Europa zwischen Revolution und Restauration

Davide und Stella

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Europa zwischen Revolution und Restauration por Mind Map: Europa zwischen Revolution und Restauration

1. Griechischer Unabhängigkeitskampf

1.1. Hintergrund

1.1.1. Griechen lebten seit dem 14. Jhd. unter osmanischer Herrschaft

1.1.2. wie die übrigen südosteuropäischen Völker waren sie als Christen Untertanen minderen Rechts und ohne jede politische Selbstbestimmung

1.1.3. Rückgang der türkischen Macht im 18. Jhd

1.1.3.1. Einfluss von Russland wächst

1.1.3.1.1. Russland wirft sich zum Schutzherrn der orthodoxen Kirche auf und unterstützt alle, die versuchen den osmanischen Widersacher zu schwächen

1.2. Ablauf

1.2.1. Auf russischem Boden entstehen griechische Organisationen, die den Freiheitskampf vorbereiten

1.2.1.1. 1821 bewaffneter Einfall in türkisches Gebiet unter Führung des Fürsten Alexander Ypsilanti

1.2.1.1.1. Niederlage

1.2.2. Die Großmächte Russland, Großbritannien und Frankreich greifen zu Gunsten der Griechen in den Kampf ein

1.2.3. Trotzdem war der Angriff 1821 der Anfang eines großen Volksaufstands in der Peleponnes

1.2.3.1. Erneuter Angriff auf die Türken unter der Führung von Klerikern, Adligen und Kaufleuten

1.2.3.1.1. Langer Guerillakrieg der viele Leben kostete und ganze Landstriche verwüstete und entvölkerte

1.2.4. Ein Großteil Europas ergriff in philhellenischer Überzeugung die Partei der griechischen Aufständischen

1.2.4.1. Schickte Geld, Waffen und Freiwillige

1.2.5. Unabhängigkeitserklärung der griechischen Nationalversammlung (1822) - "Wir - die Nachkommen der edlen und klugen Völker von Hellas"

1.2.5.1. Nationalidentität gründet sich auf die Abstammung von den zivilisierten Völkern Europas

1.2.5.1.1. Beherrschung durch ottomanische Macht ist nicht länger zu ertragen

1.2.5.1.2. Beherrschung durch Osmanen erhört nicht die Wünsche und Grundsätze der Griechen, Sklaverei

1.2.5.1.3. Zeit für Befreiungskampf der Griechen, Beendigung der Tyrannei

1.2.5.1.4. Nationaler, heiliger Krieg um Freiheit und Ehre zurückzuerlangen

1.3. Folgen

1.3.1. Der Sultan gibt sich geschlagen und erkennt 1829 die griechische Unabhängigkeit an

1.3.2. Neues Griechenland umfasst nur einen Teil des griechischen Siedlungsgebietes

1.3.2.1. Politik bleibt darauf ausgerichtet, den Kampf gegen die Türken fortzuführen und die nationale Einigung zu vollenden

2. Polnischer Aufstand

2.1. Hintergrund

2.1.1. Seit Wiener Kongress Ziel der polnischen Patrioten vierte politische Teilung rückgängig zu machen

2.1.2. Beste Aussichten boten sich in russischem Teilungsgebiet "Königreich Polen"

2.1.3. Zar gestand den polnischen Untertanen Autonomierechte ein

2.1.3.1. eigene Volksvertretung "Sejm"

2.1.3.1.1. eigenes Heer

2.1.4. adelig-großbürgerliche Führungsschicht glaubte die russische Herrschaft durch einen Kampf loszuwerden

2.2. Ablauf

2.2.1. November 1830 wurde der Anschlag ausgelöst

2.2.1.1. Niederlage, da Führung unter Fürst Czartoryski ihre Kräfte überschätzte

2.2.1.1.1. außerdem Versäumen, die vielen erbuntertänigen Bauern durch wirtschaftliche und soziale Zugeständnisse für den Kampf zu gewinnen

2.3. Folgen

2.3.1. Polnischen Autonomierechte wurden aufgehoben

2.3.1.1. Sejm und Heer abgeschafft

2.3.1.1.1. Universitäten Warschau und Wilna geschlossen

2.3.2. Die Berliner Regierung änderte ihre polenfreundliche Politik ebenfalls

2.3.2.1. Ersetzte den polnischen Statthalter im Großherzogtum Polen durch deutschen Oberpräsidenten

2.3.2.1.1. Führte Deutsch als verbindliche Amtssprache ein

2.3.2.2. Putschversuch 1846 wurde vorzeitig unterbunden, mit harten Strafen geahndet

2.3.3. Nationalpolnische Opposition verlagert gezwungenermaßen die Aktivitäten ins Ausland (vornehmlich Paris)

2.4. Ursachen für Niederlage

2.4.1. Die anderen beiden Teilungsmächte Österreich und Preußen unterbanden gewaltsam die Versuche der polnischen Patrioten ihren aufständischen Landesleuten zu helfen

