Schnelles Denken/ Langsames Denken

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Schnelles Denken/ Langsames Denken von Mind Map: Schnelles Denken/ Langsames Denken

1. Zwei Systeme

1.1. Die Figuren der Geschichte

1.1.1. Zwei Systeme

1.1.1.1. System 1

1.1.1.1.1. Arbeitsweise

1.1.1.1.2. Beispiele

1.1.1.1.3. Notwendige Fähigeiten

1.1.1.1.4. Erläuterung

1.1.1.2. System 2

1.1.1.2.1. Arbeitsweise

1.1.1.2.2. Beispiele

1.1.1.2.3. Erläuterung

1.1.1.3. Merksätze

1.1.1.3.1. Er hatte einen Eindruck, aber einige seiner Eindrücke sind Illusionen

1.1.1.3.2. Dies war eine reine System-1-Antwort. Sie reagierte auf die Bedrohung, bevor sie diese erkannte

1.1.1.3.3. Hier spricht gerade Ihr System 1. Schalten Sie einen Gang zurück, und lassen Sie Ihr System 2 die Kontrolle übernehmen.

1.1.2. Der Gang der Handlung- ein kurzer Überblick

1.1.2.1. Der größte Teil dessen, was Sie (Ihr System 2) denken und tun, geht aus System 1 hervor, aber System 2 übernimmt, sobald es schwierig wird, und es hat normalerweise das letze Wort

1.1.3. Konflikt

1.1.3.1. Konflikte zwischen einer automatischen Reaktion und dem Willen, die Kontrolle zu behalten, kommen in unserem Leben häufig vor

1.1.3.2. System 2 ist für die Selbstbeherrschung zuständig

1.1.4. Illusionen

1.1.4.1. Müller-Lyer-Illusion

1.1.4.1.1. Lösung: Sie müssen lernen, Ihren Wahrnehmungen der Länge von Linien zu misstrauen, wenn sie mit Üfeilspitzen oder Schwanzflossen versehen sind

1.1.4.1.2. Hierfür muss man sich an das illusorische Muster erkennen und sich an das erinnern, was Sie darüber wissen

1.1.4.1.3. ABER: Die eine Linie wird Ihnen nach wie vor länger erscheinen als die andere

1.2. Aufmerksamkeit und Anstrengung

1.2.1. Mentale Anstrengung

1.2.1.1. Eins Addieren

1.2.1.1.1. 1458, 2569, 3670...

1.2.1.1.2. Taktell Tempo 60/sek

1.2.1.1.3. alle 2 sek nächste Ziffernfolge

1.2.1.2. filmen

1.2.1.2.1. während der "eins addieren" Übung

1.2.2. Merksätze

1.2.2.1. Ich werde nicht versuchen, dies beim Fahren zu lösen. Dies ist eine pupillenvergrößernde Aufgabe. Sie erfordert mentale Anstrengung!

1.2.2.2. Hier gilt das Gesetz vom geringsten Aufwand. Er wird so wenig wie möglich nachdenken

1.2.2.3. Sie hat die Sitzung nicht vergessen. Sie war voll und ganz auf etwas anderes konzentriert, als die Sitzung vereinbart wurde, und sie hat Sie einfach nicht gehört

1.2.2.4. Mir fiel sofort eine Intuition von System 1 ein. Ich muss von Neuem beginnen und mein Gedächtnis gezielt durchsuchen

1.3. Der faule Kontrolleur

1.3.1. Flow

1.3.1.1. Zustand müheloser Konzentration

1.3.2. Das ausgelastete und erschöpfte System 2

1.3.2.1. Modell der regulatorischen Ressource- Ego-Depletion

1.3.2.1.1. Aktivitäten die hohe Anforderungen an System 2 stellen, erfordern Selbstkontrolle und die Ausübung von Selbstkontrolle ist erschöpfend und unangenehmen

1.3.2.1.2. Ego-Depletion ist ein Motivationsverlust

1.3.2.1.3. Nach der Ausübung von Selbstkontrolle bei einer Aufgabe sind Sie nicht dazu aufgelegt, sich bei einer weiteren erneut anzustrengen, obwohl Sie das tun könnten, wenn Sie es wirklich müssten

1.3.2.1.4. Bei mehreren Experimenten konnten die Probanden den Wkrkungen einer Ego-Depletion widerstehen, wenn sie einen starken Anreiz dazu erhileten

