Geographie

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Geographie von Mind Map: Geographie

1. 12/2 Entwicklungsgeographie

1.1. Regional- und Strukturpolitik der EU

1.1.1. Stärkung der Peripherie

1.1.2. EU2020 Strategie

1.1.3. Ausgleich regionaler Disparitäten

1.1.4. Ausbau der Finanzierung für EU regionale Politik

1.1.4.1. Fördermittel: z.B. Kohäsionsfonds (>Transeuropäische Verkehrsnetze)

1.1.4.2. Konvengenzfonds (Wirtschaftliche Stabilität)

1.1.4.3. Phasing-Out/-in (Übergangshilfen)

1.1.4.4. Wettbewerb und Beschäftigung, territoriale Zusammenarbeit

1.2. Transformationsprozesse im Osten Europas

1.2.1. Allgemein

1.2.1.1. Zusammenbruch des sozialistischen Gesellschaftsystems

1.2.1.2. Durchbruch der sozialen Marktwirtschaft

1.2.1.3. Rückständigkeit durch Kombinate wird territoriale Produktionskomplexe

1.2.1.4. 1991. Gründung de GUS

1.2.1.5. Beitritt ausgewählter Staaten in die EU

1.2.1.6. unterschiedliche Konversionsgeschwindigkeit

1.2.2. Landwirtschaft

1.2.2.1. Umwandlung flächengroßer Staatsbetriebe (Kolchosen) in kleine, z.T. private Betriebe

1.2.2.2. Entstehung von Genossenschaften und Kapitalgesellschaften

1.2.2.3. Problem: Schlechte Infrastruktur, geringe Möglichkeiten zur Mechanisierung > geringe Wettbewerbsfähigkeit

1.2.3. Industrie

1.2.3.1. Beibehaltung der Branchenstruktur (Schwerindustrie)

1.2.3.2. Fehlende Investitionsvorhaben

1.2.3.3. geringe Modernisierung

1.2.3.4. Diversifizierung zu gering

1.3. EU-Förderprogramme in SH 2014-2020

1.3.1. Arbeit

1.3.1.1. Sicherung und Gewinnung von Fachkräften

1.3.2. ländlicher Raum

1.3.2.1. strukturelle Entwicklung und Gestaltung des ländlichen Raums

1.3.3. Fischerei und Aquakultur

1.3.3.1. Förderung nachhaltiger Fischerei und Meeresumweltschutz

1.3.4. Interreg

1.3.4.1. Förderung länderübergreifender Projekte zum Abbau wirtschaftlicher sozialer und räumlicher Unterschiede

1.3.5. Landesprogramm Wirtschaft

1.3.5.1. Förderung Wachstum und Beschäftigung

1.4. Mobilität

1.4.1. Soziale Mobilität

1.4.1.1. horizontal (in einer Schicht)

1.4.1.2. vertikal (zwischen Schichten, Tellerwäscher > Millionär)

1.4.2. Räumliche Mobilität

1.4.2.1. Zirkulation

1.4.2.1.1. Pendler

1.4.2.1.2. Urlauber

1.4.2.2. Migration

1.4.2.2.1. permanent/temporär

1.5. Migrationsgründe Push- und Pull-Modell

1.5.1. Push-Faktoren (Herkunftsland)

1.5.1.1. Arbeitslosigkeit

1.5.1.2. politische Instabilität

1.5.1.3. Krieg

1.5.1.4. Überbevölkerung

1.5.1.5. Verfolgung

1.5.1.6. Naturkatastrophen

1.5.1.7. Armut

1.5.2. Pull-Faktoren (Zielland)

1.5.2.1. Hochkonjunktur

1.5.2.2. Frieden

1.5.2.3. gute Verdienstmöglichkeit

1.5.2.4. Arbeitskräftebedarf

1.5.2.5. Freiheiten

1.5.2.6. Anwerbeabkommen

1.5.2.7. Bildungsmöglichkeit

1.5.3. Persönliche Faktoren

1.5.3.1. Abenteuerlust

1.5.3.2. Neugierde

1.5.3.3. Netzwerke, Kontakte

1.5.3.4. Klima

1.6. Migration in SH Bsp Rendsburg

1.6.1. Internationale Migrationsbewegungen

1.6.1.1. Gastarbeiter aus der Türkei, ca. 2000 mit Migrationshintergrund

1.6.2. Nationale bzw. regionale Wanderungen

1.6.2.1. Abwanderung von Familien

1.6.2.2. Fortsetzung von jungen Qualifizierten

1.6.3. Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mind. ein Elternteil nicht mit deutschen Staatsbürgerschaft geboren wurde

