Was sind Werte?

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Was sind Werte? von Mind Map: Was sind Werte?

1. Wertevermittlung

1.1. Werte lassen sich nicht instruktional vermitteln, Werte können nur selbst handelnd, selbstorganisiert angeeignet werden. Werte werden durch die Menschen in ihrem eigenen geistigen oder gegenständlichen Handeln selbst angeeignet und gehen unmittelbar in die einzelnen Erlebnisse dieser Menschen ein. Auch bei ihnen lässt sich nur das den Werten zugrunde liegende Wissen im engeren Sinne, lassen sich nur die begründenden Kenntnisse vermitteln, aber nicht als Werte für denjenigen, dem sie vermittelt werden sollen.

2. Wissen, Werte, Kompetenzen Modell (nach Siegfried J. Schmidt)

2.1. Wenn wir Menschen über die Realität, über die Wirklichkeit reden, so reden wir immer auch über eine sprachlich verfasste, gedachte, beschriebene, analysierte, bewertete Wirklichkeit. Die entsprechend entworfene „Realität“ ist in der Tat eine Wirklichkeitskonstruktion um handeln zu können, nicht ein Wirklichkeitsabbild.

2.2. Während zahlreiche Wirklichkeitsmodelle vielen Menschen gemeinsam und oft unstrittig sind, unterscheiden sich die Kulturprogramme oft radikal.

2.3. z.B. Bügeleisen (=Identität) Differenzen an Identitäten: "heiss" oder "kalt"sein Unterscheidung konstatierter Differenzen: "nur das heisse Bügeleisen ist nützlich"

2.4. Erkenntnisprozess generiert: Termini, Aussagen, Operatoren und daraus zusammengesetzte Gebilde wie Beschreibungen, Theorien, Metatheorien, also Wissen im engeren Sinne

2.5. Wertungsprozess generiert: Regeln, Werte und Normen, die in das Kulturprogramm eingehen und die sich in verschiedensten kommunikativen Formen wie Bräuchen, Ritualen, und materialisierten Formen wie Kunstwerken, Architekturen, Moden usw. zeigen

3. Funktion: Werte ermöglichen ein Handeln unter der daraus resultierenden prinzipiellen erkenntnismässigen Unsicherheit.

3.1. Es gibt kein kompetentes Handeln ohne Werte – Werte konstituieren kompetentes Handeln. (Erpenbeck, 2014, S. 31)

4. Struktur der Werte

5. typische Unternehmenssicht

6. Wertaneignung ...

6.1. ... nach Emotions- u. Motivationspsychologie

6.1.1. Emotionen u. Motivationen

6.1.1.1. Ciompi Luc

6.1.1.1.1. Definitionen

6.1.1.1.2. 5 Thesen

6.1.1.2. Emotionen

6.1.1.2.1. ... bewerten Zustände und Ereignisse, sie erzeugen Handlungsbereitschaft, positiv bewertete Zustände und Ereignisse herbeizuführen, sie werden vom Handelnden erlebt, [...].

6.1.1.2.2. Komponenten

6.1.1.2.3. ... antizipieren wertgesteuerte künftige Handlungen und Handlungsergebnisse in eher generalisierter Form.

6.1.1.3. Motivationen

6.1.1.3.1. ... stellen kompliziert strukturierte Gefühle dar, die Umweltereignisse und Objekte, also Erfahrungen und Wahrnehmungen des Menschen in einer ganz bestimmten Art bewerten.

6.1.1.3.2. ... antizipieren künftige Handlungen und Handlungsergebnisse in eher konkretisierter, mit konkretem Wissen „unterfütterter“ Form.

6.1.2. Prozess des Wertewandels

6.1.2.1. Je ungewisser die Zukunft, desto lauter wird der Ruf nach neuen Werten.

6.1.2.2. Menschen besitzen erhebliche Freiheitsgrade, ihre Werte selbst zu setzen, bis hin zum eigenen Untergang. Künftige Werte lassen sich deshalb prinzipiell nicht voraussehen und vorhersagen.

6.1.2.3. Zentrale Fragen

6.1.2.3.1. Wie ist der Prozess sozialen Wertewandels begreifbar, wie überlagern oder ersetzen neue Werte die alten, wie werden sie sozial erarbeitet; wie individuell verarbeitet und angeeignet?

6.1.2.3.2. Wie sind die psychischen “Mechanismen” individuellen Wertwandels beschaffen, auf deren Basis sich solche Aneignung vollzieht?

6.1.2.4. Das Gehirn/das limbische System

6.1.2.4.1. Die Funktion dieses Systems ist immer die eines Bewertungssystems für die sensorische Information, für die Entscheidungsbildung wie für die Passung der Verhaltensprogramme.

6.1.2.4.2. Gehirnforscher postulieren ein eigenes emotionales Gedächtnis, wonach emotional-motivationale Wertungen im Thalamus und der Amygdala gespeichert werden.

6.1.2.4.3. Erreichte Handlungsziele erhalten eine positive, nicht erreichte eine negative emotionale Bewertung.

6.1.2.5. Prozess der Entscheidungsfindung (nach F. Klix 1993)

6.1.2.5.1. Der eigentlich bewegende Auslöser für Verhalten und Handeln ist jedoch nicht diese emotionale Bewertung, sondern die Möglichkeit einer Veränderung dieser Bewertung zum positiven Pol hin (hedonalgisches Differenzial)

6.1.2.5.2. In ihrem Zusammenwirken werden Informationsaktivierung und –bewertung und Handlungsmotivation „auf einer Skala affektiver Gewichtung abgebildet, einer Gewichtung, die mit ihrer Veränderung die Wahrnehmungs- und Handlungsdynamik stimuliert, und die mit dieser Bewertung das bedeutsamste Bindeglied zwischen Informationsafnahme undVerhaltenseinstellung beeinflusst, nämlich die Entscheidungsbildung.

6.2. ... unter allgemeinpsycholog. Betrachtung

6.2.1. Phasen (nach Lacoursiere,R. 1980)

6.2.1.1. ad a

6.2.1.2. ad b

6.2.1.3. ad c - Verhältnis von Emotionen, Motivationen u. Gedächtnis

6.2.1.3.1. Emotion als selbstorganisierendes System

6.2.1.3.2. Kognitionen werden nicht als „kalte Kognitionen“ aufgenommen, sondern aufgrund früher interiorisierter Ausdrucks- und Körperreaktionen gefühlsmäßig „markiert“ und so [mit diesen Markierungen Anm.] abgespeichert.

6.2.1.4. ad d

6.2.1.5. ad e

6.2.1.6. ad f

6.2.1.7. ad g

6.3. ... nach Psychotherapieforschung

6.3.1. Phasen des Interiorisationsprozesses

6.4. ... mit Gruppendynamik

6.4.1. Phasen

6.4.1.1. nach Lacoursiere

6.4.1.1.1. a - Orientierung 1 - Kennenlernphase bei den Gruppenmitgliedern herrschen Unsicherheit und Angst als grundlegende Emotionen vor. Sie versuchen, diese durch Sympathiewerbungen und durch Distanz zu mindern.

6.4.1.1.2. b - Orientierung 2 - Anwärmphase die Gruppenmitglieder versuchen, Unsicherheit und Angst, Dissonanzen und Labilisierungen durch ein konventionelles, Spannungen vermeidendes aufeinander Zugehen zu verringern.

6.4.1.1.3. e - Lösung 2 - Aktivierungsphase

6.4.1.2. nach Rogers