Lernen in Bildungsveranstaltungen (BV=Bildungsveranstaltungen)

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Lernen in Bildungsveranstaltungen (BV=Bildungsveranstaltungen) von Mind Map: Lernen in Bildungsveranstaltungen (BV=Bildungsveranstaltungen)

1. Veranstaltung= losgelöst vom Alltag, angeleitetes und planmäßiges Lernen

2. Teilnehmende Unterhalten sich über Thema aus ihrer Sicht und auf basis iherer eigenen Erfahrungen ( alle in je andrere Situation/ Lebenslage )

3. alle Anwesenden sind an Etablierung von Situation beteiligt

4. Ziel des Selbstgesteuerten lernens ist damit die befähigung Erwachsener zu praktiken des Eigenstädigen Lernens auch im Altag, die dem Anspruch an erwachsener Selbstbetimmung und Reflexivität gerecht werden -> Zielen letzlich fdarauf ab sich selber überflüssig zu machen

5. Stränge des Geschehens

5.1. viele Varianten der Etablierung von Lernsituationen -> vier ineinander verwobene Stränge

5.1.1. Aneignungsaktivitäten der Teilnehmenden

5.1.1.1. BV als Möglichkeit und Ressource des Wissenserwerbs unter anderen

5.1.1.2. Bezug zur Veranstaltung aus eigener Perspektive und auf Grundlage eigener bereits entwickelter biografischen Wissensvorrats

5.1.1.3. Durch Entscheidung für BV kommen zu bestimmter Zeit zu bestimmten Ort und wenden sich für gewisse Zeit geschehen dort zu

5.1.1.3.1. Teilnehmede Tragen immer aktiv zu Geschehen bei und können es gleichzeitig nie ganz Kontrollieren

5.1.2. Interaktion zwischen Vermittlung und Aneignung

5.1.2.1. keiner der Beteiligten kann geschehen Vollständig Kontrollieren

5.1.2.2. Situative bezugnahme des Lehrenden auf Situative Aneignungsaktivität der Teilnehmenden und Situative Einbindung der Aneigung in das Veranstaltungsgeschehen nicht unabhängig sondern wechelseitig aufeinander bezogen

5.1.2.2.1. Veranstaltungsgeschehen entesteh erst aus dieser Verschränkung -> wird erst gemeinsam hervorgebracht

5.1.2.2.2. Für erfolgreiche BV müssen Beteiligte sich auf (unterstellte) gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beziehen

5.1.2.2.3. Kommunikation darüber wie gelernt wird in Bezug auf Erwachsenheit

5.1.2.3. Veranstaltungsleiter besondere Rolle bei Etablierung und Transformation solcher geteilten Situationsverständnisse

5.1.2.3.1. können erst in Situativen wechselseitigen Bezugnahmen der Beteiligten aufeinander etabliert werden

5.1.3. didaktisches handeln

5.1.3.1. BV Ort des didaktischen Handelns -> Verhalten des Kursleiters im Vordergrund: "Dabei steht die normative Frage im Vordergrund, wie von Pädagogen gehandelt werden sollte, damit in ihnen Wissenerwerb und darüber hinaus Bildung möglich wird."

5.1.3.2. BV zeichnet sich durch Situatives, irreversibles und zeitkritisches Handeln und Reagrieren vor Ort aus

5.1.3.2.1. nicht viel Zeit zum Nachdenken oder Umaragieren

5.1.3.2.2. Möglichkeit unmittelbar Aneignungsaktivitäten der Teilnehmeden zu beachten und daraf einzugehen

5.1.3.3. Von Seite der Wissensvermitlung, besondere Möglichkeit zu Beobachten u. Einbindung von Aneigungsaktivitäten im Vordergrund u. Möglickeit der Anpassung des Vermittlungshandeln an Situative Erfordernisse

5.1.4. Gruppengeschehen

5.1.4.1. "Ein wichtiges Kennzeichen des Lehrens in Kursen ist die große Zahl der Personen, die daran Beteiligt sind "(S.161)