1.3.2.1.5. Ego-Depletion ist nicht der gleiche mentale Zustand wie kognitive Auslastung

1.3.2.2. Nervensystem

1.3.2.2.1. verbraucht mehr Glukose als die meisten anderen Körperteile

1.3.2.2.2. anstrengende mentale Aktivität scheint in der Glukose-Währung besonders teuer zu sein

1.3.2.2.3. Wenn Sie intensiv über ein schwieriges Problem nachdenken oder eine Aufgabe ausführen, die Selbstkontrolle erfordert, sinkt Ihr Blutzuckerwert.

1.3.2.2.4. Effekte der Ego-Depletion kann durch die Aufnahmen von Glukose rückgängig gemacht werden

1.3.3. Das faule System 2

1.3.3.1. Schläger Ball Aufgabe

1.3.3.1.1. Ein Schläger und ein Ball kosten 1,10 Dollar. Der Schlger kostet einen Dollar mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball?

1.3.3.1.2. Harvard, MIT und Princeton --> über 50% gaben die intuitive falsche Antwort

1.3.3.1.3. Andere Universitäten >80% gaben intuitiv falsche Antwort

1.3.3.1.4. Das Ausmaß gezielter Überprüfung und Suche ist ein Kennziechen von System 2 und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch

1.3.3.1.5. Engagierte Menschen vermeiden intellektuelle Trägheit und engagieren sich. Sie sind aufgeweckter, intellektuell aktiver, weniger gewillt, sich mit oberflächlich attaktiven Antworten zu begnügen, und kritischer gegenüber ihren Intuitionen.

1.3.4. Interlligenz, Kontrolle und Rationalität

1.3.4.1. Neugiertest Ü-Ei http://www.youtube.com/watch?v=2SvSk0-T698 vgl:Walter Mischel

1.3.4.2. Nach 10-15 Jahre später hatte sich eine große Kluft aufgetan zwischen denjenigen, die der Belohnung widerstanden hatten, und denjenigen, die ihr erlegen waren. Diejenigen, die widerstehen konnten, hatten höhere Messwerte exekutiver Kontrolle bei kognitiven Aufgaben, und sie konnten insbesondere ihre Aufmerksamkeit effektiver steuern. Als junge Erwachsene waren sie weniger anfällig für Drogenmissbrauch. Die Kinder, die als Vierjährige mehr Selbstkontrolle gezeigt hatten, erzielten bei Intelligenztests erheblich höhere IQ-Werte

1.3.5. Merksätze

1.3.5.1. Es kostete sie keine Mühe, sich stundenlang auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Sie befand sich in einem Zustand des Flow

1.3.5.2. Sein Ego war nach einem langen Arbeitstag voller Sitzungen erschöpft. Daher schaltete er auf Standardvorgehensweise, statt das Problem zu durchdenken

1.3.5.3. Er machte sich nicht die Mühe, zu überprüfen, ob das, was er sagte, Hand und Fuß hatte. Hat er grundsätzlich ein faules System 2, oder war er ungewöhnlich erschöpft?

1.3.5.4. Leider spricht sie in der Regel immer das aus, was ihr als Erstes in den Sinn kommt. Vermutlich fällt es ihr auch schwer, Belohnungen aufzuschieben. Schwaches System 2.

1.4. Die Assoziationsmaschine

1.4.1. Die Wunder des Priming

1.4.1.1. Florida Effekt

1.4.1.2. Ideomotirischer Effekt

1.4.2. Primes, die uns anleiten

1.4.2.1. Die Idee des Geldes stärkt den Individualismus

1.4.2.2. Teeküchenbeispiel: Augen vs. Blumen je direkter die Augen einen anschauen, desto mehr wird in die Teekasse bezahlt. “Eine rein symbolische Mahnung daran, unter Beobachtung zu stehen veranlasste die Konsumenten offensichtlich dazu, sich besser zu benehmen.

