Einflussfaktoren auf die Laufgeschwindigkeit beim Marathon

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Einflussfaktoren auf die Laufgeschwindigkeit beim Marathon by Mind Map: Einflussfaktoren auf die Laufgeschwindigkeit beim Marathon

1. Training

1.1. {McKelvie 1985 #457}

1.1.1. a multiple regression analysis was conducted to identify the variables contributing significantly to the prediction of final time

1.1.2. Trainingstempo der wichtigste Einflussfaktor auf die Finalzeit bei 105 männlichen Marathonläufern

1.1.2.1. schnellere Trainingseinheiten waren mit schnelleren Marathonzeiten verbunden

1.1.3. Negative Korrelation zwischen der Finalzeit und der Anzahl der Trainingskilometer in einer Woche sowie der Anzahl der gelaufenen Marathons und der Anzahl der durch Krankheit oder Verletzung verloren Trainingstage.

1.2. {Schwellnus 2011 #455}

1.2.1. Trainings-assoziierte Muskelkrämpfe waren nicht mit Alter, BMI, Geschlecht, aktueller und vergangener persönlicher Bestzeit, Muskelschmerzen vor dem Lauf und Training vor dem Lauf (Dauer und Häufigkeit) verknüpft.

1.2.2. Risikofaktoren für EAMC in Langstreckenläufern sind eine Vergangenheit von EAMC, schnellerer Laufschritt in einem frühen Stadium des Rennens und möglicherweise Muskelschäden vor dem Rennen

2. Überblick

2.1. {Haney 2010 #471}

2.1.1. Der Variationskoeffizient der Geschwindigkeit unterschied sich nicht zwischen den Rennen.

2.1.2. Velcov war größer für langsamere Endzeiten! D.h. Es scheint, dass langsamere Marathon-Finisher einen größeren Velcov im Vergleich zu schnelleren Marathon.Finishern hatten.

2.1.3. Diese Ergebnisse zeigen, es wäre klug, Trainingsspezifität und Läuferfähigkeit im Zusammenhang mit der Veranstaltung zu untersuchen.

2.2. {Tanda 2011 #470}

2.2.1. Marathon-Endzeit hauptsächlich durch den mittleren Abstand der pro Woche gelaufenen km [k] und durch das mittlere Trainingstempo [P] bestimmt

2.3. {Cade 1992 #458}

2.3.1. Das plötzliche Auftreten von extremer Müdigkeit in den späteren Phasen eines Marathons kommt häufig (auch bei gut trainierten) Sportlern vor.

2.3.2. Im letzten Drittel des Rennens verlangsamte sich die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit um 37%, bzw. 28%, bzw. 18%.

2.3.3. Die Abnahme der Laufgeschwindigkeit war mit hoher Körpertemperatur oder mit einem verminderten Plasmavolumen oder einem niedrigen Blutzuckerspiegel verbunden

2.3.4. Schlechte Leistung am Ende des Laufs entweder durch Erschöpfung der Kohlenhydratspeicher oder durch Reduktion des Blutvolumens.

2.3.5. Einnahme von Glucose- / Elektrolyt-Lösung hilft.

2.4. {Leyk 2008 #475}

2.4.1. Alter (p<0,01) und Geschlecht (p<0,01) haben einen signifikanten Einfluss auf die Laufleistung. Dieser ist jedoch gering und besonders bei über 50-jährigen Läufern ausgeprägt.

2.4.2. Die im Querschnitt betrachtete altersbezogene Leistungsentwicklung unterscheidet sich bei männlichen und weiblichen Athleten kaum voneinander (p≥0,01).

2.4.3. Marathonergebnislisten nur selten zu wissenschaftlichen Auswertungen genutzt

2.5. {Leyk 2007 #461}

2.5.1. Alter und Geschlecht hatten erheblichen Einfluss auf die Laufzeiten.

2.5.2. Signifikant altersbedingte Verluste in der Ausdauerleistung treten nicht vor dem Alter von 50 Jahren auf.

2.5.3. Mittlere Marathon-und Halbmarathon-Zeiten waren nahezu identisch für die Altersgruppen 20 bis 49 Jahren.

2.5.4. Darüber hinaus verringerte sich die altersbedingte Leistungsfähigkeit (p <0,01) der 50 bis 69-jährigen Probanden nur um 2,6 - 4,4% pro Jahrzehnt

2.5.5. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Mehrheit der älteren Athleten in der Lage ist, ein hohes Maß an körperlicher Plastizität zu erhalten

2.6. {Leyk 2009 #460}

2.6.1. Es gibt keine relevanten Laufzeit-Unterschiede (p <0,01) der Marathon "Finisher" im Alter von 20 bis 55 Jahren

2.6.2. Keine Geschlechtsunterschiede

2.7. {Knechtle 2010 #462}

2.7.1. Keine der anthropometrischen Variablen war mit der finalen Rennzeit verwandt.

2.7.2. Anthropometrische Variablen = Körpermasse, Körpergröße, BMI, Körperfett, Extremitäten-Umfänge und Haut-Falten-Dicken

2.7.3. Die durchschnittliche Geschwindigkeit während des Trainings und die persönliche Bestzeit im Marathonlauf korrelierten mit der finalen Rennzeit.