1.7. Innerdeutsche Wanderbewegungen

1.7.1. die innerdeutschen Wanderungen seit der Wende 1990 sind die größten innerstaatlichen Bevölkerungsbewegungen seit Ende des 2. WK

1.7.1.1. Grund: ausbleibende ökonomische und soziale Entwicklung weiter Bereiche der neuen Bundesländer

1.7.2. Die Abwanderungswellen haben die Altersstruktur der Bevölkerung in den neuen Bundesländern verändert -> Ältere Menschen + Männer sowie gering qualifizierte bleiben zurück -> Geburtenzahlen stark rückläufig

1.7.3. ländliche strukturell schwache Regionen sind besonders betroffen

1.7.4. Bevorzugte Zielregion: Bayern, BaWü, NRW

1.8. Bevölkerungsgeographie Deutschland

1.8.1. Demographischer Wandel in Deutschland

1.9. Entwicklung der Geburten und Sterberaten in Deutschland

1.10. Disparitäten

1.11. Entwicklungshilfe

2. 12/1 Wirtschaftsregionen Europas

2.1. -> Europa ist ein "Flickenteppich" mit unterschiedlichen Entwicklungsstadien in einzelnen Regionen => räumliche Disparitäten

2.1.1. Ost-West-Gegensatz (durch Kalten Krieg, Politik,...)

2.1.2. Zentrum-Peripherie

2.2. Fachbegriffe

2.2.1. Blaue Banane

2.2.1.1. gekrümmtes Agglomerationsband vom Großraum London über den Ballungsraum Brüssel, das Rhein-Ruhrgebiet, den Rhein-Main und Rhein-Neckar, die östliche Schweiz bis hin zum norditalienischen Dreieck Turin-Mailand-Genau. Es ist ein Gebiet mit vergleichsweise dynamischer Wirtschaft und Wohlstand sowie starker Verkehrsverflechtung.

2.2.2. Agglomerationsband

2.2.2.1. Ansammlung von (z.B. Städten)

2.2.3. Aktivräume

2.2.3.1. Metropolen und ihr Umland (siehe Blaue Banane)

2.2.4. Passivräume

2.2.4.1. Peripherie (nördlich Skandinavien, nördlich Schottland, Osteuropa, große Teile Griechenlands)

2.3. von Agrar- zur Dienstleistungsgesellschaft

2.3.1. Drei-Sektoren-Modell nach Fourastié

2.3.1.1. Verschiebung der Beschäftigtenquote vom primären Sektor (Landwirtschaft) über den sekundären Sektor (Industrie, Produktion, handwerk) hin zum tertiären Sektor (Dienstleistungen)

2.3.1.1.1. Gründe

2.3.2. Vier-Sektoren-Modell

2.3.2.1. Zuwachs und Durchsetzung von Computertechnologien -> Informationsbereich

2.3.2.2. Dienstleistungsgesellschaft -> Informationsgesellschaft

2.4. Das Ruhrgebiet - Glück auf?

2.4.1. Montankrise > Deindustrialisierung > Strukturwandel

2.4.2. Ursachen Montankrise

2.4.2.1. Kohle

2.4.2.1.1. Überangebot auf dem Weltmarkt

2.4.2.1.2. ungünstige Lagerverhältnisse -> hohe Förderkosten

2.4.2.1.3. Konkurrenz anderer Energieträger

2.4.2.2. Stahl

2.4.2.2.1. Konkurrenz außereuropäischer Produzenten (z.B. China)

2.4.2.2.2. Marktsättigung

2.4.2.2.3. hohe Produktionskosten im Vergleich

2.4.2.2.4. Konkurrenz von Kunststoffen

2.4.3. Wege aus der Montankrise

2.4.3.1. Reindustrialisierung

2.4.3.1.1. Ansiedlung von Zukunftsindustrien aus den Bereichen High-Tech, IT, Umwelt)

2.4.3.2. Tertiärisierung

2.4.3.2.1. Förderung von Bildung Kultur und Freizeitwirtschaft.

2.5. Standort eines Betriebes

2.5.1. harte Standortfaktoren (kann man genau messen)