1.4.3. Merksätze

1.4.3.1. Der Anblick all dieser Menschen in Uniform primt nicht Kreativität

1.4.3.2. Die Welt ist bei Weitem nicht so sinnhaft aufgebaut, wie wir glauben. Die Kohärenz ist vor allem ein Produkt der Funktionsweise unseres Intellekts

1.4.3.3. Sie wurden geprimt, Fehler zu finden, und genau das fanden sie.

1.4.3.4. Sein System 1 konstruierte eine Geschichte, und sein System 2 glaubte sie. Das passiert uns allen

1.4.3.5. Ich brachte mich selbst zum Lächeln, und jetzt fühle ich mich tatsächlich besser.

1.4.3.5.1. Finger zwischen Zähne für 30 Sekunden und Lippen dürfen Finger nicht berühren

1.5. Kognitive Leichtigkeit

1.5.1. Einführung

1.5.1.1. Berechnungen die im Gehirn ablaufen bei Bewusstsein (diese halten gegenwärtige Antworten auf einige Schlüsselfragen aufrecht und aktuell)

1.5.1.1.1. Geschieht etwas neues?

1.5.1.1.2. Besteht eine Bedrohung?

1.5.1.1.3. Läuft alles gut?

1.5.1.1.4. Sollte meine Aufmerksamkeit neu ausgerichtet werden?

1.5.1.1.5. Muss ich mich für diese Aufgabe stärker anstrengen?

1.5.1.2. Vorstellung: Cockpit welches aktuelle Werte jeder dieser wichtigen Variablen anzeigt

1.5.1.2.1. Diese werden automatisch von System 1 durchgeführt, und eine ihrer Aufgaben besteht darin, zu bestimmen, ob zusätzliche Anstrengungen von System 2 erforderlich sind.

1.5.1.2.2. Eine dieser Anzeigen misst die "Kognitive Leichtigkeit"(kognitive ease)

1.5.2. Illusionen des Gedächtnisses

1.5.2.1. man erlebt eine größere kognitive Leichtigkeit, wenn man ein Wort wahrnimmt, das man schon einmal gesehen hat, und es ist dieses Gefühl der Mühelosigkeit, das den Eindruck der Vertrautheit hervorruft.

1.5.3. Illusionen der Wahrheit

1.5.4. Wie man eine überzeugende Mitteilung schreibt

1.5.5. Beanspruchung und Anstrengung

1.5.6. Die Freuden mühelosen Denkens

1.5.7. Leichtigkeit, Stimmung und Intuition

1.5.8. Merksätze

1.5.8.1. Wir sollten den Geschäftsplan nicht bloß deshalb verwerfen, weil die Schftart unleserlich ist

1.5.8.2. Wir neigen dazu, es zu glauben, weil es so oft wiederholt wurde, aber wir sollten es noch einmal durchdenken

1.5.8.3. Bekanntheit erzeugt eine positive Einstellung. Dies ist der Mere-Exposure-Effekt

1.5.8.4. Ich bin heute in bester Laune, und mein System 2 ist schwächer als gewöhnlich. Ich sollte besonders sorgfältig sein.

1.6. Normen, Überraschungen und Ursachen

1.6.1. Normalität beurteilen

1.6.2. Ursachen und Intentionen

1.7. Eine Maschine für voreilige Schlussfolgerungen

1.7.1. Vernachlässigung von Ambiguität und Unterdrückung von Zweifeln

1.7.2. Die Vorliebe, Aussagen zu glauben und eigene Erwartungen zu bestätigen

1.7.3. Überzogene emotionale Kohärenz

1.7.4. der Halo-Effekt

1.7.5. What you see is all there is

1.8. Wie wir Urteile bilden

1.8.1. Einleitung

1.8.1.1. Die Anzahl der Fragen die wir beantworten können ist unbegrenzt. Die Fragen werden an System 2 gerichtet, welches die Aufmerksamkeit auf diese Frage richtet und das Gehirn nach einer passenden Antwort durchsucht.

1.8.1.2. System 1 hingegen überwacht und beurteilt Situationen. Dies passiert innerhalb und außerhalb des Bewusstseins und das System 1 verfolgt hierbei keine spezielle Absichten.

1.8.1.3. Diese elementare Bewertungen welche intuitiv stattfinden können leicht durch schwierigere Fragen ersetzt werden und spielen deshalb eine wichtige Rolle bei intuitiven Urteilen.

