Schulen in der digitalen Welt

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Schulen in der digitalen Welt von Mind Map: Schulen in der digitalen Welt

1. Herausforderungen

1.1. Heterogenität der Nutzung digitaler Medien in Schulen

1.1.1. in manchen Schulen ist die Digitalisierung nicht angekommen

1.1.1.1. unzureichende Rahmenbedingungen

1.1.1.2. Zufriedenheit mit dem Status Quo des Lernens

1.1.1.3. fehlende Impulse und fehlende curriculare Verankerungen

1.2. nur ein Teil des Kollegiums nutzt digitale Medien

1.2.1. die konzeptionelle Verankerung als Gesamtkonzept fehlt

1.3. nur 50% (2016) der Schulen verfügen über ein Medienkonzept

1.3.1. Umgang mit digitalen Medien lernen ist für SuS quasi Glückssache

1.4. Chancengerechtigkeit

1.4.1. es können Bildungsnachteile für SuS aus unteren, mittleren sozialen Lagen und entstehen, wenn es kein Förderungskonzept für eine flächendeckende Versorgung von SuS mit der entsprechender Hardware gibt

1.5. Förderung von leistungsstarken SuS

1.5.1. wenn es kein hinreichendes Konzept zur digitalen Lehre und entsprechend ausgebildete Lehrkräfte gibt, können leistungsstarke SuS nicht gefördert werden

1.6. Deutschland nutzt im internationalen Vergleich am seltensten regelmäßig digitale Medien im Unterricht

1.6.1. dadurch entstehen deutliche Rückstände im Kompetenzbereich der SuS gegenüber den verglichenen Ländern

1.6.1.1. Kompetenzstufenmodell

1.6.1.1.1. I: rudimentäre, rezeptive Fertigkeiten (einfache Anwendung)

1.6.1.1.2. II: basale Wissensbestände und Fertigkeiten (Umgang mit Informationen und Bearbeitung von Dokumenten)

1.6.1.1.3. III: angeleitetes Ermitteln von Informationen und Bearbeitung von Dokumenten

1.6.1.1.4. IV: eigenständiges Ermitteln und Organisieren von Informationen und selbständiges Erzeugen von Dokumenten und Informationsprodukten

1.6.1.1.5. V: sicheres Bewerten und Organisieren selbständig ermittelter Informationen und Erzeugen von inhaltlich sowie formal anspruchsvollen Informationsprodukten

2. Kernbereiche schulischen Lernens mit digitalen Medien

2.1. I: Vermittlung von Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien (learn to use)

2.1.1. Kenntnisse im Umgang mit bestimmten Softwares (bspw. Office)

2.1.2. schulischer Begriff: Medienkompetenz

2.1.3. Festlegung ab welcher Jahrgangsstufe und innerhalb welcher fachlichen Kontexte

2.1.3.1. jede konzeptionelle Festschreibung verankert wann, wie, was gelernt wird

2.1.3.1.1. dadurch kann festgelegt werden wann, was, wie (in anderen Fächern) vorausgesetzt werden kann

2.2. II: Nutzung digitaler Medien für fachliche und fachbezogene Lehr-Lernprozesse (use to learn)

2.2.1. in allen Fächern gibt es Möglichkeiten digitale Medien einzusetzen

2.2.1.1. fachliche Kompetenzen können in besonderer Weise und anderer Qualität erlernt werden

2.2.1.1.1. Aufgabe der Fachdidaktiken und Fachkonferenzen dafür Konzepte zu entwickeln

2.2.1.1.2. der schulische Kontext wird dadurch an die Lebenswirklichkeiten der fachspezifischen Berufe angepasst (Arbeit von z.B. Historiker*innen)

2.2.1.1.3. Anpassung der Fachdidaktik an die Lebenswelt der SuS -> Authentizität

2.2.2. verstehen lernen, wie sich die Qualität fachlichen Lernens durch die Nutzung digitaler Medien verändert

2.2.2.1. welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit die Qualität des Lernens durch digitale Medien gesteigert wird (Rahmenbedingungen)

2.2.2.1.1. Lernkultur muss verändert werden

2.3. III: Entwicklung und Umsetzung neuer Formen des Unterrichtens und Lernens mit digitalen Medien

2.3.1. veränderte Lehrer- und Schülerrollen

2.3.1.1. Lernen im eigenen Tempo

2.3.1.2. Verzahnung unterschiedlicher Lernorte und Formen des Lernens

2.3.1.2.1. bspw. "flipped classrooms"

2.3.1.2.2. bedingter Ausfall des Unterrichts durch Krankheit von Lehrkräften oder SuS kann besser organisiert werden

2.3.1.3. Möglichkeit niveaudifferenziert zu lernen

2.3.1.3.1. Individualförderung durch digitale Medien besser umsetzbar

2.3.1.4. Lehrperson als Lernbegleiter

2.3.1.4.1. Technologie kann pädagogisches Handeln unterstützen und prägen

2.3.2. Sollen sich schulische Lehr-Lernprozesse in gleicher Weise auf digitale Medien einstellen wie in der Arbeitswelt und Freizeitgestaltung?

2.3.2.1. Ist das traditionelle, räumlich und zeitlich getaktete fremdorganisierte Lernen zukünftig das ideale Lehr- und Lernkonzept in Schulen?

2.4. IV: Förderung von Medienkompetenz und der Erwerb von Kompetenzen im digitalen Bereich

2.4.1. Notwendigkeit überfachlicher Medienkompetenz

2.4.1.1. größerer Stellenwert in der Gesellschaft

2.4.1.1.1. flächendeckend relevante Zielperspektive schulischen Lernens

2.4.1.2. kompetenter und reflektierter Umgang mit digitalen Medien als Schlüsselkompetenz

3. Perspektiven

3.1. gemeinsame Verpflichtung der Bundesländer einen im Rahmen der KMK-Strategie befindlichen Kompetenzrahmen für alle Schulformen und Klassenstufen umzusetzen

3.1.1. geeignete Rahmenbedingungen obligatorisch für die Einbindung digitaler Medien an Schulen

3.1.1.1. Personalentwicklung

3.1.1.1.1. wie werden Lehrende mit technologischen Entwicklungen vertraut

3.1.1.2. Kooperationsentwicklung

3.1.1.2.1. wie kommunizieren Lehrende untereinander mithilfe digitaler Medien

3.1.1.3. Organisationsentwicklung

3.1.1.3.1. digitale Unterstützung der Elternarbeit

3.2. die zunächst kritische Haltung von Schulen und ihren Lehrkräften

3.2.1. nun zumindest ambivalent

3.2.1.1. digitale Medien werden als Mehrwert in Betracht gezogen

3.3. Anstieg der schulischen Nutzungshäufigkeit digitaler Medien

3.3.1. schulische Nutzung und Ausstattung häufig jedoch abhängig vom Einzelengagements der Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulträgern

4. Kernaussagen

4.1. Kinder, die in einer von digitalen Medien geprägten Welt aufwachsen, werden/können nicht automatisch zu kompetenten Nutzern digitaler Medien (werden)

4.2. für die Gesellschaft ist es wichtiger denn je , Heranwachsende zu kompetenten und reflektiertem Handeln in der digitalen Welt zu befähigen