2.5.1.1. Steuern/Abgaben, verfügbare Flächen, Infrastruktur

2.5.1.2. Nähe zu Zulieferern, Arbeitskräfteangebot, Rohstoffe

2.5.2. weiche Standortfaktoren (schwer messbar)

2.5.2.1. Mentalität der Bevölkerung, Stadtbild, Klima

2.5.2.2. Kulturangebot, Freizeitwert, Image

2.5.3. für unterschiedliche Branchen sind unterschiedliche Standortfaktoren ausschlaggebend

2.5.4. Standorttheorie nach A. Weber

2.5.4.1. Entwicklung einer allgemeinen Standorttheorie für die Schwerindustrie

2.5.4.2. Reduktion der Standortfaktoren auf Arbeitskosten, Agglomerationsvorteile und Transportkosten

2.5.4.3. Entscheidend für die Transportkosten ist es, ob die Materialien bei der Verarbeitung gewicht bzw. Volumen verlieren oder nicht

2.5.4.3.1. Reingewichtsmaterialien vs. Gewichtsverlustmaterialien

2.5.4.4. Optimalstandort dort, wo die Gesamtkosten der Entfernungen aller Rohmaterialien und Endprodukte die geeignete Transportbelastung aufweisen

2.5.4.5. Agglomerationsvorteile: Kostenvorteile durch räumliche Nähe zu Betrieben ähnlicher Branchenorientierung

2.5.5. Standortsysteme und Clusterbildung

2.5.5.1. Als Cluster bezeichnet man ein branchenspezifisches Netzwerk von

2.5.5.1.1. innovativen wissenschaftlichen oder technischen Großunternehmen

2.5.5.2. Diversifizierung: vielfalt sorgt für Absicherung

2.5.5.3. Automobilindustrie: Produktionsstätten im Cluster

2.5.5.3.1. Marketing

2.5.5.3.2. Produktion einzelner Teile

2.5.5.3.3. Zusammensetzung (Montage)

2.5.5.3.4. Ausbildung neuer Arbeiter

2.6. SWOT-Analyse Oresund

2.6.1. Stärken

2.6.1.1. wirtschaftsfreundlich

2.6.1.2. zukunftsorientierte Branchen

2.6.1.2.1. Umwelt, Pharma, science parks

2.6.1.3. Infrastruktur

2.6.1.3.1. Forschung und Bildung

2.6.1.4. Differeziert

2.6.1.5. Flughäfen (3), Verbindung von 2 Ländern

2.6.1.6. Universitätsstandort

2.6.1.7. Internationale Weltmarktführer

2.6.1.8. direktinvestitionen

2.6.2. Chancen

2.6.2.1. Hochqualifiziertes Personal

2.6.2.2. Arbeitsplätze

2.6.2.3. Förderung kleiner Unternehmen

2.6.2.4. Alleinstehungsmerkmal (Cluster durch Brücke)

2.6.2.5. Lage am Wasser

2.6.2.6. grenzübergreifende Zsm Arbeit

2.6.3. Schwächen

2.6.3.1. hohe Instandhaltungskosten der Brücke

2.6.3.2. Hohes Verkehrsaufkommen durch Pendler

2.6.3.3. Nur einheimische Unternehmen im Bereich Medizintechnik

2.6.3.4. unterschiedliche Währungen der beteiligten Staaten

2.6.4. Risiken

2.6.4.1. Klimawandel > Überschwemmung

2.6.4.2. Abhängigkeit beider Staaten voneinander?

2.6.4.3. Verdrängung von Flächen/ Platzbedarf?

2.7. Steckbrief EU

2.7.1. Fläche 4.476.000 qkm

2.7.2. Einwohner 512,4 Mio (2018)

2.7.3. Mitgliedsstaaten 28

2.7.4. Ziel: Frieden, Werte und Wohlbefinden ihrer Völker zu fördern. Gleiche Lebensbedingungen in allen Regionen

2.8. Planwirtschaft

2.8.1. sämtliche Produktionsmittel (Kapital, Arbeit) gehören dem Staat. Konsumgüter können Privateigentum sein

