollen sozialen Wandel herbeiführen

3. ...weisen strukturell einen mittleren Organisationsgrad auf

3.1. Können schnell auf neue Herausforderungen/Bedürfnisse reagieren

4. ...nutzen kollektiven und öffentlichen Protest als Mittel zur Einflussnahme

4.1. Radikalität der sozialen Bewegungen hat zumindest in der Vergangenheit eine wichtige Rolle gespielt (Bruch mit Traditionsglauben, grenzenlos in Utopien denken etc.)

5. ...sind nicht punktuell, sondern von längerer Dauer

5.1. Dauerhafte Einmischung in Politik

5.2. Menschen engagieren sich heute jedoch seltener lebenslang, sondern situativ

6. ...agieren zwischen alltäglicher Lebenswelt der BürgerInnen und den politischen Administrationen

6.1. Lebensweltverhaftet

6.2. Zeigen strukturelle Defizite von Institutionen auf, aber propagieren kaum gegen diese.

6.3. werden jedoch nicht immer von Parteien akzeptiert, da diesen nach Beständigkeit und Seriösität streben und soziale Bewegungen eher unstet, drangvoll und stimmungsgebunden sind

7. ...äußern sich im Zeitverlauf mehr in gewaltförmigen Aktionen