Kommunikation und interkulturelle Kooperation

Vorlesungsreihe Universität Jena - Prof. Bolten Bearbeitung im Zuge des Masterstudiums an der Donau-Universität Krems (PKNM6)

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Kommunikation und interkulturelle Kooperation von Mind Map: Kommunikation und interkulturelle Kooperation

1. 3

1.1. Vorlesung 3 Varianten des Kulturbegriffes

1.1.1. Begriff

1.1.1.1. Es gibt keinen einheitlichen Kulturbegriff (unscharf /fuzzy), es gibt also nicht richtig oder falsch, sondern nur angemessen oder nicht angemessen

1.1.1.2. Kultur als Substanz

1.1.1.3. Kultur als Relation/Beziehung

1.1.1.3.1. cultura, abgeleitet aus colere; ‚pflegen‘ (Kluge, Etymologisches Wörterbuch. Berlin 1989, 418)

1.1.1.4. Kultur als Reziprozitätspraxis

1.1.1.4.1. In allen vier Varianten des Kulturbegriffs bezieht sich der Aspekt der „Pflege“ auf Reziprozitätsbeziehungen des Einzelnen (Reziprozität = Gegenseitigkeit)

1.1.2. Varianten

1.1.2.1. enger Kulturbegriff (besser bezeichnet als "Kunst")

1.1.2.1.1. Platons Höhlengleichnis

1.1.2.1.2. Setzt Maßsstäbe aus einer vermeintlichen Position der Überlegenheit heraus (1./2./3. Welt)

1.1.2.1.3. Natur vs. Kultur

1.1.2.1.4. Kultur vs. Massenkultur

1.1.2.2. erweiterter Kulturbegriff

1.1.2.2.1. geschlossen

1.1.2.2.2. offen

1.1.2.2.3. Gesellschaften haben keine Kultur(en), sie sind Kulturen →„Kultur“ und „Handeln“ sind nicht voneinander trennbar: Der erweiterte Kulturbegriff ist ein Prozessbegriff

1.1.2.2.4. Kurz-Videos zu Interkulturalität https://www.youtube.com/user/IntercultureTV

1.1.2.2.5. Multikollektivität / Polykollektivität

1.1.3. Wann ist es "meine" Kultur?

1.1.3.1. Vetrautheit ist die Basis von Vertrauen

2. 9-12

2.1. Vorlesung 9 Multikulturalität - Interkulturalität - Transkulturalität

2.1.1. Varianten von Multikulturalität

2.1.1.1. Monokulturalität

2.1.1.1.1. Beispiel NPD 2004

2.1.1.2. Multikulturalität I

2.1.1.2.1. Beispiel REP 2002

2.1.1.3. Multikulturalität II

2.1.1.3.1. Beispiel ÖVP 2008

2.1.1.4. Multikulturalität III Multikulturalität als Miteinander: Interkulturalität

2.1.1.4.1. Beispiel Die Grünen 2001

2.1.1.4.2. Konsenszwang vermeiden und den Mehrwert von Diversität bewusst machen

2.1.1.4.3. Multikulturelle Begegnungen als interkulturelle Begegnungen inszenieren - Diversität als Ausgangspunkt zielorientierter „gemeinschaftlicher“ Entwicklungen verstehen

2.1.1.4.4. Selbstbewusstes Auftreten fördern und Zivilcourage zeigen

2.1.1.4.5. Das Andere nicht nur folkloristisch zeigen, sondern auch (sich) erklären (lassen)

2.1.1.4.6. Fremdes und Multikulturalität als Lernchance begreifen

2.1.1.4.7. Aktivitäten vernetzen (und dabei Geduld beweisen)

2.1.2. Interkulturalität

2.1.2.1. Interkulturalität ist Voraussetzung für die Entstehung einer – gemeinsamen - „Kultur“.

2.1.2.2. IK als Aushandlungsprozess

2.1.2.2.1. Interkulturalität (C) entsteht durch das interaktive Miteinander von Beteiligten aus verschiedenen Kulturen (A/B).

2.1.2.2.2. In diesem Prozess werden –vielfach unbewusst– Interaktionsregeln „ausgehandelt“, die es u.U. in dieser Form in keiner der Ausgangskulturen gibt.

