Bestimmung und Aussagekraft von Alltagsaktivität

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Bestimmung und Aussagekraft von Alltagsaktivität von Mind Map: Bestimmung und Aussagekraft von Alltagsaktivität

1. Bedeutung in der psychosomatischen Ambulanz

1.1. Der Psychiater stellt dem Patienten spezifische Frage über die Familiengeschichte, Alltagsaktivitäten, usw., um damit Rückschlüsse auf die Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung führen zu können.

2. Empfehlungen

2.1. World Health Organisation (WHO)

2.1.1. mind. 150 min moderat intensive Aktivität oder 5 min hochintensiver Aktivität

2.1.2. Kräftigung zentraler Muskelgruppen 2 mal wöchentlich

2.2. Physical Activity Guidelines for Americans

2.2.1. mind. 500-1000 MET-Minuten pro Woche bei Aktivitäten >3 MET

2.3. Centers for Disease Control and Prevention & American College of Sports Medicine

2.3.1. 30 min moderat intensive Aktivität pro Tag

3. Defintion

3.1. Regelmäßig wiederkehrende Bewegungsmuster, ausgenommen außerodentliche Lesitungsspitzen

4. Berechnung über die sogenannte metabolische Äquivalente

4.1. 1 MET = 3,5 ml O2 / Körpergewicht in kg / Minuten

4.1.1. 1 MET entspricht Ruhelage

4.1.2. 1-3 MET: Baseline Activities

4.1.3. >3 MET: Health Enhancing Physical Activities

4.1.3.1. 3-6 MET: moderat intensive Aktivitäten

4.1.3.2. >6 MET: hochintensive physische Aktivitäten

4.2. definierte MET-Werte für Alltagstätigkeiten (MET-Wert > 3)

4.2.1. Spazieren/Gassi gehen ebenerdig (4km/h) 3 Laufen zügig (8km/h) 8 Fahrrad fahren (ca. 20 km/h) 8 Fahrrad fahren (ca. 15 km/h) 4 Gartenarbeit ohne schwere Werkzeuge 5 Staubsaugen 3,5

4.3. MET-Minuten

4.3.1. MET-Wert einer moderat intensiven Aktivität * Dauer der Ausführung = MET-Minuten

4.3.2. werden genutzt um wöchentliche Aktivitätsmaße definieren zu können, und um verschiedene Alltagsaktivitäten zusammenzufassen

4.3.2.1. Defizite können in Zahlenform aufgezeigt werden

4.3.3. Nachteil

4.3.3.1. funktioniert in einem sich wiederholende Alltagsmuster voller Routinen am besten. Unterscheiden sich die Wochen untereinander zu sehr, ist eine Verallgemeinerung schwierig

5. Bedeutung in Forschungsfeldern

5.1. bei Menschen mit Übergewicht (BMI > 25) oder Adipositad (BMI > 30)

5.1.1. Verhinderung von Übergewicht durch Einhaltung der Mindestempfehlungen

5.1.2. nachhaltiger Gewichtsverlust

5.1.2.1. auch Ernährung muss stimmen

5.1.2.2. 225-420 Minuten moderate intensive Aktivitäten pro Woche um Gewichtsverlust zu provozieren

5.1.2.2.1. beim Erreichen des Wunschgewichts weiterhin 200-300 Minuten wöchentlich um das Gewicht zu halten

5.1.2.3. nur möglich, solange Alltagsaktivitäten selbstständig durchgeführt werden können

5.1.3. in Deutschland: 67,1% der Männer und 53% der Frauen zwischen 18 und 79 Jahren übergewichtig

5.1.3.1. besonders junge Erwachsene zunehmend adipös, insbesondere Männer zunehmend

5.2. bei der Kinder- und Jugendentwicklung (5-17 Jahre)

5.2.1. Empfehlungen

5.2.1.1. 60 Minuten moderater bis intensiver körperlicher Aktivität pro Tag

5.2.1.2. 12.000 Schritte pro Tag

5.2.1.3. 3 mal wöchentlich intensive physische Aktivitäten zur Muskel- und Knochenstärkung