1.8.1.4. System 1 ist in der Lage Urteile zu ersetzen. Dies passiert mit Hilfe der Fähigkeit, Werte in andere Dimensionen zu übersetzen

1.8.2. Elementare Bewertungen

1.8.2.1. System 1 versteht natürlich Sprache, und das Verstehen basiert auf den elementaren Bewertungen, die routinemäßig im Rahmen der Wahrnehmung von Ereignissen und des Verstehens von Nachrichten ausgeführt werden. Zu diesen Bewertungen zählen Berechungen der Ähnlichkeit und Repräsentativität, Kausalattributionen und Bewertungen der Verfügbarkeit von Assoziationen und Musterbeispielen.

1.8.2.2. Todorov hat bei Wahlkämpfen in Australien, Deutschland und Mexiko die Wähler nach deren Kompetenzeinschätzungen der einzelnen Kandidaten gefragt. Hierbei wurde festgestellt dass Wähler für sich abschätzen, wie gut der jeweilige Kandidat sein Amt ausüben kann. Diese Bewertung erfolgt schnell und automatisch. Die Wähler mussten in der Studie die Kompetenz der einzelnen Kandidaten beurteilen welche sich aus den Dimensionen Stärke und Vertrauenswürdigkeit zusammensetzt. Ein Ergebnis der Studie ist, dass sich Wahlergebnisse wesentlich zuverlässiger anhand der Kompetenzeinschätzungen als an den Sympathiewerten voraussagen lassen. Diese Einschätzung erfolgt von System 1. Aufgrund dieser Studie hat man im Nachgang untersucht ob sich alle Wähler gleichermaßen von der automatischen Kompetenzeinschätzung von System 1 führen lassen. Dies ist bie Wählern mit hohem Fernsehkonsum welche weniger informiert sind drei Mal stärker wie bei Personen welche weniger fernsehen und besser informiert sind.

1.8.3. Mengen und Prototypen

1.8.3.1. System 1 kommt gut mit Durchschnittswerten jedoch nicht mit Summen zurecht. So ist ein Mensch in der Lage ziemlich genau die Durchschnittslänge mehrerer verschieden langer Striche einzuschätzen. Dagegen fällt eine Einschätzung der Länge wesentlich schwerer und kann nicht vom System 1 übernommen werden. Hierfür benötigen wir System 2. System 1 nimmt also einen Prototyp aus einer Menge und bewertet diesen entsprechend was man an nachfolgendem Versuch verdeutlichen kann.

1.8.3.2. Bei einer durch einen auf Grund gelauenen Tanker ausgelösten Ölpest wurden Teilnehmer befragt ob sie bereit wären zu zahlen um Netze zu beschaffen, welche zum Abdecken der Öltümpel hergenommen werden sollten. Viele Zugvögel sind darin ertrunken. Es gab drei Probandengruppen welchen jeweils unterschiedliche Fragestellungen gestellt worden sind. So wurden sie gefragt wie viel sie bereit sind zu zahlen, um 2000, 20000, oder 200000 Vögel zu retten. Das Ergebnis war dass die Anzahl der zu rettenden Vögel für die Probanden keinen Einfluss auf den Betrag den Betrag den sie spenden wollten. Daraus schließt Kahnemann dass die Teilnehmer der verschiedenen Gruppen auf einen Prototyp - den sterbenden Vogel- reagierten. Die fast vollständige Vernachlässigung der Quantität bei emotionalen Kontexten wurde außerdem auch in anderen Untersuchungen bestätigt.

1.8.4. Intensitäten und wie man sie vergleichen kann

1.8.5. Die mentale Schrotflinte

1.8.5.1. System 1 führt fortwährend Berechnungen durch. Viele davon sind Routinebewertungen, wie eine dreidimensionale Repräsentation all dessen was sich in Ihrem Sichtfeld befindet.

1.8.5.2. Andere Berechnungen bedürfen hingegen einer Anstrengung. Hierbei wurde festgestellt dass unser System 1 mehr Berechnungen durchführt als von ihm erwartet werden. Diesen Effekt nennt man auch "mentale Schrotflinte. Festgestellt wurde dies über ein Experiment bei dem Wortpaare vorgespielt werden und die Teilnehmer so schnell wie möglich eine Taste drücken müssen sobald sie die sich reimenden Wortpaare gehört haben. Folgende Wortpaare wurden hierfür beispielsweise herangenommen: "Vote - Note" sowie "Vote - Goat". Das Wortpaar Vote - Goat wurde wesentlich langsamer erkannt. Dies ist auf die unterschiedliche Schreibweise zurückzuführen. Unser System 1 hat also obwohl es "lediglich" hören sollte ob sich ein Wortpaar reimt auch die Schreibweise überprüft. Dies verlangsamt in diesem Versuch die Reaktion mit welcher die Taste gedrückt wird.

