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Zeittafel (1908- 1939) создатель Mind Map: Zeittafel (1908- 1939)

1. 1908

1.1. Kapitulation von Abdülhamid II

2. aufgrund der Revolte der von jungtürkischen Offizieren und ihrem Marsch auf Istanbul (23. Juli 1908), musste Abdülhamid II. unverzüglich kapitulieren und setzt am 24.07. – wie von den rebellierenden Jungtürken gefordert – die Verfassung von 1876 wieder in Kraft (zweite osmanische Verfassungsperiode, 2. Mesrutiyet)

3. 1909

3.1. Das KEF (Komitee für Einheit und Fortschritt) beschließt am 27.04.1909 die Absetzung des Sultans Abdülhamid II.

4. 1919-1922

4.1. Unabhängigkeitskrieg

5. 1923

5.1. am 24.07.1923 wurde mit dem Vertrag von Lausanne der Grundsatz der Gleichheit aller Türken gesetzlich verankert

5.2. am 23.08.1923 wird Istanbul nach der Ratifizierung des Vertrages von Lausanne von den Besatzungstruppen geräumt

5.3. am 29.10.1923: Ausrufung und Gründung der Republik Türkei durch Mustafa Kemal Atatürk (erster Präsident der neuen Türkei, seine Wiederwahl erfolgte 1927, 1931 und 1935)

6. 1924

6.1. am 03.03.1924: Aufhebung des Kalifats, Ausweisung Abdülmecids

6.2. Gleichzeitig mit der Abschaffung des Kalifats wird das Gesetz «Über die Vereinheitlichung des Unterrichts» verabschiedet. Mit diesem Gesetz sollte das islamische Schulwesen schlagartig ausgetrocknet werden. Staatliche Lehranstalten mussten die Medresen ersetzen.

6.3. am 01.11.1924 begann zweite Legislaturperiode der TBMM, Gründung einer Oppositionspartei unter dem Namen «Freiheitsliebende Republikanische Partei» (Terakkiperver Cumhuriyet Fırkası, TCF)

6.4. am 10.11.1924: Die Halk Firkasi ändert ihren Namen zu Cumhuriyet Halk Firkasi, CHF («Republikanische Volkspartei»)

7. 1925

7.1. Durch die Scheich Said Rebellion im Februar 1925 entstand der erste für die junge Republik bedrohliche innere Konflikt

7.2. 04.03.1925: Die unter Inönü neu gebildete Regierung erließ das Gesetz zur Wiederherstellung der Ordnung (Takrir-i sükun kanunu), was die bisherige Republik in ein diktatorisches Staatswesen umwandelte. • Der kurdische Aufstand diente als Vorwand, um die erst neu gegründete TCF zu verbieten • landesweite Unterdrückung von Zeitungen und Zeitschriften von links bis rechts • willkürliche Verhaftungen und Verurteilungen Istanbuler Journalisten, denen man vorwarf, den Aufstand angezettelt zu haben • Unter den verfolgten Kommunisten befand sich auch der Autor Nazım Hikmet (1902–1965) • Unabhängigkeitsgericht in Diyarbakır verurteilt Scheich Said und 47 seiner Anhänger wegen «Ausbeutung und Unterdrückung der Armen durch Scheichs und feudale Landeigner» zum Tode

7.3. 05.06.1925: Mit dem britisch-türkisch-irakischen Mosul-Vertrag kam es zur endgültigen und unverletzlichen Festsetzung der Türkei/ Irakgrenze, der Irak sollte der Türkei 25 Jahre lang 10% der Ölförderung in Kirkuk zahlen.

7.4. 25.11.1925: Hut-Gesetz über das Tragen westlicher Kopfbedeckungen (Herrenhut mit Krempe

7.5. 30.11.1925: Gesetz «Über das Verbot und die Schließung der Bruderschaften, der Derwischkonvente und Mausoleen, über das Verbot des Berufs des Mausoleen-Wächters und der Führung und Verleihung einiger Titel». Religiöse Bildungssektoren wurden eingeschränkt, Derwisch Orden ebenso verboten, um dem Volksislam zu entkräftigen.