5.1.4.1.1. Statt finden einer BV setzt großen Abstimmungsbedraf voraus

5.1.4.2. besondere Dynamik des Lernes ergibt sich daraus von anderern Teilnehmenden beim Lernen wahrgenommen zu werden und selber wahrzunehmen wie sich andere auf Veranstaltungsgeschehen beziehen

5.1.4.2.1. komplexes Netz von Angebot und Herausforderung, veränderter Selbst- und Weltwharnehmung -> geht nicht allein von Lehrendem aus sondern beständig von Gruppe der Mitteilnehmden bedingt

5.2. Geschehen in Bildungsveranstaltungen gekennzeichnet durch: mehrere Personen zu bestimmter Zeit an Betsimmten Ort um Unteranleitung einer bestimmten Person mit festgelegtem Thema zu bestimmen und gemeinsames Lernziel zu kommen

6. Ebenen Didaktischen Handelns

6.1. Makro didaktisch

6.1.1. Zentrales Spannungsfeld: Diskrepanz zwischen der Orientierung an pädagogischen Zielen einerseits und Berücksichtigung ökonomischer Bedingungen anderer Seits

6.1.2. Veranstaltungsformen ( nachTietgens seit Ende 1960er)

6.1.2.1. Einzelvorträge und Vortragsreihe

6.1.2.1.1. Neue Wissenschaftliche Erkenntnisse werden vermittelt

6.1.2.1.2. interessante Personen äußert Meinung

6.1.2.1.3. neues Programm o. Thema wird eigeführt

6.1.2.1.4. Problematisch -> Passive Zuhörerrolle und Mangel an Austauschmöglichkeiten

6.1.2.2. Vortragskurs

6.1.2.2.1. ein Referent stellt ein Thema in einer geschlossenen Folge von Vorträgen vor

6.1.2.2.2. einzelne Wortmeldungen und Rückfragen möglich

6.1.2.3. Unterrichts- oder Lernkurs

6.1.2.3.1. Veranstaltung dient Erlernen bestimmter Fähigkeit oder Fertigkeit

6.1.2.3.2. Lerziel Vorab definiert -> fixiertes Verhältniss von Lehrenden und Lernenden

6.1.2.4. Arbeitskreis

6.1.2.4.1. Im Mittelpunkt Austausch vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen anhand von Themen die selbst eingebracht werden bzw. künstlerische u. gestaltende Eigenbetätigung der Teilnehmenden

6.1.2.5. Weitere Formen

6.1.2.5.1. Podiumsdisskusion

6.1.2.5.2. Fernseh-Arbeitskreis

6.1.2.5.3. Exkursion

6.1.2.5.4. Studienfahrt und Wochenendseminar

6.1.3. Verhältniss von lehrendem Wissen und individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden

6.1.4. Strukturierende Kategorien

6.1.4.1. Beziehungsverhältniss zwischen Lehrenden und Lernenden

6.1.4.1.1. hierachisches vs. egalitäres Verhältniss

6.1.4.1.2. aktive Beteiligung vs. passive Beteiligung der Teilnehmenden

6.2. Mikro didaktisch

6.2.1. Prinzipen

6.2.1.1. Teilnehmerorientierung

6.2.1.1.1. nicht das Einbeziehen der Wünsche der Teilnehmenden sondern das Einbeziehen ihrer Lernbedürfnisse

6.2.1.1.2. Veranstaltungsleiter = dominante Rolle -> soll sich bei Gestaltung an Teilnehmenden orientieren

6.2.1.1.3. Lernen in BV angeleitet -> soll auf ermöglichung von Selbststeuerung abzielen

6.2.1.2. Handlugsorientiert

6.2.1.2.1. nicht Handlungsorientiertes Lernen bleibt für Adressaten Folgenlos

6.2.2. Pädagogische Gründe für angebot von Veranstaltungsförmigen Lernmöglichkeiten

6.2.2.1. Verbindlichkeit des Lernens

6.2.2.1.1. bestimmte Zeit, bestimmter Ort, bestimmte Dauer -> Situations angemessenes Verhalten und in Kollektiv einfügen