1.8.6. Merksätze

1.8.6.1. Die Beurteilung der Attraktivität von Menschen ist eine elementare Bewertung. Wir tun dies automatisch, ob wir es wollen oder nicht, und es beeinflusst uns.

1.8.6.2. Es gibt Schaltkreise im Gehirn, die anhand der GEsichtsform die Dominanz der betreffenden Person einschätzen. Sie scheint für eine Führungsaufgabe geeignet zu sein

1.8.6.3. Eine Strafe wird nur dann als gerecht empfunden, wenn ihre Intensität dem Verbrechen angemessen ist. So, wie man die Lautstärke eines Tons mit der Heiligkeit eines Lichts zur Übereinstimmung bringen kann.

1.8.6.4. Dies war ein eindeuter Fall einer mentalen Schrotflinte. Er wurde gefragt ob er die Firma für finanziell solide halte, aber er konnte nicht vergessen, dass er ihre Produkte möchte.

1.9. Eine leichtere Frage beantworten

1.9.1. Fragen ersetzen

1.9.1.1. Lange bevor wir Details über eine Person wissen, haben wir uns bereits entschieden ob wir diese Person mögen oder nicht. Unser Geist ermöglicht es, dass wir Meinungen und intuitive Gefühle über so ziemlich alles haben. Dabei wissen wir dass ein Unternehmen erfolgreich sein wird, ohne es zu analysieren, auch auf Fragen die wir beantworten wollen haben wir schon eine vorläufige antwort, bevor wir sie vollständig verstehen. Hierbei nehmen wir Hinweise wahr und stützen uns auf diese.

1.9.1.2. Eine Heuristik ist ein einfaches Verfahren, welches uns dabei unterstützt Antworten - wenn auch oft unvollständige -auf schwierige Fragen zu finden.

1.9.1.3. Die Ersetzung einer Frage durch eine andere Frage ist eine folge der mentalen Schrotflinte. Denn anstatt eine Frage zu beantworten, beantworten wir eine andere Frage, für uns leichtere Frage und nehmen dann an, dass diese Antwort auch für die schwerere Frage gültig ist.

1.9.1.4. Einige Beispiele: Zielfrage: Wie viel sind Sie bereit auszugeben, um eine bedrohte Art zu retten? Heuristische Frage: Wie sehr berührt es mich, wenn ich an sterbende Delfine denke? Zielfrage: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig mit Ihrem Leben? Heuristische Frage: Wie ist gerade meine Stimmung?

1.9.1.5. Wir neigen also dazu mit unserem System 1 unserem trägen System 2 das beantworten vieler schwieriger Fragen abzunehmen, in dem wir eine einfachere Frage formulieren. Diese können wir dann mit Hilfe einer Heuristik lösen. Hierbei nutzen wir die Fähigkeit der mentalen Schrotflinte, alternative Fragen zu beantworten. Um die Antwort der einfacheren Frage wieder zurückzuführen auf die ursprüngliche komplexere Frage, nutzen wir die Abstimmung der Intensität. Dies ist eine Fähigkeit von System 1, welche es uns ermöglicht beispielsweise die Intensität der Gefühle für Delphine in einen Spendenbetrag auszudrücken. Der Betrag der mir einfällt entspricht der Intensität auf unseren Intensitässkala

1.9.1.6. Es ist festzuhalten dass natürlich das System 2 die Möglichkeit hat, dies Ersetzung der schwierigen Frage mit einer einfacheren verhindern kann. Jedoch folgt ein träges System 2 oft den Weg des geringsten Widerstands und lässt dies zu.

1.9.2. Die 3-D-Heuristik

1.9.2.1. Auch bei optischen Täuschungen, wissen wir zwar dass diese existieren und etwas nicht echt ist. Jedoch ersetzt unsere 3-D Heuristik eine 2 dimensionale Zeichnung in eine 3 dimensionale Zeichnung. Wir haben also nicht die Frage falsch verstanden sondern wir lassen uns von den Hinweisreizen des Bildes zu einer 3dimensionalen Interpretation verleiten. Aus diesem Beispiel lernen wir dass Urteile, welche auf dem Ersetzen ruhen, in vorhersagbarer Weise verzerrt sein werden.