2.1.2.2.3. Je langfristiger und nachhaltiger die gemeinsamen Handlungsregeln praktiziert werden, desto höher ist der Grad ihrer Konventionalisierung

2.1.2.3. IK auf den Punkt gebracht

2.1.2.3.1. * Interkulturalität entsteht durch die Interaktion von Beteiligten aus verschiedenen „Kulturen“.

2.1.2.3.2. * Interkulturalität bezeichnet in diesem Sinn ein interaktives Miteinander. Im Gegensatz zur Multikulturalität handelt es sich um einen Prozess- und nicht um einen Strukturbegriff (Nebeneinander).

2.1.2.3.3. * Interkulturalität wird von Fall zu Fall und in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext von den Beteiligten durch die Markierung gemeinsamer AKZEPTANZSPIELRÄUME ausgehandelt. (Bsp. Aufzug 0:41:15-0:44:00)

2.1.2.3.4. * „Interkulturen“ sind demzufolge Voraussetzung für die Entstehung von „Kulturen“. Umgekehrt gilt: Jede „Kultur“ ist Resultat interkulturellen ‚Aushandelns‘ (von Bedingungen des Routinehandelns, Plausibität und Normalität).

2.1.2.4. Kulturvergleichende vs. Interkulturelle Perspektive

2.1.2.4.1. Kulturvergleichende Forschungen betrachtet Kulturen/ Lebenswelten „für sich“ als unabhängige Einheiten und setzen sie in Relation zueinander. Interkulturelle Forschungen setzen ein solches Vergleichwissen voraus und untersuchen die Interaktionsprozesse zwischen A und B. Dementsprechend ist es (außer in der Metaperspektive) nicht korrekt, von „interkulturellem Vergleich“ zu sprechen.

2.1.2.5. IK Missverständnisse

2.1.2.5.1. Ursachen

2.1.2.5.2. Abhilfe

2.1.3. Transkulturalität

2.1.3.1. nach W. Welsch ist das Konzept der Transkulturalität dem Konzept von Multikulturalität III sehr ähnlich. Es verfolgt das Ziel sich von struktureller Interkulturalität abzugrenzen (vs. prozessurale Interkulturalität).

2.1.3.2. Problematische Nutzung im Pflege-/Gesundheitsumfeld in Bezug auf ein „Allgemeinmenschliches“ eine „Kulturfreiheit“ des Handelns suggeriert, die es faktisch nicht geben kann.

2.1.4. Enkulturation Akkomodation Akkulturation (1:04.20)

2.1.4.1. Enkulturartion

2.1.4.1.1. Sozialisation und Erlernen von Regeln und sozialen Normen durch das Leben in einer bestimmten Gruppe/Lebenswelt

2.1.4.2. Akkomodation

2.1.4.2.1. Adaption anderer Handlungsweisen aus einer anderen Lebenswelt für die eigene Lebenswelt

2.1.4.3. Akkulturation

2.1.4.3.1. Gehe in eine andere Lebenswelt (Kultur) und übernehme andere Handlungsnormen

2.1.4.3.2. funktioniert aber nicht! (1:05.55)

2.1.4.4. Akkulturations- und Integrationsmodelle gehen in der Regel von Homogenitäts- bzw. Homogenisierungsprämissen aus.

2.1.4.5. Vorteile bietet demgegenüber die Verwendung des Kohäsionsbegriffs

2.1.5. Kulturschocktheorie (nach Oberg)

2.1.5.1. Warum nicht?

2.1.5.1.1. Interkulturelle Situationen sind in der Regel (in Teilen) bekannter als man es erwartet

2.2. Vorlesung 10 Interkulturelle Organisationslehre

2.2.1. Varianten

2.2.1.1. "culture free" = klassisches internationales Management

2.2.1.1.1. Internationalisierungsstufen

2.2.1.1.2. klassische Form des internat. Managements, Orientierung an Nationalstaaten (Vorschriften, Regeln, Gesetze..) ->Hard facts weniger wichtig sind Kultur und Konventionen -> Soft Facts

2.2.1.2. kulturvergleichend

2.2.1.2.1. Kultur wird ernster genommen, man weiss, dass man bei Marktauftritten auf- passen muss (meist geschlossener Kulturbegriff), stark inhaltsorientierte Kommunikation (WAS)

2.2.1.2.2. Theory Z (W.G. Ouchi)

2.2.1.3. interkulturell

2.2.1.3.1. nicht vergleichendes sondern interaktionales Vorgehen (joint ventures), offener Kulturbegriff (Netzwerke), Kommunikationsbegriff (WAS+WIE)

2.2.1.3.2. Interkulturelles Management orientiert sich weniger an dem Vergleich gegebener Strukturen (von Ländern, Unternehmen, Teams etc.), sondern an Prozessen, die zwischen den Partnern stattfinden.