8. 1926

8.1. 17.02.1926: Das Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) wurde so gut wie vollständig übernommen, dies wurde bereits im Jahr 1925 auf Anordnung des Justizminister Mahmud Esad Bozkurt übersetzt. • Auf diese Weise konnte man ein für Muslime und Nichtmuslime einheitliches Rechtswesen schaffen (obwohl im Lausanne Vertrag geregelt war, das Recht von Minderheiten entsprechend den Bräuchen der betreffenden Gruppen zu regeln) • Alle Bürger mussten nun durch einen Standesbeamten getraut werden

8.1.1. im Juni 1926 wurde in İzmir ein Attentatsversuch auf Atatürk aufgedeckt. Fast alle wichtigen Paschas der Unabhängigkeitskriege standen vor dem Richter. Insgesamt 15 Personen, unter ihnen ein General, endeten in İzmir am Galgen. In einem zweiten Verfahren in Ankara wurden drei hohe Mitglieder der «Gesellschaft für Einheit und Fortschritt», unter ihnen der ehemalige Finanzminister der Jungtürken, Cavid Bey, zum Tode verurteilt.

9. 1927

9.1. 15.-20.10.1927: Nutuk, die sechstägige Ansprache Atatürks über seine Version des Unabhängigkeitskrieges und über weitere Dinge, die geschehen waren, sollte Grundlage der offiziellen Revolutionsgeschichte werden. • diente u.a. zur Abrechnung mit führenden, verdienstvollen Kommandeuren des Unabhängigkeitskrieges

10. 1928

10.1. Gesetzlicher Auftrag zur Latinisierung der Schrift

10.1.1. 10.04.1928: Der Islam wurde als „Religion des türkischen Staates“ ohne Aufhebens gestrichen

11. 1929

11.1. Verwendung der latinisierten «türkischen Buchstaben» • Staatlichen Behörden mussten die latinisierten «türkischen Buchstaben» verwenden. • Banken und Unternehmen wurden bald danach gezwungen, sich auf die neue Schrift einzustellen. • Eröffnung von «Nationalschulen» (Millet Mektepleri) zur raschen Alphabetisierung der Massen (prinzipiell von allen Staatsbürgern zu besuchen, welche die Lateinschrift nicht beherrschten) • Für Analphabeten war ein viermonatiger Kurs vorgesehen; wer die arabische Schrift konnte, musste nur zwei Monate hin

12. 1930

12.1. Der Assimilationsdruck auf nichttürkische Gemeinschaften nahm zu.

12.1.1. September 1930: Die kurdische «AraratRebellion» (1926-1930) im Nordosten konnte erst nach dem Einsatz von 60.000 Mann und nahezu 100 Militär im September 1930 endgültig niedergeschlagen werden, ein Ergebnis, das die Rebellen ebenso schwächte, wie es den türkischen Nationalismus stärkte.

13. 1931

13.1. (Im Mai)Beim Kongress der CHF wurden sechs «Grundeigenschaften» der Partei in das Programm aufgenommen, die bis in die 1990er Jahre als die «Sechs Pfeile» die doktrinäre Grundlage der Volkspartei und ihrer Nachfolgerinnen bleiben sollten. Im Einzelnen waren es: 1. Republikanismus (Cumhuriyetcilik) 2. Nationalismus (Milliyetcilik) 3. Laizismus (Laiklik) 4. Populismus (Halkcılık) 5. Etatismus (Devletcilik) 6. Reformismus (inkılâpçılık, wobei der letzte Begriff wörtlich «Revolutionismus» /Devrimcilik bedeutet).

14. 1932

14.1. benutzte Mahmud Esad Bozkurt zum ersten Mal den Begriff Kemalizm im Sinn einer Bündelung all dieser Merkmale. Er erklärte Atatürk zum bedeutendsten Revolutionär der Weltgeschichte und maß seiner Ideologie universelle Gültigkeit bei. Die revolutionäre Programmatik wurde nun Pflichtstoff an den Schulen und An der Universität (Revolutionsgeschichte)

14.1.1. Gründung unter Beteiligung des Staatsgründers die «Gesellschaft für türkische Sprache», deren Aufgabe darin bestand, «die Schönheit und den Reichtum des Türkischen herauszustellen und es auf ein Weltsprachen- Niveau zu heben.