2.8.2. Vorteile

2.8.2.1. niedrige Arbeitslosigkeit

2.8.2.2. Gleichheit

2.8.2.3. Wirtschaftslage stabil

2.8.2.4. kein Arm-Reich-Gefälle

2.8.2.5. Schutz vor Armut

2.8.2.6. Keine Preisschwankungen

2.8.2.7. "gerechte" Ressourcenverteilung

2.8.3. Nachteile

2.8.3.1. eingeschränkte Freizeit

2.8.3.2. Produktion entspricht nicht Nachfrage

2.8.3.3. Planungsfehler > Versorgungslücken

2.8.3.4. Verschwendung

2.8.3.5. keine Konkurrenz > keine Quali Steigerung

2.8.3.6. keine Entscheidungen von Unternehmen/ Arbeitnehmern

2.9. Einfluss der Politik auf die Wirtschaft

2.9.1. soziale Marktwirtschaft

2.9.1.1. Sozialgsetzgebung durch den Staat

2.9.1.1.1. Sicherung der Wettbewerbsordnung und menschenwürdiges Arbeits- und Lebensverhältnisse

2.9.1.2. Freie unternehmerische Entscheidungen

2.9.1.3. Wirtschaftsziel

2.9.1.3.1. Gewinnmaximierung

2.9.1.4. freie Kräfte des Marktes = Wettbewerb/ Angebot und Nachfrage

2.9.1.5. Freier Handel und freie produktionsgestaltung; Möglichkeit des Staates zu Intervention

2.9.2. zentrale Wirtschaftsplanung

2.9.2.1. Zentral gelenkte Planung

2.9.2.2. Wirtschaftsziel

2.9.2.2.1. planerfüllung; Bedarfsdeckung mit Gütern des täglichen Bedarfs zu niedrigen Preisen

2.9.2.3. fehlender Wettbewerb

2.9.2.4. fehlende Modernisierung

2.9.2.5. Staatliche Lenkung und Kontrolle aller Wirtschaftsvorgänge

2.9.2.6. Kein/ kaum Privateigentum an Produktionsmitteln > Staatsbesitz

2.9.2.7. Zentrale Preisfestlegung

2.9.2.8. Enge Verknüpfung von Politik und Wirtschaft

3. 13/1 Globalisierung

3.1. Definition

3.1.1. Intensivierung globaler Verflechtung auf transnationaler (grenzüberschreitend) Ebene in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Ökologie, Kultur, Tourismus, Technologie, Kommunikation und Kapitalbeschaffung.

3.2. Phasen der Globalisierung

3.2.1. Erste Phase

3.2.1.1. 15.-18. Jh: Kolonialisierung und Aufklärung

3.2.1.2. 18.-19. Jh: Demokratie, Industrialisierung und wissenschaftlicher Fortschritt