2.2.1.3.3. Aufgabenbereiche des interkulturellen internationalen Managements

2.2.1.3.4. Dynamiken interkultureller Unternehmenskultur (Rathje)

2.2.1.4. Fazit Alle drei Varianten des internationalen Managements sollten bei Internationalisierungsprozessen berücksichtigt werden. Ihre Stärke entfalten sie erst im wechselseitigen Zusammenspiel (‘harter’ und ‘weicher’ Faktoren).

2.2.1.4.1. • Internationales “Culture-free”-Management beschafft die für das Internationalisierungsvorhaben grundlegenden Daten und Fakten

2.2.1.4.2. • Kultur-/ ländervergleichendes internationales Management informiert über kulturelle Länderspezifika und erschließt in Hinblick auf die verglichenen Kulturen Erklärungsmöglichkeiten

2.2.1.4.3. • Interkulturelles internationales Management unterstützt den eigentlichen Internationalisierungsprozess auf der Handlungs-ebene der Individuen und kann zum Aufbau interkulturell reflektierter Organisationsstrukturen beitragen.

2.2.2. Internationalsierungs- u. Besetzungsstrategien

2.2.2.1. ethnozentrisch: Schlüsselpositionen in internat. Tochtergesellschaften werden primär durch Stammhausmitarbeiter besetzt

2.2.2.2. polyzentrisch: Primäre Besetzung der Schlüsselpositionen durch Gastlandvertreter

2.2.2.3. regiozentrisch: Die Besetzung der Managerpositionen einer Niederlassung erfolgt regionenspezifisch (z.B. EU-Ost)

2.2.2.4. geozentrisch: Besetzung mit den besten Mitarbeitern ohne Rücksicht auf ihre Herkunft (z.B. multinationale/ virtuelle Teams).

2.3. Vorlesung 11 Kulturbezogenes und interkulturelles Marketing

2.3.1. Varianten

2.3.1.1. klassisches IM

2.3.1.1.1. Analogie zu IT-orientiertem Kommunikationsmodell

2.3.1.2. kulturspezifisches IM

2.3.1.2.1. Negativbeispiel für Überstandardisierung

2.3.1.2.2. Leitfragen

2.3.1.2.3. Um-Branding PAL zu Pedigree (nach Merger)

2.3.1.2.4. Regionale Standardisierung : Globales Marketing

2.3.1.3. Interkulturelles Marketing

2.3.1.3.1. Beispiel Pril Werbespot

2.3.1.3.2. Leitfragen

2.3.1.4. Von interkulturellem Marketing lässt sich unter der Voraussetzung sprechen, dass Beteiligte unterschiedlicher Kulturen z.B. in Agenturen gemeinsam Marketing-Lösungen „aushandeln“. Dies betrifft bei Dachkampagnen oder bei der Festlegung regionaler Cluster vor allem die Bestimmung zielgruppenspezifischer Akzeptanzgrenzen.

2.3.2. Fazit: Erst auf der Grundlage des Zusammenspiels der drei Varianten lässt sich internationales Marketing als Unternehmensstrategie einsetzen.

