das Coronavirus

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das Coronavirus von Mind Map: das Coronavirus

1. Das Virus

1.1. "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2)

1.2. das Virus befällt Lungenzellen, ausgelöste Atemwegskrankheit: "Covid-19" (Coronavirus-Desease-2019)

1.3. nach Infektion nur kurzzeitige Immunität

1.4. viele verschiedene mögliche Symptome

1.5. Infektionsablauf: Virus dockt mit Spike-Eiweißen an Körperzelle, die es dazu bringt Virenerbgut millionenfach zu kopieren

1.5.1. Angiostensin-konvertierendes Enzym-2 (ACE2) wird vom Virus als Rezeptor benutzt, um in die Zelle einzudringen

1.6. Proteine auf der Virushülle ähneln einem Strahlenkranz (Kranz = lat. corona)

1.7. RNA-Virus ist instabil, mutiert leichter, passt sich schnell an

1.8. erster offizieller Fall in Wuhan, 30.12.

1.9. exponentielles Wachstum, leichte Ansteckung

2. Medikamente/andere Möglichkeiten

2.1. Camostat Mesilate (Protease-Inhibitor): Enzym Protease TMPRSS2 benötigt Virus, um in Zelle zu kommen, Medikament hemmt das Enzym (bis jetzt nur im Labor)

2.2. Remdesivir: Nukleotid-Analogon, ähnelt Bausteinen der Erbmoleküle RNA und DNA, verhindert durch Einbau Replikation bei Viren (wirksam gegen MERS)

2.3. Idee: Impfung/ Medikamente gegen andere Krankheiten (Tuberkulose, Ebula, ...) soll das Immunsystem stärken

2.4. für alle Medikamente noch nicht genug Patienten-Studien

3. Forschung Coronavirus

3.1. Die Familie der Coronaviren wird von Fledermäusen übertragen, Antikörper Nachweis

3.1.1. Andere Tiere können als Zwischenwirte dienen

3.1.2. 70% neu auftretender Infektionskrankheiten stammen von wilden Tieren, Wildtiermärkte in China aktuell verboten

3.2. Forschungsteam (Virologin Shi Zhengli & Co.) forschen in China in Fledermaushöhlen (z.B. Shitou-Höhle), große genetische Vielfalt (bis zu 5000 Coronavirenstämme), ständige Vermischung

3.2.1. Das Genom des Erregers des Coronavirus stimmt zu 96% mit Erbgut des Virus der Fledermäuse überein

3.3. Pandemien sind unvermeidbar: Lebensräume der Wildtiere werden von Menschen benutzt, Globalisierung Handel/Reisen

4. Impfstoff

4.1. Prinzip Impfstoff

4.1.1. Tod-Impfstoff: Abtöten der Viren mit Formaldehyd

4.1.2. Lebend-Impfstoff: abgeschwächt (noch infektiös) durch nicht optimale Bedingungen bei Züchtung

4.1.3. Herstellung

4.1.3.1. klassische Herstellung: Erreger aus kranken Patient isoliert, in Hühnerei vermehrt, herausgefilter, Versetzung mit Chemikalien, ein Ei pro Impfdosis

4.1.3.2. Moderne Herstellung: Vero Zellen aus Affenniere zur Vermehrung (schneller, effektiver, günstiger), Versetzung mit Chemikalien

4.1.3.3. Rekombinante Herstellung: Gen aus Virus wird in Bakterium eingeschleust, Virusproteine produzieren, herausgefiltert, mit Chemie versetzt

4.1.3.4. DNA/RNA-Impfstoffe: Virus DNA/RNA (Vakzinen) werden direkt injiziert, selber Herstellung Virusproteine, Immunreaktion

4.1.3.4.1. unkontrollierter Einbau kann zu Tumorbildung/Störungen führen

4.1.3.4.2. noch nicht ausreichend getestet

4.2. Entwicklungs-/Zulassungsverfahren eines Impfstoffes

4.2.1. Genereller Ablauf: Entwicklung eines Impfstoffes, Test im Labor, Tierversuche (Antikörper?, Infektionsschutz?), toxikologische Testung, Antrag klinischer Studie (Prüfung dauert 5-7 Monate), Zulassung, Prüfung mit Probanden

4.2.1.1. Zulassung in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut, europaweit durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA

4.2.2. großer Druck, mehr Leid, viele Tote führt zu schnellerer Zulassung, je akuter die Gefahr, desto weniger wichtig sind Nebenwirkungen

4.2.2.1. Noch nie wurden Impfstoffe so schnell entwickelt, 63 Tage von genetischer Sequenzierung bis Injektion, viele Firmen stehen kurz vor Test mit Menschen

4.2.2.2. mRNA-1273 hatte Testpersonen, noch nicht alle Tierversuche sind abgeschlossen, Forscher halten es für riskant, Ausnahme aufgrund aktueller Situation

4.2.3. Zuerst hunderte Probanden, bei Verträglichkeit Zehntausende, damit Risikofreiheit und Wirksamkeit nachgewiesen

4.2.4. frühstens in einem Jahr für alle verfügbar

4.3. Forschung Impfstoff

4.3.1. Biotechnologisches Verfahren (RNA-Impfstoff): mRNA (kurze Nukleinsäure) wird in die Zelle eingeschleust, Informationen in mRNA, Zellen bilden Hüllenproteine auf Oberfläche, das Immunsystem soll reagieren

4.3.1.1. Transporter der mRNA: abgeschwächtes Virus(Vektovirus) oder in Lipidnanopartikeln (Schutz gegen chemische Zersetzung) verpackt

4.3.1.2. Verfahren bedeutet Zeitersparnis, ist Plattformtechnologie: etabliertes Konzept kann schnell auf neue Erreger (Mutationen) angepasst werden, derartig hergestellter Impfstoff wurde noch nie zugelassen

4.3.2. genetische Sequenzierung gibt Aufschluss über das Virus

4.3.3. mindestes 101 Projekte weltweit

4.3.4. Jedes Virus dockt mit Andockstellen an Zelle, Impfstoff kann entwickelt werden, wenn molekulare Struktur und an welchen Rezeptoren es andockt bekannt sind

4.3.5. Enge Verwandtschaft mit den Coronaviren Mers und Sars, schon Erfahrungen

4.4. Impfstoffentwickler

4.4.1. US-Biotechnologiefirma Moderna und US-amerikanische National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) entwickelten Impfstoff mRNA-1273

4.4.2. Viele Projekte werden finanziell von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) unterstützt, globale Partnerschaft des Gesundheitswesens

4.4.3. Trump wollte die zukünftige Produktion (Erstversorgung Amerika) Impfstoff von der Tübinger Biotechfirma Cure Vac kaufen. Abgelehnt.

4.4.4. 2012 Institut Philips-Uni Marburg entwickelten Impfstoff gegen Mers mit