Basishygienemaßnahmen gemäß KRINKO (RKI) Richtlinie 9/15 mit Kommentaren

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Basishygienemaßnahmen gemäß KRINKO (RKI) Richtlinie 9/15 mit Kommentaren von Mind Map: Basishygienemaßnahmen gemäß KRINKO (RKI) Richtlinie 9/15 mit Kommentaren

1. Händehygiene

1.1. Durchführung der Händedesinfektion vor und nach direktem Kontakt mit dem Patienten, vor aseptischen Tätigkeiten, nach Kontamination (Kontakt mit Blut, Sekreten oder Exkreten), nach Kontakt mit der Patientenumgebung, sowie nach Ablegen von Einmalhandschuhen

1.1.1. 30sek. die Hände und Handgelenke feucht halten!

1.1.2. besonders beachten

1.1.2.1. Fingerkuppen

1.1.2.2. Daumen

1.1.2.3. Nagelfalz

1.1.3. Menge: min. 1 hohle Handfläche

1.2. keine Ringe, Uhren, Nagellack

1.2.1. Unterarme frei

1.2.2. kurze Fingernägel

1.3. Hände waschen nur bei grober Kontamination

1.3.1. grobe Verunreinigungen zuerst mit desinfektionsmittelgetränkten Zellstoff bzw. Tupfer entfernen

1.3.2. zur Vermeidung von Hautirritationen

1.4. Wahl des richtigen Mittels

1.4.1. "begrenzt viruzid"

1.4.1.1. Standard

1.4.1.1.1. Bakterien

1.4.1.1.2. behüllte Viren

1.4.1.1.3. Pilze

1.4.2. "begrenzt viruzid PLUS"

1.4.2.1. bei unbehüllten Viren

1.4.2.2. unklare GE, Noro, Rota, Adeno

1.4.3. "viruzid"

1.4.3.1. bei unbehüllten Viren

1.4.3.2. Hepatitis A/E, HPV

1.4.3.3. und nach Aufforderung durch GA

1.4.3.3.1. s. RKI Liste

2. Barrieremaßnahmen

2.1. Handschuhe

2.1.1. Tragen nicht steriler Einmalhandschuhe, wenn die Wahrscheinlichkeit des Kontaktes mit Blut, Sekreten, Exkreten oder wahrscheinlich kontaminierten Flächen besteht

2.1.1.1. nur dann und so kurz wie möglich

2.1.2. Nach Benutzung ausziehen, danach Händedesinfektion!

2.2. Schutz der Arbeitskleidung

2.2.1. Tragen einer Schürze oder eines (Einweg) Schutzkittels, um Arbeitskleidung bei Eingriffen oder Pflegemaßnahmen vor direktem Kontakt mit Blut, Sekreten, Exkreten oder mit anderen kontaminierten Materialien zu schützen

2.2.1.1. Schürze

2.2.1.2. Schutzkittel

2.2.1.3. ggf. auch Kopfhaube

2.2.2. verunreinigte Arbeitskleidung ist zu wechseln

2.3. Mund Nasen Schutz

2.3.1. Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrille oder eines Gesichtsschutzschildes, wenn mit Verspritzen von Blut oder Sekreten zu rechnen ist

2.3.1.1. Aerosole!

2.3.1.2. bei Gefahr von Staubaufwirbelungen

2.3.1.3. Wahl der richtigen Maske

2.3.1.3.1. "OP" MNS

2.3.1.3.2. FFP Masken

3. Flächendesinfektion /Reinigung

3.1. Aufbereitung von Risikoflächen mit häufigem Hand- und Hautkontakt mindestens täglich, so dass keine Übertragungsgefahr davon ausgeht; bei sichtbarer Kontamination muss die Aufbereitung sofort erfolgen

3.1.1. Patientenumfeld

3.1.2. Arbeitsflächen

3.2. Wahl des richtigen Mittels

3.2.1. "begrenzt viruzid"