2.3.2.1. Product/Produkt

2.3.2.1.1. Modalität (Verpackung)

2.3.2.1.2. Sortimentsbreite

2.3.2.1.3. Quantität (size)

2.3.2.1.4. Qualität (premium etc.)

2.3.2.1.5. Markenpolitik

2.3.2.2. Price/Preis

2.3.2.2.1. Zahlungsbedingungen

2.3.2.2.2. Preisgestaltung

2.3.2.2.3. Rabatte

2.3.2.3. Placement/Distribution

2.3.2.3.1. Klima

2.3.2.3.2. Absatzwege

2.3.2.3.3. Recht/ Einfuhrbedingungen

2.3.2.3.4. Ladengestaltung

2.3.2.4. Promotion/Werbung

2.3.2.4.1. Werbung

2.3.2.4.2. Medien-/ Werbeträgerauswahl

2.3.2.4.3. Sprache

2.3.2.4.4. Public Voice

2.3.2.4.5. Imagepflege

2.3.2.4.6. Werte & Erwartungen

2.3.2.5. Service

2.3.2.5.1. Garantieleistungen

2.3.2.5.2. Beschwerdemanagement

2.3.2.5.3. Nachhaltiges Consumer Relationship Management

2.4. Vorlesung 12 Interkulturelle Personalorganisation

2.4.1. Abhängigkeiten zw. PE und OE

2.4.1.1. WICHTIG: Personal- und Organisationsentwicklung MÜSSEN aufeinander abgestimmt sein!!!

2.4.2. Personalentwicklung

2.4.2.1. Aus- u. Weiterbildung

2.4.2.1.1. Aus-/ Weiterbildung (into-, near-, off-, on-the-job Training)

2.4.2.1.2. Outplacement

2.4.2.1.3. informelle Bildungsangebote

2.4.2.2. Personalförderung

2.4.2.2.1. Trainee-Programme

2.4.2.2.2. Assessment Center, Leistungsbeurteilung, Feedback

2.4.2.2.3. Coaching, Mentoring/ Supervision

2.4.2.2.4. Karriereplanung, Job-Rotation, Anreizprogramme

2.4.2.3. Personalarbeit

2.4.2.3.1. Personalrecht, Personal-/Finanzplanung, P-Controlling

2.4.2.3.2. Lohnbuchhaltung; operationale Personalbetreuung

2.4.3. Organisationsentwicklung

2.4.3.1. Strategiewandel; Wissensmanagement

2.4.3.2. Gestaltung von Veränderungsprozessen

2.4.3.3. Prozessoptimierung (operativ); Teambuilding

2.4.3.4. Personalmarketing; -controlling

2.4.4. Kompetenz

2.4.4.1. Handlungskompetenz

2.4.4.1.1. „Handlungskompetenz wird verstanden als die Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten“

2.4.4.1.2. Handlungskompetenz dokumentiert sich im Zusammenspiel ( ‚competere‘) von (a) sach-/ fachbezogenen, (b) methodischen/ strategischen, (c) sozialen, (d) individuellen Teilkompetenzen

2.4.4.2. Sachkompetenz

2.4.4.3. Methodenkompetenz

2.4.4.4. Selbstkompetenz

2.4.4.5. Sozial Kompetenz

2.4.5. Interkulturelle Kompetenz

2.4.5.1. (Interkulturelle) Handlungskompetenz

2.4.5.1.1. Interkulturelle Kompetenz (ikK) ist keine eigenständige fünfte Teilkompetenz, sondern eine Transferkompetenz. Sie ist kontext- und damit kulturspezifisch. Da die Kontexte dynamisch sind, ist sie selbst fuzzy.

2.4.5.1.2. Teilaspekte

2.4.5.2. ikK Messung

2.4.5.2.1. Wenn interkulturelle Kompetenz das dynamische Zusammenspiel von individuellen, sozialen, fachlichen (gegenstandsbezogenen) und strategischen Teilkompetenzen in Hinblick auf konkrete interkulturelle Handlungskontexte darstellt, lässt sie sich – wenn überhaupt - auch nur in dynamischen und ganzheitlichen Handlungskontexten beurteilen

2.4.5.2.2. Ergebnisse interkultureller Kompetenzmessung sind nie absolut, sondern immer nur aussagekräftig in Bezug auf einen bestimmten interkulturellen Handlungskontext.

2.4.5.3. ikK Entwicklung

2.4.5.3.1. 1. Look and See

2.4.5.3.2. 2. Fremdsprachenkurse

2.4.5.3.3. 3. Kulturspezifische Trainings

2.4.5.3.4. 4. Interkulturelle Trainings

2.4.5.4. organisationale ikK

2.4.5.4.1. Problemfelder entsandter Mitarbeiter

2.4.5.4.2. Methoden zur system. Nutzung der Erfahrungen von Expatriates

2.4.5.4.3. Integrierte internationale PE/OE

3. 4-8

3.1. Vorlesung 4 Kulturelles als soziales Gedächtnis

3.1.1. Historiziät

3.1.1.1. Koordination

3.1.1.1.1. durch weitgehende Synchronie bzw. Gleichzeitigkeit sozialen Handelns

3.1.1.2. Kontinuität

3.1.1.2.1. durch Tradierung und Konventionalisierung

3.1.2. Soziales Gedächtnis

3.1.2.1. Kommunikatives G.

3.1.2.1.1. Haltbarkeit ca. 80 Jahre (mündlich)

3.1.2.2. Kulturelles G.

3.1.2.2.1. (schriftlich, Dokumente, Monumente)