3. Nationale Bewegungen

3.1. Bewusstsein, Selbstbestimmung, Einheit

3.1.1. Risorgimento

3.1.1.1. Nationales Erwachen der Menschen

3.1.1.2. Besonders bedeutsam für Völker, die nicht in einem eigenen/einheitlichen Staat leben

3.1.1.2.1. z.B. Deutsche, Italiener, Polen die staatlich getrennt lebten oder der griechische Nationalstaat, der nicht alle Griechen umfasste

3.1.1.3. Große Bedeutung von kulturpolitischen Aktivitäten

3.1.1.3.1. Nationale Kunst und Literatur

3.1.1.3.2. Publizistik

3.1.1.3.3. Gründung von Museen, Theatern, Universitäten und Schulen

3.1.1.4. Stufen der nationalen Selbstbestimmung

3.1.1.4.1. Staatlich garantierte Bewahrung nationaler Eigenheiten (Rechte, Institutionen, Muttersprache)

3.1.1.4.2. Selbstverwaltung und Selbstregierung innerhalb eines Staatsverbandes (Autonomie)

3.1.1.4.3. Volle staatliche Unabhängigkeit und Souveränität

3.2. Organisationsformen

3.2.1. Verschiedene Arten der Formierung von nationalen Kräften

3.2.1.1. Parlamente oder Ständeversammlungen

3.2.1.1.1. Nationale Fraktionsbildung

3.2.1.2. In Irland und den Niederlanden organisierte die katholische Kirche Massenbewegungen, die mit Petitionen, Straßendemonstrationen und Volksversammlungen die Regierungen unter Druck setzten

3.2.1.3. Vereine und Verbände haben die meisten Mitglieder

4. Soziale Protestbewegungen

4.1. Industrialisierung und Bevölkerungszunahme

4.1.1. Zunahme der Bevölkerung

4.1.1.1. Probleme der Menschen

4.1.1.1.1. wirtschaftliche Probleme

4.1.1.1.2. soziale Probleme

4.1.1.1.3. Reaktionen der Menschen

4.2. Widerstand und Protest

4.2.1. Weberaufstände

4.2.1.1. Hintergrund

4.2.1.1.1. Notlage der Leinenweber verursacht durch die Ersetzung durch maschinelle Webstühle resultierte in den Weberaufständen 1844 in Schlesien und Ostwestfalen

4.2.1.1.2. Weber verdienten 60 Thaler jährlich, jedoch mussten sie ca. 20 an den Staat und für Reparaturen etc. abgeben

4.2.1.2. Ablauf

4.2.1.2.1. Weber griffen Buchhalter und andere aus ihrer Sicht Verantwortliche an und Plünderten ihre Häuser

4.2.1.3. Ende und Folgen

4.2.1.3.1. Der Aufstand wurde durch das Militär beendet und die Weber erhielten hohe Strafen

4.2.2. lokale Proteste

4.2.2.1. Unorganisiert und ohne Führung

4.2.2.1.1. Auf dem Land entstehen Unruhen aufgrund von Unzufriedenheit mit den Abgaben und Dienstleistungen sowie mit der Verwaltung und der Polizei

4.2.2.1.2. Handwerker lehnen sich auf und setzten sich für ein besseres Preis-Einkommen-Verhältnis ein

4.2.2.1.3. Arbeiter protestierten gegen die schlechten Arbeitskonditionen und niedrigen Löhne

4.2.2.1.4. Die Ludditen zerschlugen in England im Jahre 1811 Maschinen und Fabrikeinrichtigungen die sie ersetzen sollte

4.3. Frühsozialismus

4.3.1. Selbsthilfe der arbeitenden Klassen

4.3.1.1. Entstehung von gewerkschaftlichen Organisationen 1825 in Großbritannien

4.3.1.1.1. Diese wurden verboten und somit entstanden Geheimbünde

4.3.2. Frühsozialisten

4.3.2.1. Sie versuchten strategisch eine gerechte Güterverteilung zu erzielen

4.3.2.2. Entstehung von "Assoziation"

4.3.2.2.1. Zusammenschluss aus Produzenten

4.3.2.2.2. Versuch das aktuelle System zu reformieren

4.3.2.3. Sie sind Intellektuelle, Philanthropen und Handwerker

4.3.3. Staatliche Sozialpolitik

4.3.3.1. Reaktion der Regierungen

4.3.3.1.1. Regierungen reagieren auf soziale Proteste mit Polizei und Militär, aber nur wenig mit Reformen und Hilfsmaßnahmen

4.3.3.2. Poor Law

4.3.3.2.1. Ermöglicht überleben auf niedrigsten Niveau in Armenhäusern

4.3.3.3. Lösungsansätze

4.3.3.3.1. Verbot und in Einschränkung von Kinderarbeit in Europa

4.3.3.3.2. Preußen bietet Chancen für einen freien Arbeitsmarkt