5.2.2. nur 45% erreich vorgegebenes Maß

5.2.2.1. Gründe

5.2.2.1.1. Medienkonsum von mehr als 2h pro Tag

5.2.2.1.2. kein aktiver Schulweg (60% der Kinder)

5.2.2.1.3. sozioökonomische Gründe

5.2.2.2. Auswirkungen

5.2.2.2.1. signifikante Verschlechterungen in der Körperzusammensetzung, dem allgemeinem Fitnesslevel, Selbstbewusstsein, Sozialverhalten und schulischer Leistung

6. Diskussionsfrage

6.1. Überlegt euch, wo ihr in eurem eigenen Alltag explizite Möglichkeiten für mehr Aktivität schaffen könntet. Was für Tätigkeiten, besonders jene mit MET-Wert > 3, lassen sich routinemäßig in den Tages- und Wochenablauf implementieren?

6.2. Ist eurer Meinung nach die Alltagsaktivität in ihrer Wirkung und ihrem Nutzen, mit dem Sport gleichzusetzten?

7. Bedeutung der Alltagsaktivität in der Ambulanz

7.1. Die Alltagsaktivität hat auf etliche Gebiete einen Einfluss, so auch natürlich in der Medizin. So ist sie für die Ambulanz unumgänglich, in jedem Bereich der Ambulanz wird sie berücksichtigt

8. Bedeutung in der medizinischen Rehabilitation

8.1. „Während der akutmedizinische Ansatz primär auf die Behandlung der Erkrankung selbst und die Behebung der gesundheitlichen Schädigung gerichtet ist, liegt in der Rehabilitation demgegenüber der Schwerpunkt auf der Verbesserung, Erhaltung und bestmöglichen Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des ganzen Menschen in Alltag und Berufsleben (Welti, 2005).“

9. Nutzen von Alltagsaktivität im Allgemeinen

9.1. Mentaler Nutzen

9.1.1. Denn Bewegung hat positive Auswirkungen auf das subjektive Wohlbefinden und somit kann ein langfristiges Sportengagement erzeugen werden

9.2. Nutzen bei Adipositas

9.2.1. Da eine vermehrte körperliche Inaktivität als wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Übergewicht und Adipositas anzusehen ist, es ist wichtig die, die Zeit, die die Kinder mit Ruheaktivität wie Fernsehen, Computerspiele etc., zu verringern.

9.3. Bewegung ist gut für den Körper und die Gesundheit!

9.4. Nutzen bei Diabetes mellitus II

9.4.1. Auch bei der Diabetes Therapie steht die Alltagsaktivität im Fokus, so ist das primäre Ziel die Steigerung dieser, in Kombination mit einem gezielten Training

9.5. Nutzen bei Depressionen/Angststörungen

9.5.1. Auch bei Depressionen und Angststörungen gibt es eine Wechselwirkung zwischen der Erkrankung und der Aktivität des Patienten

10. kardiovaskuläres Risiko

10.1. „Das kardiovaskuläre Risiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, an kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder pAVK zu erkranken. Es steigt durch das Vorhandensein bestimmter kardiovaskulärer Risikofaktoren“

10.2. Herzinfarkt

10.2.1. Dazu kommt, dass eine sitzende Lebensweise und die Dauer des täglichen Sitzens die Wahrscheinlichkeit von Herz- und Gefäßerkrankungen erhöht.

10.3. Schlaganfall

10.3.1. Die Besonderheit beim Schlaganfall, er gleicht sich nahezu in seinen Risikofaktoren mit dem Herzinfarkt.

11. Aussagekraft von Alltagsaktivität

11.1. Die Alltagsaktivität hat in der Medizin einen hohen Stellenwert, rückt aber oft in den Hintergrund, da sie oft verallgemeinert wird, kann man sie nicht eindeutig zuordnen wie z.B. den Sport.