3.2.1.3. 1870-1930: Imperialismus und Internationalisierung

3.2.1.4. 1925-1990: zweiter Weltkrieg

3.2.2. zweite Phase

3.2.2.1. 1945-1990: der kalte Krieg und die Entwicklung

3.2.2.2. seit 1970: Umweltprobleme und Reichtums Unterschiede

3.2.3. dritte Phase

3.2.3.1. seit 1990: Kapitalismus und Neoliberalismus

3.2.3.2. seit 1995: Massentaugliche Internetkommunikation

3.3. Ursachen und Voraussetzungen

3.3.1. Technologische Ursachen

3.3.1.1. Weltumspannendes Kommunikationsnetz

3.3.1.2. Computerisierung

3.3.1.3. Senkung der Transaktionskosten durch moderne Verkehrs- und Kommunikationstechnologien

3.3.2. Politisch-rechtliche Ursachen

3.3.2.1. Neue Wachstumszentren im asiatisch-pazifischen Raum, z.b. China

3.3.2.2. Zusammenbruch des Sozialismus und Abbau politischer Spannungen

3.3.2.3. Transformation der Wirtschaftsordnungen in den mittel und osteuropäischen Ländern

3.3.3. Soziokulturelle Ursachen

3.3.3.1. Zunehmende Mobilität des Menschen

3.3.3.2. Globale Produkte

3.3.3.3. Wachsende Ausgleichung von Lebensstilen, Normen, Ritualen und Wertvorstellungen

3.3.4. Ökonomische Ursachen

3.3.4.1. Deregulierung auf den Güter- und Faktormärkten

3.3.4.2. Abbau von Handelshemmnissen

3.3.4.3. Abbau von Devisen- und Kapitalverkehrsbeschränkungen

3.3.4.4. Mobilität von Kapital und Wissen

3.3.4.5. Steigende Direktinvestitionen von Firmen im Ausland

3.3.4.6. Bildung multinationaler Unternehmen

3.3.4.7. Zunehmende Konkurrenz durch Schwellen- und Entwicklungsländer

3.4. Vorteile

3.4.1. neue Arbeitsplätze

3.4.2. einfacher schneller Handel

3.4.3. besserer Informationsaustausch durch Technologien

3.4.4. billige Produktionsmöglichkeiten

3.4.5. Zusammenarbeit der Länder in Krisen

3.4.6. Erweiterung der Absatzmärkte

3.4.7. Erzeugung von Warenvielfalt

3.4.8. Abbau von Handelshemmnissen

3.4.9. Beitrag zur Völkerverständigung

3.4.10. verbesserte Mobilität von Personen und Gütern

3.5. Nachteile

3.5.1. kleine Unternehmen kaum Chance gegen große Konzerne

3.5.2. ungerechte Wohlstandsverteilung

3.5.3. schlecht bezahlte Arbeitsplätze

3.5.4. Umweltbelastung z.b. Teile werden nicht an einem Ort, sondern in vielen Ländern produziert

3.5.5. Abhängigkeit vom Ausland z.b. Treibstoff

3.5.6. Fokus auf Gewinnmaximierung ohne Rücksichtnahme

3.5.7. Gefährdung des Fortbestands kultureller Werte

3.5.8. Macht liegt bei Großkonzernen

3.5.9. Abschottung der Welthandelstriade gegenüber dem Rest der Welt (EU, NA, China inc. Japan)

3.6. Fragmentierungstheorie nach E. Scholz

3.6.1. Scholz fasst die Vielfalt an Fragmenten im Modell in 3 Kategorien zusammen

3.6.1.1. Globale Orte/ Regionen: Schaltstellen ökonomischer Entscheidungen mit globaler Reichweite und Wirkung

3.6.1.2. Globalisierte Orte/ Regionen: Empfangs- und Ausführungsstandorte der von den Akteuren globaler Orte/Regionen getroffenen Entscheidungen (z.B. Orte mit Filialen transnationaler Konzerne oder Produktionsstätten globaler Aufträge, Weltfabriken)

3.6.1.3. Neue Peripherie: Abgrenzung von globalen und globalisierten Orten; "Ozean der Armut weltweit, Kontinent-übergreifend"

3.6.1.4. Die Grenze zwischen arm und reich verläuft entlang der nationalstaatlicher Grenzen

3.6.1.4.1. Nein, innerhalb eines jeden Staates zwischen verschiedenen gesellschaftliche Gruppen

3.6.1.4.2. Es gibt Gewinner bzw. Verlierer der Globalisierung

3.7. Fachbegriffe

3.7.1. Kapitalismus

3.7.1.1. Ist eine Form der Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage des freien Wettbewerbs und des Strebens nach Kapitalbesitz des Einzelnen.

3.7.2. Liberalisierung

3.7.2.1. Abbau von Hemmnissen und Regulierungen, die den freien Wettbewerb beeinträchtigen.

3.7.3. Liberalismus

3.7.3.1. Idee unbeschränkten Wirtschaftens nach Wegfall sämtlicher Hemmnisse und Regulierungen die den freien Wettbewerb beeinträchtigen.

3.7.4. Triade

3.7.4.1. Weltweit drei mächtigste Wirtschaftsregionen der Erde: EU, Nordamerika und Japan bzw. Ost- und Südostasien.

3.7.5. Regionalisierung

3.7.5.1. Aufteilung oder Untergliederung eines großen Raumabschnitts in kleinere, einzelne Raumabschnitte. Es bezeichnet aber auch die Zuordnung von Regionen zu bestimmten wirtschaftlichen Einheiten wie z.B. EU oder NAFTA.

3.7.6. ausländische Direktinvestitionen

3.7.6.1. Teil des internationalen Kapitalverkehrs; Beteiligung von mind. 10% am ausländischen Unternehmen mit dem Ziel, Einfluss und Kontrolle auf die geschäftlichen Aktivitäten und damit auf Erfolg und Gewinn auszuüben.

