Lernen und Gedächtnis

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Lernen und Gedächtnis von Mind Map: Lernen und Gedächtnis

1. Wissensarten

1.1. Deklaratives Wissen: Wissen über Fakten, Konzepte, Begriffe

1.1.1. Sematisches

1.1.1.1. unpersönliches Faktenwissen

1.1.2. Episodisches

1.1.2.1. Wissen über persönliche, autobiografische Fakten

1.2. Prozedurales Wissen

1.2.1. Wissen Wie? Methodenwissen

1.3. Perzeptuelles Wissen

1.3.1. Abbildung von Sinneseindrücke

1.4. Metakognitives Wissen

1.4.1. Wissen über kognitive Prozesse und ihre Steuerung

2. Techniken zur Verbesserung von Speicherung und Abruf

2.1. Angstfreie, angenehme Arbeitsatmosphäre und (positive) Emotionen im Lernprozess

2.1.1. Verletzungsfreie Kommunikation

2.1.2. Ausserunterrichtliche Maßnahmen zur Förderung des Klassenklimas ( Exkursionen & Ausflüge)

2.1.3. Individuelles Feedback: Lernerfolg vermitteln

2.1.4. Spaß an witzigen Beiträgen zulassen

2.1.5. Inhalte auch bewerten, ethische Fragen stellen, emotionale Diskussionen (in Grenzen) zulassen

2.2. Motivationsgerechte Organisation des Lernprozesses

2.2.1. Kurzfristige und langfristige Ziele und Vorteile des Lernprozesses klären

2.2.2. Teilziele setzen --> Belohnung bei Erreichung (Belohnung klären)

2.2.3. Lernzeiten und Pausen planen

2.3. Interferenz zwischen ähnlichen Inhalten / Methoden berücksichtigen

2.3.1. - Stoff-, Methoden- und Kodierungswechsel

2.4. Nutzung sensorischer Vielfalt

2.4.1. Begriffe/Vokablen laut vorlesen

2.4.2. Visualisierung von Prozessen und Strukturen

2.4.3. Analoges Material (Karikaturen, Grafiken)

2.4.4. Rollenspiele, Planspiele, Projekte

2.5. Elaboration: Verknüpfendes Bearbeiten des Lernmaterials, Verarbeitungstiefe erhöhen

2.5.1. Meta-Plan, Mind-Map

2.5.2. Diskussion

2.5.3. LOCI-Methode:

2.5.3.1. Verknüpfungen zwischen sprachlichem und bildhaftem Material

2.5.4. sprachliche Verknüpfungen (Reim-Technik, Eselsbrücken

2.6. Einordnungschemata vorgeben

2.7. Vorstrukturierung des Lernstoffes

2.7.1. Advanced Organizer, zentrale Aussagen, Gliederung

2.8. Systematische Wiederholung

2.8.1. Übungsphasen, Hausaufgaben, Wiederholungsphasen zu Beginn der Stunde, Karteikartenmethode

2.9. Sinn / Bedeutung des Stoffes mit den Lernenden besprechen

2.9.1. Praxisbeispiele, Prüfungsrelevanz, Lebenswelt der SuS

2.10. Entlastung des Kurzzeitgedächtnisses

2.10.1. Zusammenfassung von Wissenseinheiten zu größeren Sinneinheiten (Chunks, z.B. AIDA = Attention, Interest, Desire, Action)

2.10.2. Vom "einfachen" zum komplexen --> Sequenziell hierarchische Darbietung des Stoffes

2.11. Maßnahmen zur Erhöhung von Aufmerksamkeit und Konzentration

2.11.1. Sinnvolle Pausen, Unerwartetes Verhalten, Überraschende Widersprüche präsentieren, - Stimulusvariation

3. Vergessenstheorien

3.1. Spurenzerfallstheorie (KZG bestätigt)

3.1.1. KZG: keine Wiederholung & Festigung

3.2. Interferenztheorie (KZG & Langzeitspeicher bestätigt)

3.2.1. Vorausgehendes Lernen stört nachfolgendes L. (proaktive Hemmung) und nachfolgendes Lernen stört vorausgegangenes (retroaktive H.)

3.3. Verdrängungstheorie (LZG bestätigt)

3.3.1. Inhalte, die mit negativen Gefühlen assoziiert sind, werden schneller vergessen

3.4. Fehlen adäquater Abrufreize (LZG bestätigt)

3.4.1. Die dauerhaft im LZS gespeicherten Inhalte können dann nicht abgerufen werden, wenn sie nicht ausreichend mit anderen Gedächtnisinhalten assoziiert sind oder diese Verbindungen nicht „gepflegt“ (benutzt) werden.

4. Mehrspeichermodell

4.1. Sensorischer Kurzzeitspeicher

4.1.1. > 1 Sekunde

4.1.1.1. Orientierungsreaktion

4.1.1.1.1. Löschung

4.2. Kurzzeitgedächtnis / Arbeitsspeicher

4.2.1. ca. 20 Sekunden, max. 7-9 Einheiten

4.2.1.1. Aufmerksamkeit

4.2.1.1.1. Vergessen

4.3. Langzeitgedächtnis (unbegrenzte Speicherung)

4.3.1. Nicht Vergessen (sondern Abrufprobleme)

4.3.1.1. Bewußtsein

5. Wissensrepräsentation (wie wird Wissen abgebildet? - Mentale Organisationsform)

5.1. Aussagenartige (sprachliche) Repräsentation

5.1.1. Wissens-Netzwerk

5.1.1.1. Präsentation von Ereignissen</Gelesenen in Form von Sprache oder Bildern

5.1.1.1.1. Gespeichert wird nicht der Wortlaut einer Aussage --> Propositionen = Wissensbausteine / Aussagen

5.2. Analoge Repräsentation

5.2.1. Bei der analogen(bildhaften) Repräsentation sind dagegen viele Details der wahrgenommenen Ereignisse erhalten = wahrnehmungsbasierter Repräsentation

5.2.1.1. Speichern von "relativ" anschaulichen Vorstellungsbildern

5.2.1.1.1. Theorie der doppelten Enkodierung („Dual Coding“) : ein imaginales und ein verbales System --> doppelte Kodierung erhöht i.d.R. die Wahrscheinlichkeit der Abrufbarkeit von Informationen.

5.3. Handlungsmäßige Repräsentation

5.3.1. Lernen durch unmittelbare Erfahrung

5.3.1.1. Erwerb von Sachwissen durch handelnden Umgang mit den Dingen

6. Beispiele für konkrete Lese- und Selbstlerntechniken

6.1. Techniken beim Lesen

6.1.1. Mind-Map

6.1.2. Concept-Map

6.1.3. Überschriften finden

6.1.4. SQ3R-Methode

6.1.4.1. S = Survey , Q = Question, R = Read, R= Recite, R = Repeat

6.2. Memotechniken

6.2.1. Chunks bilden

6.2.2. Reim-Techniken

6.2.3. Eselsbrücken

6.2.4. LOCI-Technik

6.2.5. Schlüsselwortmethode

6.2.6. Karteikartentechnik