Adolf Reichwein

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Adolf Reichwein von Mind Map: Adolf Reichwein

1. pädagogische Bedeutung

1.1. Reformpädagoge

1.2. Konzept: praktisches Lernen mit "Kopf, Herz und Hand"

1.2.1. Modell einer humanen und lebendigen Schule

1.2.2. Sammlung, kritische Sichtung, Erprobung, bündige Zusammenfassung fast aller reformpäd. Leitmotive und Teilergebnisse

1.3. Hauptwerke

1.3.1. Schaffendes Schulvolk (1937)

1.3.2. Film in der Landschule (1938)

1.4. Rahmenkonzept für Zusammenarbeit Schule und Museum

1.4.1. didaktische Aufbereitung gilt nach wie vor als museumspädagogische Modellausstellung

2. Widerstand

2.1. Kreisauer Kreis

2.1.1. Helmuth James von Moltke / Peter Yorck von Wartburg

2.1.2. ab 1943: Julius Leber / Claus Graf Schenk von Stauffenberg

2.1.3. im Kern ca. 20 Personen

2.1.4. Neuaufbau nach WK: - Idee von einer auf kommunalen wirtschaftlichen und kulturellen Selbersverwaltungs-Körperschaften aufbauenden Gesellschaftsruktur - dezentraler Staatsaufbau von unten nach oben - Prinzipien der Eigenverantwortlichkeit und Mitbestimmung - Überwindung der alten nationalstaatlichen Rivalitäten - "Weltbund der Kontinente": Bildung einer europäischen Förderatio freier souveräner Staaten mit gesamteuropäischer Regierung

2.1.5. seit Januar 1944: Hinarbeiten auf Staatsstreichaktion mit Attentat gegen Hitler

2.1.6. 20. Juli 1944: Attentat auf Hitler scheitert

2.1.6.1. Verhaftung von fast allen Kreisauer Mitgliedern, nahezu alle zum Tode verurteilt

2.2. Verbindungsmann zu Widerstandsgruppierungen in D und Ausland

2.3. einziger eigentliche "Bildungsfachmann" im Kreisauer Kreis

2.3.1. gilt im Kreisauer Kreis als Kultusministerkandidat für Regierung nach Hitler

2.3.2. hauptsächlich für Ausarbeitung von Grundsätzen für umfassende Bildungsreform + Auswahl geeigneter Führungspersonen zuständig

3. persönliche Reflexion

3.1. mutiger Widerstandskämpfer

3.2. beeindruckende und sehr traurige Lebensgeschichte

3.3. entschied sich gegen das Exil

3.4. stand zu seinen Überzeugungen, ließ sich durch nichts davon abbringen

3.5. "Hut ab."

4. Biographie

4.1. 1898 - 1944

4.2. Geburtsort: Bad Ems

4.3. Sterbeort: Berlin-Plötzensee

4.4. Konfession: evangelisch

4.5. Gattin: Rosemarie Pallat (Heirat 1.Apr.1933)

4.5.1. 4 Kinder

5. Werdegang

5.1. Mitglied des Wandervogels

5.2. 1918/19: sofort auf Seiten der jungen Republik (demokratisch-rechtsstaatliche Verfassung)

5.3. studierte in Frankfurt/Main und Marburg, promovierte 1923

5.4. Leiter der Volkshochschule Jena

5.5. führender Repräsentant der Thüringer Volksbildungsbewegung

5.6. persönlicher Referent des preußischen Kultusministers Becker

5.7. 1930: Professor für Politik und Geschichte in Halle/Saale

5.8. 1930: Beitritt zur SPD, öffentliche Auseinandersetzung mit aufziehdendem Nationalsozialismus, Verteidigung der demokratischen Errungenschaften der Weimarer Republik

5.9. April 1933: "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" - sofortige Beurlaubung

5.10. Oktober 1933: Leitung der einklassigen Landschule (Volksschule) in Tiefensee (Mark Brandenburg)

5.11. Mai 1939: Leitung der Abteilung "Schule und Museum" (Berliner Museum für Deutsche Volkskunde)

5.12. "Abend des 22. Juni 1944": - Treffen mit führenden kommunistischen Funktionären - Spitzel des Gestapo anwesend

5.13. 4. Juli 1944: weiteres Treffen vereinbart, Festnahme durch Gestapo

5.14. am 20. Oktober 1944 zum Tode verurteilt