3.8. Global Player

3.8.1. transnationale Unternehmen

3.8.1.1. Tochterunternehmen sind unabhängig, stellen ihre Fähigkeiten aber transnational der Gruppe zur Verfügung -> Vernetzung von Ressourcen und Fähigkeiten

3.8.1.1.1. z.B. General Electric, Shell, Vodafone

3.8.2. Multinationale Unternehmen

3.8.2.1. Tochterunternehmen sind unabhängige Unternehmen innerhalb der Gruppe. Headquarter hat Kontrollfunktion

3.8.2.1.1. z.B. Mc D, Apple, Microsoft

3.8.3. Motive und Folgen von Investitions- und Fusionsentscheidungen multinationaler Konzerne

3.8.3.1. Motive

3.8.3.1.1. Fokus auf Kernkompetenzen

3.8.3.1.2. Effiziengewinne

3.8.3.1.3. Synergien (zsm. Wirkung verschiedener Kräfte zur Gesamtleistung)

3.8.3.1.4. weltweiter Markt verlangt weltweite Unternehmen

3.8.3.1.5. Attraktivität für Aktionäre -> Stockholding Value

3.8.3.2. Folgen

3.8.3.2.1. Ausscheiden von Wettbewerben

3.8.3.2.2. Verlust an Innovationsfähigkeit

3.8.3.2.3. Komplexität nimmt zu

3.8.3.2.4. Steuerungsträgheit

3.8.3.2.5. höhere Bürokratisierung

3.8.3.2.6. geringere Alternativen

3.8.3.2.7. Missbrauch durch Monopole, Kartelle

3.9. Wertschöpfungsketten

3.9.1. Gesamtentwicklung eines Produktes oder einer Dienstleistung vom Wareninput über Produktion, Vertrieb/ Marketing, Kundendienst bis hin zu Entsorgung/ Recycling unterstützt durch sekundäre Aktivitäten wie Finanzierung, Infrastrukturbereitstellung, Personalwirtschaft, Rechnungswesen/ Verwaltung

3.9.2. Bsp Textil

3.9.2.1. Faserherstellung > Textilerzeugung > Textilverarbeitung > Bekleidungsherstellung > Vertrieb/ Handel > Gebrauch/ Pflege > Kollektion/ Sortierung > Recycling/ Entsorgung

3.10. Mode schlägt Moral

3.10.1. Warum ist es besonders schwierig zu überblicken, ob ein Kleidungsstück fair hergestellt wurde?

3.10.1.1. viele Arbeitsschritte an vielen Standorten > schwer den Überblick zu behalten

3.10.2. Bei wem liegt die Verantwortung für unfairen Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie?

3.10.2.1. Unternehmen sucht die Fabrik aus

3.10.2.2. Kunden entscheiden was sie kaufen

3.10.2.3. fehlende Gesetze, fehlende Berichtsstände

3.10.3. Was unterscheidet Otto von anderen Produzenten

3.10.3.1. Preis nicht sehr hoch oder niedrig

3.10.3.2. legt viel Wert auf Arbeitsbedingungen und Umwelt

3.10.3.3. bezahlt höhere Preise und schließt langfristige Verträge

3.11. Made in China - warum?

3.11.1. niedrige Lohnkosten

3.11.1.1. der Durchschnittsverdienst liegt in China bei 7462 Euro pro Jahr/monatlich 622

3.11.2. ausländische Direktinvestitionen

3.11.2.1. Teil des internationalen Kapitalverkehrs, Beteiligung von mind. 10% am ausländischen Unternehmen

3.11.2.1.1. China ist passiver Empfänger und aktiver Investor zugleich

3.11.3. Sonderwirtschaftszonen

3.11.3.1. Weltmarktorientierte Standorttypen, die Ansiedlungsanreize für ausländische Investoren z.B. durch Zollfreiheit, Steuervergünstigung oder kostenfreie Bereitstellung der Infrastruktureinrichtungen bietet