3.1.2.3. Modi

3.1.2.3.1. Modus der Aktualität (Hic et Nunc)

3.1.2.3.2. Modus der Potenzialität als Archiv

3.1.2.4. Funktionsweise des sozialen Gedächtnisses im Tradierungsprozess

3.1.2.4.1. Legitimation "sofort"

3.1.2.4.2. Delegitimation "sofort"

3.1.2.5. Medien als Steuerungsfaktoren des sozialen Gewissens

3.1.2.6. Um bei Problemen seine Sichtweisen und die dahinter liegenden Gründe formulieren zu können ist das eigenkulturelle Wissen wichtig! [1:04:08] - ebenso wie das zielkulturelle Wissen. (führt dazu, dass es für das gegenüber plausibler wird)

3.2. Vorlesung 5 Kommunikative als kulturelle Stile

3.2.1. Marketingstrategie

3.2.1.1. So standardisiert wie möglich, so lokal wie nötig. Mit geringstem Aufwand möglichst viele Leute ansprechen (Minimalprinzip)

3.2.1.1.1. Deutschland

3.2.1.1.2. USA

3.2.1.1.3. Frankreich

3.2.1.1.4. Japan

3.2.2. Intellektuelle Stile (J. Galtung)

3.2.3. Soziale Milieus (R. Münch)

3.2.4. Kommunikative Stile

3.3. Vorlesung 6 Unternehmenskultur - Struktur und Prozess

3.3.1. Unternehmenskultur

3.3.2. Varianten des UK-Begriffs

3.3.2.1. Homogenitätshypothese

3.3.2.2. Heterogenitäts-Hypothese

3.3.3. UK als Funktion der Eigendynamik und Steuerung

3.3.4. Paradigmenverschiebungen im Zusammenhang mit der Globalisierung

3.3.4.1. Integrative UK-Konzepte, Strategische Allianzen, Corporate cohesion, Allgemeine Leitlinien, Mehrwertigkeit, Social Networking

3.3.5. Fuzzy Cultures

3.3.6. Kommunikations-Netzwerke (Bsp. VW)

3.3.7. UK-Entwicklung

3.4. Vorlesung 7 Methoden der Kulturanalyse

3.4.1. Berufsfelder

3.4.1.1. Consultants

3.4.1.2. Trainer

3.4.1.3. Coach

3.4.1.4. Mediator

3.4.2. Perspektivenabhängigkeit

3.4.2.1. Erst mikro dann makro! Um Stereotypisierungen zu vermeiden, ist das „Wegzoomen“ von der mikro- zur makroanalytischen Perpektive dem umgekehrten Weg vorzuziehen: man weiß dann zumindest, dass der Gegenstandsbereich nicht so homogen ist, wie man ihn makro-begrifflich vielleicht darstellt.

3.4.2.2. mikroanalytisch -> Spezifizierung, Einzelfall

3.4.2.2.1. Netzwerkanalyse (T. Schweizer)

3.4.2.3. mesoanalytisch -> kommunikative als kulturelle Stilanalyse

3.4.2.3.1. Kulturstandards (A. Thomas)

3.4.2.4. makroanalystisch -> Generalisierung, "Kulturdimensionen"

3.4.2.4.1. statische Modell ("Dimensionen")

3.4.2.4.2. Strukturmodelle

3.4.2.5. Beispiel

3.5. Vorlesung 8 Wahrnehmungsprozesse; Images und Stereotype

3.5.1. Wahrnehmung

3.5.1.1. ist charakterisiert durch ...

