Milieugestraltung für demenzkranke Menschen

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Milieugestraltung für demenzkranke Menschen von Mind Map: Milieugestraltung für demenzkranke Menschen

1. Wichtig: Individuell reagieren und spezielle Lösungswege suchen.

2. Ebenen 4: An der Betreuungsatmosphäre

2.1. Anwendung des Wohnküchenkonzeptes

2.1.1. gemeinsame Gestaltung des Tagesablaufes in Wohnküche ( lehnt sich an normalen Tag- / Nachtrhythmus an)

2.1.2. gemeinsam gekochte Mahlzeiten werden miteinander gegessen

2.1.3. Integration von einfachen, bekannten Koch- und Backrezepten, evtl. Jahreszeitliches Kompott, Marmelade ... kochen

2.2. weitere Beschäftigungsmöglichkeiten

2.2.1. Zeitungsschau

2.2.2. Umgang mit Werkzeugen

2.2.3. Wäsche legen

2.2.4. Blumen gießen

2.2.5. Staub wischen

2.2.6. Integrative Validation

2.2.7. Gedächtnistraining

2.2.7.1. basale Stimulation

2.2.8. Bewegungstherapie

2.2.9. Snoezelelemente

2.2.10. 10 - Minuten - Aktivierung

2.3. während der Nacht kann Wohnküche für " Wanderer" als Treffpunkt genutzt werden ( günstig: Getränke, evtl. kleine Imbiss bereitstellen, beruhigende Musik im Hintergrund )

3. Ebenen 1: An Kranken selbst.

3.1. Einfühlungsvermögen ist wichtige Voraussetzung

3.2. Bewohner haben Gefühl, selbst entscheiden können, seine Wünsche werden respektiert

3.3. Ressourcen des Patienten sollen gefördert werden, ohne zu überfordern

3.4. Bevormundung und Überfürsorglichkeit vermeiden

3.5. Das Wissen um die Biographie des Menschen und das Vertrauen des Patienten

4. Ebenen 2: An seinem Wohn- und Lebensraum.

4.1. Bewohnerzimmer einfach gestalten, möglichst große Fenster, möglichst vor Einzug.

4.2. vertraute Materialien verwenden ( Holz )

4.3. kleine Tischeinheiten -> keine Saalatmosphäre

4.4. Das Zimmer bereits vor dem Einzug mit persönlichen, biografisch orientie Gegenständen auszugestalten

4.5. helle Wohnbereiche mit indirekter Beleuchtung ohne Schattenbildung, günstig Dimmer integrieren

4.5.1. Der Bewohner sollte bereits bei Einzug ein Türschild mit seinem Namen vorfinden

4.6. warmeFarben für Wände bevorzugen

4.7. möglichst viel Bewegungsfreiheit

4.8. kontrastfreier Bodenbelag in matten Tönen zB. beige, braun... einsetzen

4.9. Reizüberflutung vermeiden

4.10. Stolperfallen vermeiden, Handläufe anbringen

4.10.1. sitzecken schaffen, die zum verweilen einladen

4.11. Türen, die genutzt werden, zB: zu Bewohnerzimmern, farblich von Wand absetzen.

4.12. wichtige Dinge leich erreichbar platzieren, nicht in Schränke

4.13. Türen, die nicht genutzt werden, sollten optisch zurückgesetzt sein, gleich Farbe wie die Wand streicht

4.14. Temperatur in Zimmer 21 bis 22 Grad

4.15. Sanitärbereich sollte angenehmen Charakter haben, muss behindertengerecht sein, wichtige Dinge sollen farblich abgesetzt sein

4.16. Bewohner benötigen gewohnte Umgebung mit entsprechenden Reizen

4.16.1. Mögliche Reize

4.16.1.1. Düfte verwenden, wirken angenehm und assozieren persönliche Erinnerungen

4.16.1.2. Stofftiere zum Streicheln

4.16.1.3. Kinderwagen, Stubenwagen mit Puppe bewirken entsprechende Aktivitäten

4.16.1.4. Garderoben, Frisierkommoden... werden gerne ausgeräumt und benutzt

4.16.2. Haushaltgegenstände, Tischlappen, Wischtücher u.ä. laden zur aktiven Benutzung ein

5. Ebenen 3: Gestaltung des Tagesablauf/ Wochenstrukturierung

5.1. Tagesstruktur durch geregelten Tagesablauf, alltagsnahe Gestaltung ...

5.1.1. am Vormittag Aktivitäten und Angebote mit hauswirtschaftlichem Schwerpunkt

5.1.2. am Nachmittag und Abend Aktivitäten und Angebote mit erlebnisorientiertem Schwerpunkt wählen, sollten sich an der Jahreszeit orientieren

5.1.3. der feste zeitliche Rahmen, der durch die Mahlzeiten vorgegeben ist, gibt eine Struktur vor, die der Orientierung hilft

5.2. Rituale unterstützen die Orientierung, wenn sie regelmäßig angewandt werden

5.2.1. gleicher Sitzplatz

5.2.2. Tischgebet/ Abendgebet

5.2.3. Tasse Milch vorm schlafen gehen

5.2.4. individuelle Schlafzeiten/ Schlafgewohnheiten berücksichtigen -> Biografiebogen

5.2.5. das Einläuten der Nachtruhe durch entsprechende Musik

5.2.6. gutes Geschirr an Sonn- und Feiertagen

5.2.7. Geburtstagsrituale

5.2.8. Dinge zu kramen und sortieren zB. Wäsche zu legen

5.2.9. Wichtig: hinterfragen welche Rituale "gelebt" wurden, darauf einstellen zu können, da Rituale oft ... ...oden sind. ...atmosphäre schaffen, wo sich Menschen mit Demenz ... fühlen