1.9.3. Die Stimmungsheuristik für Glück

1.9.3.1. Eine Befragung von Studenten liefert folgendes Ergebnis der Ersetzung: Hierbei wurden den Probanden 2 unterschiedliche Fragesets gestellt: Frageset 1: Wie glücklich fühlen Sie sich zurzeit? Wie viele Verarredungen hatten Sie im letzen Monat? Frageset 2: Wie viele Verarbredungen hatten Sie im letzen Monat? Wie glücklich fühlen Sie sich zurzeit?

1.9.3.2. Bei diesen Fragen sollte die Korrelation zwischen den beiden Antworten geprüft werden. Bei Frageset 1 konnte man keine Korrelation feststellen. Bei Frageset 2 war dies jedoch eindeutig nachzuweisen. Dies wird erklärt durch den Vorgang des Ersetzens. Denn um zu beantworten ob man glücklich ist oder nicht bedarf es einigen Anstrengungen. Diesen Anstrengungen entweicht unser System 2 indem es das ausgelöste Gefühl von der Anzahl der Verabredungen im letzen Monat nimmt und als Messgröße für die Glücklichkeit einsetzt.

1.9.3.3. Diese Frage ist jedoch kein Sonderfall, dies funktioniert genau so bei Fragen nach Finanzen oder der Beziehung zu den Eltern der Frage nach dem allgemeinen Glückgsgefühl vorausgeht. Kahneman schließt dass jede emotional bedeutsame Frage, welche die Stimmung einer Person verändert denselben Effekt auslöst.

1.9.4. Die Affektheuristik

1.9.4.1. Das System 1 schlägt dem System 2 ständig Lösungen vor. System 2 ist ein Fürsprecher von Emotionen des System 1. Das heißt es tritt hier als Unterstützer auf anstatt als Kritiker.

1.9.5. Merksätze

1.9.5.1. Erinnern wir uns noch an die Frage, die wir beantworten wollen? Oder haben wir sie durch eine leichtere ersetzt?

1.9.5.2. Die eigentliche Frage lautet, ob diese Kandidatin Erfolg haben kann. Die Frage die wir zu beantworten scheinen, lautet, ob sie bei Interviews gut rüberkommt. Wir sollten die Frage nicht ersetzen

1.9.5.3. Da er das Projekt mag, glaubt er, dass es niedrigere Kosten und einen hohen Nutzen hat. Ein hübsches Beispiel für die Affektheuristik

1.9.5.4. Wir benutzen die Ertragszahlen des letzen Jahres als eine Heuristik zur Vorhersage des Unternehmenswertes in ein paar Jahren. Ist diese Heuristik gut genug? Welche weiteren Informationen benötigen wir?