6.2.2.2. als Lernender beobachtbar

6.2.2.2.1. konfronation mit aspekten der Welt die sonst eher nicht von einem Beachtung erfahren

6.2.2.3. Veranstaltungsleiter kann Aspekte uns Zusammenhänge auf je besondere Ausgangsbedingung der Teilnehmenden beziehen

6.2.2.4. körperliche Handlungsvollzüge können vor- und nachgemacht werden (z.B. Sprache, Nähen)

6.2.2.5. Gesprächssituationen

6.2.2.5.1. einbringen eigener Gedanken

6.2.2.5.2. Beziehen auf Andere

6.2.2.5.3. gemeinsame Gedanken entwicklung

6.2.3. angeleiteter Umgang mit Dingen-> Anfassen, Anschauen, Bearbeiten (z.B Defibrilator Erster Hilfe Kurs)

6.2.4. paradoxe Struktur

6.2.4.1. Ziel der Didaktik = altags Nah, selbstgesteuert und Situativ

6.2.5. "Genau genommen geht es beim sogenannetn "selbstgesteuerten Lernen" um das Arragieren und Anleiten von Situationen, in denen Erwachsene lernen (!) sollen ihr Lernen selber zu steuern. Es geht um die Ermöglichung von Selbststeuerung dort wo Erwachsene von sich aus (noch) nicht vollstädig in der lage sind " (S.168)

7. drei Didaktische Grundmodelle

7.1. personalisierte Wissensvermittlung

7.1.1. didaktische Aufberitung des Wissens richtet sich an den Lebenssituationen der Lerenden aus, die hierdurch eine direkte Relevanz für die Wissenvermittlung bekommen

7.2. unterstützte eigenstädige Wissensaneignug (selbstgesteurtes o. selbstorganisiertes)

7.2.1. Lernenede lernen nach Massgabe je eigener Präferenz und Überlegungen, in selbstgewählten Rythmen, selbstgewählte Themen/Lerninhalte

7.3. Verständigungsorientierter Erfahrungsaustausch

8. Ähnlichkeiten und Unähnlichkeit zur Schule

8.1. ähnlichkeiten

8.1.1. Geschehnisse im Kurs maßgeblich von Kursleiter Vorgegeben

8.1.2. Lehrer kann etwas das Lernende noch Lernen müssen/wollen

8.1.3. Herausgehobene Situation von Kursleiter

8.1.4. geringer Spielraum auf Seiten der Teilnehmenden

8.2. unähnlichkeiten

8.2.1. Teilnehmende nehmen freiwillig Teil

8.2.2. Erwachsenendidaktische Prinzipien wie Teilnehmerorientierung und Selbststeuerung

8.2.3. Kursleiter macht vor Teilnehmende machen nach (Imitation von Bestehendem)

8.2.4. Ausführung von Aufgaben -> Ausdruck von getroffener Entscheidung

8.2.5. freundliches Verhältniss zwischen Kursleiter und Teilnehmenden

9. Besonderheiten des Lernens in EB Veranstaltungen

9.1. Erwachsenen wird volle Verantwortung für ihr eigenes Lernen und dessen gestaltung zugesprochen

9.2. Lernen dient nicht mehr lebensvorbereitung sonder realisierung

9.2.1. als Passant ( vorübergehender bestandteil)

9.2.2. intergativer Bestandteil ( länger fristige Teilnahme an BV )

9.3. Lernen deutlich durch je konkrete Lebenssituationen und Lebensverläufe der Teilnehmenden gerägt

9.4. Geschehen vor Hintergrund biografischer Erfahrung wahrgenommen

9.4.1. auf gegnwärtige Lebenssituation bezogen und persönliche Relevanz und Anwendbarkeit bezogen

10. Quellen

10.1. Dinkelaker_Kraus 2012 Didaktik-erwachsenengerecht und Innovativ

10.2. Lernen Erwachsener III Formate ( Autoren unbekannt, bereitgestellt in Stud.IP unter 07_Kurse und Didaktik I)