3.11.4. umsatzstarke Unternehmen

3.11.4.1. Die Top3 der umsatzstärksten Unternehmen stammen insbesondere aus der Öl und Gasbranche

3.12. Global Cities

3.12.1. Sitz von Hauptquartieren transnationaler Unternehmen

3.12.2. bedeutendes Finanzzentrum

3.12.3. Standort eines schnell wachsenden Sektors unternehmensorientierter Dienstleistungen

3.12.4. Sitz internationaler Organisationen

3.12.5. wichtiger Verkehrs- und Transportknotenpunkt

3.12.6. Zentrum industrieller Produktionsstätten

3.12.7. Produkte Einwohnerzahl

4. 13/2 Lebensstile und ihre Raumwirksamkeit

4.1. Social Entrepreneurship

4.1.1. Ziele

4.1.1.1. Wege finden, den Kapitalismus zum Wohl aller zu verbessern

4.1.1.2. Menschen (Konsum-) Alternativen bieten

4.1.1.3. Mit schlauen Geschäftsideen die Welt positiv verändern

4.1.1.4. Vorreiter mit Innovationen sein

4.1.1.5. Langfristig nachhaltig denken und handeln

4.1.2. "Entrepreneurship" bedeutet Unternehmertum und wird als Begriff häufig für das Gründen von Unternehmen verwendet. Ein "Social Entreprise" ist demnach ein Sozialunternehmen (nicht zu verwechseln mit Unternehmen im sozialen Sektor). Social Entrepreneurship bezeichnet eine unternehmerische Tätigkeit, die einen positiven Wandel in der Gesellschaft zum Ziel hat.

4.2. Ethischer Konsum

4.2.1. Wertewandel oder Lippenbekenntnisse?

4.3. Du weißt das du im 21. Jahrhundert lebst, wenn...

4.3.1. Computerisierung

4.3.2. Nachhaltigkeit

4.3.3. Konsumverhalten

4.3.4. Regionalität

4.3.5. Verenglischung

4.3.6. Globalisierung

4.3.7. Technisierung

4.3.8. Slow-food

4.3.9. Vernetzung

4.3.10. Internationalisierung

4.4. Fahrradstadt Kopenhagen

4.5. Modell der nachhaltigen Wohnumgebung

4.5.1. regionale Produkte

4.5.2. Abfallmanagement

4.5.3. schonende Ressourcen

4.5.4. Verkehr/ Mobilität (z.B. Sharing Economy)

4.5.5. Erneuerbare Energien

4.5.6. Niedrigenergiehäuser

4.5.7. Begrünung

4.5.8. Sanierung, Flächenrecycling, kompakte Bauweise

4.5.9. Integration u. generationsübergreifendes Wohnen

4.5.10. Bürgerbeteiligung

4.5.11. Kultur- und Bildungsangebote

4.5.12. Kreativ- und Innovationswirtschaft

4.5.13. Angebot an Arbeitsplätzen

4.5.14. Wirtschaftswachstum

4.5.15. Nutzungsmischung

4.6. Wie nachhaltig willst du wohnen?

4.6.1. ökonomisches Bauen

4.6.1.1. Minimaler finanzieller Aufwand für Bau und Nutzung

4.6.1.1.1. Geringe Erstellungskosten (Baukosten, Baunebenkosten)

4.6.1.1.2. geringe Nutzungskosten (Betriebskosten, Bauunterhaltungskosten)

4.6.1.1.3. geringe Rückbaukosten

4.6.2. Soziales

4.6.2.1. Passgenaue Erfüllung der Nutzeranforderungen und -wünsche

4.6.2.1.1. Bedarfsgerechter Wohnraum (z.B. barrierefrei, familiengerecht, behaglich, ansprechend ästhetisch gestaltet etc.)

4.6.2.1.2. gutes Wohnumfeld

4.6.2.1.3. Vernetzung von Arbeit, Wohnen und Freizeit

4.6.3. ökologisches Bauen

4.6.3.1. Vermeidung negativer Umweltbeeinflussung

4.6.3.1.1. Schadstoffemissionen ausschließen

4.6.3.1.2. Energiebedarf und CO2-Emissionen minimieren

4.6.3.1.3. Ressourcenschonung (Baustoffe, Wasser etc.)

4.6.3.1.4. Reduzierung des Flächenverbrauchs, wenig Bodenversiegelung

4.6.3.1.5. Abfallvermeidung

4.7. Lebensstile im 21. Jahrhundert

4.7.1. 1. Stände/Kasten

4.7.2. 2. soziale Klassen

4.7.3. 3. soziale Schichten

4.7.4. 4. soziale Milieus

4.7.5. 5. Lebensstile

4.8. Individualisierung

4.8.1. Prozess eines Übergangs des Individuums von Fremd- zur Selbstbestimmung, der mit der Industrialisierung und Modernisierung der westlichen Gesellschaft eingeht.

4.8.2. Aufklärung > Herausbildung einer bürgerlichen Gesellschaft > Zerfall traditioneller Bindungen > Pluralisierung von Lebensstilen > Erlebnisgesellschaft?