2. Heuristiken und kognitive Verzerrungen

2.1. Das Gesetz der kleinen Zahlen

2.1.1. Das Gesetz der kleinen Zahlen

2.1.2. Ursache und Zufall

2.2. Anker

2.2.1. Ankerung als Anpassung

2.2.2. Ankerung als ein Priming-Effekt

2.2.3. Der Ankerungsindex

2.2.4. Gebrauch und Missbrauch von Ankern

2.2.5. Ankerung und die beiden Systeme

2.3. Die Wissenschaft der Verfügbarkeit

2.4. Verfügbarkeit, Emoition und Risiko

2.4.1. Verfügbarkeit und Affekt

2.4.2. Die Öffentlichkeit und die Experten

2.5. Was studiert Tom W.?

2.5.1. Vorhersage durch Repräsentativität

2.5.2. Die Sünden der Prepräsentativität

2.5.3. Wie man die Intuition diszipliniert

2.6. Linda: Weniger ist mehr

2.6.1. Weniger ist mehr, manchmal sogar bei gemeinsamer Bewertung

2.7. Regression zum Mittelwert

2.7.1. Talent und Glück

2.7.2. Regression verstehen

2.8. Intuitive Vorhersagen bändigen

2.8.1. Nicht regressive Intuitionen

2.8.2. Eine Korrektur für intuitive Vorhersagen

2.8.3. Eine Verteidigung extremer Vorhersagen?

2.8.4. Die Regression im Zwei-Systeme-Modell

2.9. Ursachen vs. Statistik

2.9.1. Kausale Stereotype

2.9.2. Die Tendenz, eher zu glauben als zu zweifeln

2.9.3. Kausale Situationen

2.9.4. Kann man Psychologie unterrichten?

3. Urteile unter Unsicherheit

4. Selbstüberschätzung

4.1. Die Illusion des Verstehens

4.2. Die Illusion der Gültigkeit

4.3. Intuitionen und Formeln

4.4. Die Intuition von Experten: Wann können wir ihr vertrauen?

4.5. Die Außensicht

4.6. Die Maschine des Kapitalismus

5. Entscheidungen

5.1. Irrtümer

5.2. Die neue Erwartungstheorie

5.3. Der Endowment-Effekt

5.4. Negative Ereignisse

5.5. Das viergeteilte Muster

5.6. Seltene Ereignisse

5.7. Risikostrategien

5.8. Buch führen

5.9. Umkehrungen

5.10. Frames und Wirklichkeit

6. New Idea

7. Entscheidungen, Werte und Frames

7.1. Um was geht es?

7.1.1. Entscheidungen

7.1.1.1. riskant

7.1.1.1.1. akzeptieren einer Lotterie, welche monetäre Ergebnisse mit eindeutigen Wahrscheinlichkeiten nach sich zieht

7.1.1.2. risikolos

7.1.2. Menschen entscheiden wissentlich und unwissentlich fortwährend

7.1.3. Entscheidungsfindung wird in verschiedenen Disziplinen wie Mahtematik, Statistik, Wirtschafts- und Politikwissenschaft bis zur Soziologie und Psychologie behandelt.

7.1.4. Es wird unterschieden zwischen normativer und deskriptiver Fragestellungen

7.1.4.1. normativ beschreibt die Rationalität und Logik einer Entscheidungsfindung

7.1.4.2. deskriptiv befasst sich mit Überzeugungen und Präferenzen von Menschen, wie sie sind

7.2. Verlustaversion

7.2.1. Abneigung gegen einen Verlust von X Euro ist stärker als die Vorfreude auf einen Gewinn von X Euro

7.3. Bernoullische Erwartungsregel

7.3.1. Man erhält den Wert oder Nutzen einer unsicheren Aussicht dadurch, dass man die Nutzwerte der möglichen Ergebnisse addiert, gewichtet nach ihren jeweiligen Wahrscheinlichkeit.

7.4. Menschen sind oftmals risikofreudig, wenn sie es mit unwahrscheinlichen Gewinnen zu tun haben, und risikoscheu bei unwahrscheinlichen Verlusten

7.5. Verletzung der Invarianz (Menschen entscheiden unterschiedlich bei identischen Fragestellungen)

7.5.1. Framing von Wahrscheinlichkeiten

7.5.1.1. Pseudo-Sicherheitseffekt

7.5.1.1.1. ein Ereignis, das faktisch unsicher ist, ist so gewichtet, als wäre es sicher

7.5.2. Nichtlinearität von Entscheidungsgewichten

7.6. Mentale Konten

7.6.1. Mentale Konten sind thematisch organisiert

7.7. systematische Prüfung alternativer Framings stellen ein nützliches gedankliches Werkzeug dar, welches Entscheidern helfen kann, die Werte zu beurteilen, die den primären und sekundären Konsequenzen ihrer Wahlen beigefügt werden sollten

8. Schlusswort

8.1. Zwei Selbste

8.2. Econs und Humans

8.3. Zwei Systeme

8.3.1. Was kann eine Organisation tun?

8.3.1.1. Prüflisten verpflichtend einsetzen

8.3.1.2. Referenzklassen-Vorhersagen

8.3.1.3. Prä-mortem-Analysen

8.3.1.4. systematische Schulungen

8.3.1.4.1. effiziente Sitzungen

8.3.1.4.2. Effizienzvervesserungen

8.3.1.4.3. differenzierte Sprache für konstruktive Kritik

8.3.1.5. Erwarten Sie, dass ihre Entscheidung danach beurteilt wird, wie sie zustande kam, und nicht nur danach, was dabei herauskam

8.3.1.6. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen präziserem Geplauder am Kaffeeautomaten und besseren Entscheidungen