3.2.1.1. Standard

3.2.1.2. Häufig Konzentrate aus aus dem Dosiergerät

3.2.1.2.1. Verwendung von Vliestucheimer

3.2.2. "viruzid"/"tuberkulozid"

3.2.2.1. GE, TBC, und bei Unkarheit

3.2.2.2. Häufig Dosierbeutel

3.2.2.2.1. Verwenden von neutralen Eimer mit Deckel

3.2.3. "sporizid

3.2.3.1. Clostridien

3.2.3.2. bei unklarer Keimlage

3.2.3.2.1. umfassendes Wirkungsspektrum

3.2.4. Beschriftung mit entspr. Etikett

3.2.4.1. Wirkstoff

3.2.4.2. Konzentration

3.2.4.3. "verwendbar bis"

3.2.4.4. Handzeichen des MA

4. Medizinprodukte

4.1. aseptische Arbeitsweise

4.1.1. Verbandwechsel, Punktionen, Infusionen, ...

4.2. Lagerung von Sterilgut

4.2.1. Steriles soll steril bleiben

4.2.1.1. Schutz der Verpackung!

4.2.1.2. Lagerung: geschlossen, trocken, staubarm, ohne mech. Belastung

4.3. Aufbereitung Medizinprodukte

4.3.1. Aufbereitung von Medizinprodukten entsprechend den Empfehlungen des RKI und des BfArM

5. Abfall

5.1. Abfallentsorgung entsprechend der Vollzugshilfe zur Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)

5.1.1. Es gilt der Abfallplan

5.1.2. "Sack im Sack"

5.1.3. entsprechende vorgesehene Behälter verwenden

6. Betten

6.1. Jedem Patienten ist bei stationärer Aufnahme ein desinfizierend aufbereitetes, mit desinfizierten Inletts und sauberer Wäsche bezogenes Bett zur Verfügung zu stellen

6.1.1. erfolgt in der Bettenzentrale

6.1.2. erfolgt im Patientenzimmer

6.2. Die Bettwäsche ist bei sichtbarer Verunreinigung sofort zu wechseln

6.3. benutzte Betten abdecken und markieren

6.3.1. Folie+Markierung z.B. rot, gelb, grün

6.3.1.1. Info an den Reinigungsdienst

7. Wäsche

7.1. Gebrauchte und kontaminierte Wäsche ist so zu sammeln und zu transportieren, dass von ihr keine Infektions- oder Kontaminationsgefahr ausgeht

7.1.1. keine Zwischenlagerung

7.1.2. sortiertes Abwerfen

7.1.3. Wäsche aus Isozimmern

7.1.3.1. ggf. markieren

7.2. Wäsche ist so aufzubereiten und zu lagern, dass sie dem Patienten sauber, keimarm und frei von Rückständen zur Verfügung gestellt wird

7.3. Jegliche Aufbereitung von Wäsche aus medizinischen Einrichtungen ist mit desinfizierenden, regelmäßig überprüften Verfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit durchzuführen

7.3.1. erfolgt in der Wäscherei

8. Geschirr / Speisen

8.1. Jedem Patienten sind Speisen und Getränke auf bzw. in sauberem und keimarmen/desinfizierten Geschirr zu reichen

8.1.1. erfolgt in der Krankenhausküche

8.1.1.1. HACCP

8.2. Heißes heiß und Kaltes kalt servieren

8.2.1. Ausgabetemperaturen beachten

9. Aufklärung von Patienten und Besuchern

9.1. Patienten und deren Besucher sind zu persönlichen Maßnahmen der Hygiene aufzuklären

9.1.1. z.B. MRSA Infoflyer

9.1.2. persönliche Beratung

10. Art der Unterbringung

10.1. Patienten, von denen ein erhöhtes Übertragungsrisiko ausgeht, sind in Einzelzimmern zu behandeln

10.1.1. Abhängig vom Übertragungsweg

10.1.1.1. Kontakt

10.1.1.2. Aerosole

10.1.1.3. über die Luft

10.1.2. ggf. auch bei Non Compliance