Müller 2019: Rechtschreiben lernen

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Müller 2019: Rechtschreiben lernen von Mind Map: Müller 2019: Rechtschreiben lernen

1. erklärt: Großschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, auch die Zeichensetzung und die Schreibung von dass-das

2. Vorstellungen von Rechtschreiblernprozess

2.1. herkömmliche Vorstellung vom Rechtschreiblernen

2.1.1. Ein größerer Zeitaufwand im Unterricht für die Besprechung und Erläuterung von Rechtschreibphänomenen, Regeln, Merkhilfen oder zur Kontrolle von Aufgaben führt zu einer besseren Leistungsentwicklung

2.1.2. Dependenztheoretisvche Perspektive

2.1.2.1. Das didaktische Bemühen richtet sich auf den Lerngegenstand zu vereinfachen, indem die deutsche Schrift altsekundäres System, als aufgeschrieben Sprache und somit als Lautschrift betrachtet wird. Die Beziehung zwischen Phonemen und Graphemen stehen demnach im Mittelpunkt der Aneignung.

2.1.2.2. "Schreib, wie du sprichst - aber sprich deutlich (hochdeutsch)

2.1.2.3. geschriebenes wird als Visualisierung von gesprochenem betrachtet

2.1.2.4. Die Schriftsprache entwickelt sich nach der Lautsprache

2.1.2.5. Für jedes Phonem soll ein und nur ein Graphem verwendet werden

2.1.2.5.1. Begründung: nicht lautbezogene Schrift, ist nicht regelhaft

2.1.2.6. Die Schreibung einer Unzahl von Wörtern merken, die zu einzelnen Regeln passen

2.2. Rechtschreiblernen aus der Sicht der Graphematik

2.2.1. Zusammenhänge zu bereits Bekanntem entdecken und Analogien bilden um Schreibungen systematisch zu erschließen

2.2.2. Schriftspracherwerb erweitert die kognitiven und sprachlichen Möglichkeiten

2.2.3. Schrift bietet die Möglichkeit zur Dekontexualisierung und Distanzierung

2.2.4. Die geschrieben Sprache unterscheidet sich sowohl materiell als auch im Gebrauch von der gesprochenen

2.2.5. Graphematik: befasst sich mit Graphemen und Schreibsilben (Groß/Kleinschreibung, Getrennt/Zusammenschreibung und Interpunktion

2.2.5.1. Ermöglicht die Struktur des Schriftsystems analysier- und lernbar zu machen

2.2.5.2. Es geht beim Lernen um Überschaubarkeit , Übertragbarkeit und Erklärbarkeit. ( in erster Linie nicht merken von Ausnahmen erforderlich)

3. Warum wir schreiben, wie wir schreiben

3.1. Ein Blick in die Geschichte der Schrift und des Schreibens im deutschen Sprachraum

3.1.1. Das deutsche Schriftsystem ist sehr komplex

3.1.1.1. Je älter ein Schriftsystem ist und je mehr Wandlungsprozesse die gesprochene Bezugssprache genommen hat, desto komplizierter ist es auch

3.1.2. Schriftstrukturierende Elemente trugen dazu bei, dass dich geschrieben Texte von der reinen Buchstabenlinie entfernten

3.1.2.1. Spatiensetzung von irischen Mönchen übernommen

3.1.2.2. Gliederungszeichen vom Vorleser selbst gesetzt

3.1.2.3. durch Wortzwischenräume wurde die Lesegeschwindigkeit beim stillen Lesen gesteigert

3.2. Schrift als Lesehilfe

3.2.1. Schnelle Lesbarkeit wird auf der Ebene des Wortes durch eine große visuelle Ausgeglichenheit der Schreibsilbe erreicht

3.2.1.1. mehr als vier Konsonantbuchstaben werden vermieden. Die Silbenanfangsränder werden verkürzt (z.B. sp, st,...)

3.2.1.2. H markiert den Silbenschnitt und liefert Wortformen (Z.B. gehen, stehen,...

3.2.1.3. Silbenanfangs- und -endränder bestehen aus begrenzten Buchtsbaenkombinationen. ( Schmelzen, ramsch)

3.2.2. Schwache Leser können Wörter nicht in ihre lexikalischen und grammatischen Einheiten zerlegen

3.2.3. Morphemkonstanz

4. Was wir über den Aufbau der deutschen Schriftsprache wissen: Grundlegende Prinzipien der Graphematik

4.1. Das phonographische Prinzip

4.1.1. Grundlegende Prinzip aller Alphabetschriften

4.1.2. Graphem-Phonem-Korrespondenzregeln

4.1.2.1. Phoneme können nach bestimmten Regeln Grapheme zugeordnet werden und umgegekehrt

4.2. Das silbische Prinzip

4.2.1. Silben im Geschriebenen verhalten sich zur Silbe in der gesprochenen Sprache ähnlich wie Grapheme zu Phonemen

4.2.1.1. Unterschiede zwischen Sprech- und Schreibsilbe

4.2.1.1.1. Schreibsilbe: "Schpritze" vermieden; Sprechsilbe nicht

4.2.1.1.2. Kern einer Sprechsilbe kann ein Lang- oder ein Kurzvokal sein; Schreibsilbe nur bei i/ie

4.2.1.1.3. Die Silbentrennung ist im Geschriebenen deutlicher markiert als im Gesprochenen.

4.2.2. In der Umgangs- und Standardlautung können Formen verschliffen werden

4.2.2.1. Endungen nicht deutlich wahrnehmbar

4.2.3. silbische Prinzip regelt die Vokalqualität und die Vokalquantität

4.2.4. offene Silbe (wo) =langer Vokal : geschlossene Silbe (oft) =kurzer Vokal

4.2.5. Mehrzahl von nativen Inhaltswörter besteht aus trochäischen Zweisilbern, die aus einer betonten Vollsilbe und einer unbetonten Reduktionssilbe bestehen

4.3. Das Morphologische Prinzip

4.3.1. bedeutungstragende Einheiten von Wörtern

4.3.2. Morpheme sind nach gängiger Definition die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten von Wörtern -->wichtig für die Bedeutungserfassung beim Lesen

4.4. Das syntaktische Prinzip