3.5.1.2. ... das Wechselspiel von Erfahrung und Erwartung

3.5.1.2.1. Schema-Bildung

3.5.1.2.2. Schemavernetzung

3.5.1.3. ... den Sozialisationskontext des Wahrnehmenden

3.5.1.4. ... die Maxime „es soll einen Sinn geben

3.5.2. Images (Bilder), Stereotype und Vorurteile

3.5.2.1. Bilder/Images

3.5.2.1.1. Selbstbild

3.5.2.1.2. Fremdbild

3.5.2.1.3. Metabild

3.5.2.1.4. Spiegelneuronen

3.5.2.2. Stereotype

4. 1-2

4.1. Vorlesung 1 Kommunikationsbegriffe

4.1.1. Kommunikationsprozesse

4.1.1.1. Voraussetzungen für Kommunikation

4.1.1.1.1. Kanal/Medium

4.1.1.1.2. Inhalt/Nachricht

4.1.1.1.3. Beziehung

4.1.1.1.4. Watzlawick

4.1.1.1.5. Kommunikation als Zusammenspiel

4.1.1.1.6. Kommunikation erzeugt Realität bzw. hat Einfluss auf Realitätsbildung

4.1.2. Kommunikation schafft Kultur!

4.2. Vorlesung 2 Kommunikative Systeme und kommunikativer Wandel

4.2.1. Ebenen

4.2.1.1. Keine Ebene existiert ohne die andere! (-> Interdependenz, wechselseitiger Zusammenhang)

4.2.1.2. verbal

4.2.1.3. nonverbal

4.2.1.4. paraverbal

4.2.1.4.1. Das paraverbale Kommunikationsmittel Schweigen ist besonders interessant in der Betrachtung der kulturellen Unterschiede und ist, aufgrund des großen Potenzials seiner Interpretationsmöglichkeiten, der High-Context-Kommunikation zuzuordnen (Knapp & Knapp-Potthoff, 1987). Das folgende Zitat belegt die Interpetationsfülle des Schweigens: Das Schweigen kann sowohl ja als auch nein bedeuten. Das Schweigen kann die verschiedensten und gegensätzlichen Zustände des Gemüts widerspiegeln. Bei verschiedenen Gelegenheiten drückt das Schweigen Unzufriedenheit aus – oder Zustimmung, es kann Besorgnis oder Ruhe ausdrücken, gegenseitiges Verstehen oder Einspruch, Bewegtsein oder völlige Interesselosigkeit. Es kann Verachtung ausdrücken, Stolz, Demut, oder – stolze Überhebung, Billigung oder Mißbilligung. Es gibt ein diskretes Schweigen oder ein indiskretes. Schweigen kann sowohl Kälte ausstrahlen als auch menschliche Wärme usw. (Páramo Ortega, 1967: 140). Ein Paradebeispiel in der Literatur ist die kulturelle Distanz bezüglich des Schweigens zwischen den Vereinigten Staaten und Japan (Atanasov & Göhring, 2002). Die USA gelten als „Extremfall westlicher Redefreudigkeit und fehlender Pausentoleranz“ (Atanasov & Göhring, 2002: 140), während in Japan längere Pausen und Schweigen selbstverständlich sind. Die Bedeutung von Schweigen in den Vereinigten Staaten zeigt sich in der Phrase to give someone the silent treatment, was übersetzt bedeutet, jemanden anderen mit seinem Schweigen zu strafen (Atanasov & Göhring, 2002: 142); eine starke Form der sozialen Sanktion für den Amerikaner (Hall, 1969). Schweigen kann demnach durchaus ein großes Hindernis in der transkulturellen Begegnung darstellen, wenn die Gesprächsteilnehmenden unterschiedliche Kommunikationsstile und -mittel verwenden und erwarten.

4.2.1.5. extraverbal

4.2.1.6. Beispiele

4.2.1.6.1. extraverbal- Seminarraum

4.2.1.6.2. paraverbal - Logo

4.2.1.6.3. Zeitschriften

4.2.2. Kommunikativer Wandel

4.2.2.1. vollzieht sich so, dass er für uns noch plausibel ist

4.2.2.2. Gründe sind der Ausgleich der vier Ebenen d.h. ändert sich auf einer Ebene etwas müssen die anderen Ebenen nachziehen (z.B. Präsentation in Farbe statt S/W oder mit Beamer statt Overhead)

4.2.2.3. Beispiel z.B. Produktnamen f. Autos

4.2.3. Kommunikationsprozesse

4.2.3.1. schließen informationstechnologische sowie Inhaltsund Beziehungsaspekte ein

4.2.3.2. vollziehen sich auf verbaler, non-verbaler, para-verbaler und extra-verbaler Ebene

4.2.3.3. konstituieren im Zusammenspiel dieser Ebenen einen systemisch-kohäsiven Zusammenhang (→ Stil) als Wirklichkeitskonstrukt („etwas gemeinschaftlich machen“)

4.2.3.3.1. Definition: Stil