15. 1933

15.1. Atatürk war bemüht, die Archäologie und die Anfang des 20. Jahrhunderts an vielen westlichen Hochschulen betriebene physische Anthropologie in den Dienst seiner Geschichtsthese zu stellen, die von einer Auswanderung der Türken aus Zentralasien in prähistorischer Zeit ausging. Atatürks Ziehtochter Afet İnan (1908–1985), die in Genf einen Doktorgrad in Anthropologie erworben hatte, leitete aus der angeblichen Existenz von tausendjährigen türkischen Skeletten im Boden Anatoliens das Eigentumsrecht der gegenwärtigen türkischen Nation ab.

15.1.1. 31.07.1933: Turbulente Zeiten im Hochschulbereich - Durch Aufnahme von deutschen akademischen Emigranten wurde die alte Istanbuler Universität (Dârülfünûn) de jure für einen Tag geschlossen und fast 100 Professoren entlassen, was durch die passive Haltung der Universitäten angesichts der politischen und sozialen Umwälzungen begründet wurde. Tatsächlich hatten die Professoren gezögert, die offizielle Geschichtsthese zu propagieren.

16. 1935

16.1. Die Cumhuriyet Halk Firkasi ändert ihren Namen zu Cumhuriyet Halk Partisi

17. 1936

17.1. 20.07.1936: Montreux-Abkommen mit Signatarstaaten des Lausanner Vertrags. • Montreux-Abkommen beendete die Tätigkeit einer internationalen Meerengen-Kommission und gab der Türkei die Souveränität über die Meerengen zurück. • «Montreux» regelt bis heute die Bosporus- und Dardanellen-Durchfahrt für Handels- und Kriegsschiffe unter besonderer Berücksichtigung der Schwarzmeeranrainer in Friedenszeiten, bei Kriegsgefahr und während eines Krieges.

18. 1937

18.1. 05.02.1937: die «Sechs Pfeile» wurden Verfassungsgrundsatz

18.1.1. 21.03.1937: Der Dersim-Aufstand war nach der Niederschlagung des Scheich-Said-Aufstands der letzte große Kurdenaufstand in der Türkei. Er ereignete sich 1937/38 in der Region Dersim, die der heutigen Provinz Tunceli entspricht, und wurde von den Eliten der sogenannten Dersim-Kurden angeführt, welche zu den Zaza zählen.

18.1.1.1. 04.05.1937 -Zerstörung ganzer Dörfer - Die Pilotin Sabiha Gökçen (1913–2001), eine Ziehtochter Atatürks, die in einem Geschwader der Luftwaffe diente, löste eine Stammesversammlung durch Bombenabwürfe auf. Schätzungen der Anzahl der Todesopfer unter der kurdischen Bevölkerung reichen von 12.000 bis 60.000.

19. 1938

19.1. 02.09.1938: der Sancak Hatay wurde eine unabhängige Republik und fiel am 1939 zurück ins Staatsgebiet der Türkei, zuvor war gehörte es zum französischen Mandatsgebiet Syrien.

19.1.1. 10.11.1938: verstarb Atatürk, der Gründer der Republik Türkei, die Wahl İsmet İnönüs als Staatspräsident noch am Todestag seines Weggefährten.

19.1.2. Ab Ende 1938: mit Inönü beginnt die Zeit zwischen Ende 1938 und 1950 als «Ära des Nationalen Oberhaupts» (Milli Şef dönemi). • umgab sich mit westlich ausgerichteten Modernisten und förderte ihre Projekte. • Anders als Atatürk hatte sich İsmet İnönü nicht vom Islam gelöst, diese Bindung jedoch zu keinem Zeitpunkt in die Öffentlichkeit getragen.

20. 1939

20.1. 26.03.1939: Bei der 6. Nationalversammlung beschwor İnönü die Einheit der türkischen Nation im Befreiungskampf. • 125 neue Personen zogen in das Parlament • unter ihnen zwei der wichtigsten älteren Rivalen, der Jugendfreund Atatürks und Mitkämpfer im Unabhängigkeitskrieg, Ali Fuad Cebesoy, mit dem sich Atatürk wg. der Regierungsform und des Kalifats gründlich überworfen hatte und der selbst in den Anschlag von İzmir hineingezogen worden war, erhielt das Amt des TBMM-Präsidenten. • Auf Rauf Orbay, der auch nach der Rückkehr aus dem Exil seine Verletzung im Hinblick auf «Lausanne» nie überwinden konnte, ging İnönü sogar persönlich zu.