2.7.4. Die Trainingsintensität ist wichtiger als die Anthropometrie!

2.8. {Saunders 2004 #467}

2.8.1. Es gibt eine starke Assoziation zwischen Laufökonomie und der Laufleistung über eine lange Distanz.

2.8.2. Die Bedeutung der Laufökonomie für einen erfolgreichen Langstreckenlauf ist gut etabliert

2.8.3. Dazu gehören metabolischen Anpassungen innerhalb des Muskels wie erhöhte Mitochondrien

2.8.4. Zwei Eingriffe, die den letzten Jahren breite Aufmerksamkeit erhalten haben, sind Krafttraining und Höhentraining.

2.9. {Williams 2003 #468}

2.9.1. Veränderungen durch Training

3. Temperatur

3.1. {Ely 2008 #459}

3.1.1. Steigende Lufttemperaturen führten bei mehr schnellen als bei langsamen Läufern zu einer Verringerung der Laufgeschwindigkeit

3.1.2. Für schnelle Rennleistungen wird generell eine konstante Laufgeschwindigkeit (gleichmäßiges Tempo) empfohlen

3.1.3. Bei kühlem Wetter (1-10°C) ist die Laufgeschwindigkeit höher, als bei warmen Wetter (11-20°C)

3.1.4. Marathonsieger halten eine relativ konstante Laufgeschwindigkeit über das gesamte Rennen aufrecht, während weniger gute Marathonläufer über die ersten 5-km ein schnelleres Tempo laufen

3.2. {Maughan 1985}

3.2.1. Rektaltemperaturen

4. Laktakt

4.1. {Farrell 1979 #456}

4.1.1. Läufer scheinen eine Renntempo zu wählen, das die größtmögliche Ausnutzung der VO2 erlaubt und einen exponentiellen Anstieg des Plasma-Laktats gerade vermeidet.

4.2. {Rapoport 2010 #452}

4.2.1. Kalorienzufuhr bestimmt Geschwindigkeit gerade am Ende des Marathons

5. Geschlecht

5.1. {Loftin 2009 #453}

5.1.1. Obwohl Männer schneller sind als Frauen, kein Unterschied in den physiologischen Reaktionen bei 1h-Lauf

5.2. {March 2011 #454}

5.2.1. Außentemperatur bestimmt Laufgeschwindigkeit erheblich!

5.2.2. Alter, Geschlecht und Laufzeit (p <0,01 für jeden) waren unabhängige Determinanten des Tempos

5.2.3. Im Durchschnitt entsprach: - 30 Jahre älter zu sein eine Erhöhung um 7,3% - Weiblich zu sein eine Erhöhung um 4,06% - schneller zu sein (3 hr vs 4,5 Std. Zielzeit) eine Erhöhung um 10,71% der Laufgeschwindigkeit

5.2.4. Wir konnten nicht feststellen, ob der Alterseffekt Ergebnis vermehrter Erfahrung oder die unvermeidlichen altersbedingten Rückgangs der Laufgeschwindigkeit war.

5.2.5. Wir schließen daraus, dass Ältere, Frauen und Schnellere bessere Tempomacher sind als Jüngere, Männer und langsame Marathonläufer

5.2.6. schnellere Marathonläufer neigen im Vergleich zu langsameren Läufern zu einer konstanteren Laufgeschwindigkeit.

5.3. {Helgerud 1994 #463}

5.3.1. VO2max was inversely related to body mass

5.3.2. VO2max was about 10% (23 ml.kg-0.75.min-1) higher in the men than in the women

5.3.3. keine Geschlechtsunterschiede

6. Gesundheit

6.1. {Estok 1987 #472}

6.1.1. Während Läuferinnen mehr Schmerzen im Knie-, Schienbein-, Hüft- und Fersenbereich sowie mehr Stressfrakturen als Männer angaben, traten keine Verletzungen bei Frauen signifikant häufiger auf.

6.1.2. Über 40% der männlichen und weiblichen Probanden berichteten über Knieverletzungen; sie ist damit die häufigste Verletzung.

6.2. {Kim 2012 #464}

6.2.1. Marathons und Halbmarathons sind mit einem insgesamt niedrigen Risiko von Herzstillstand und plötzlichem Herztod assoziiert.

7. Lauftechnik

7.1. {Bunz 2011 #474}

7.1.1. TIMING Ein ökonomischer Läufer setzt seine Kraft in einem sehr kurzen Moment ein. Dieser ist gekennzeichnet durch maximale Körperaufrichtung und –streckung. Ein technisch guter Läufer trägt seinen Körperschwerpunkt auf einer hohen und möglichst eben Linie.

7.1.2. LAUFZYKLUS Der Laufzyklus bezogen auf einen Schritt wird üblicherweise in vier Phasen unterteilt. 1. Setzphase: Bein wird bis zum Bodenkontakt abgesenkt 2. Abdruckphase: Bodenkontakt. Ziel ist eine möglichst kurze Abdruckphase ohne Kippbewegungen. Im Idealfall würde dieser Punkt unendlich schnell überwunden. 3. Rückschwungphase: Bein schwingt wieder nach oben, möglichst ohne kraft aufzubringen 4. Hubphase

8. Marathon- Statistik

8.1. {Klink 2011 #476}