Eine Moodle-Installation greift mittels einer kleinen Erweiterung auf ein MediaWiki zu und n utzt dieses als Content Management System für Texte, Bilder, Videos und Audios oder auch für PDFs und andere Dokumente. Dies erleichtert nicht nur die Wartung der Inhalte, sondern ermöglicht vor allem, sie in beliebiger Granularität mehrfach zu verwenden. Das MediaWiki kann auch als Plattform für Wissensmanagement genutzt werden. Die so gesammelten Inhalte können über Moodle wieder verteilt werden. Eine Erweiterung wäre, mittels Moodle-Plugin auf beliebige MediaWikis - zB Wikipedia - zugreifen zu können. Ergänzend wurde moodle-seitig eine dynamische Navigation implementiert, die sich automatisch erzeugt. Damit erhalten Moodle-WBTs und Kurse ein zeitgemäßes Look & Feel, das sich an den allgemeinen Konventionen des WWW orientiert.
Die Medienkompetenz und die Fertigkeiten im Umgang mit Webapplikationen sind bei der Zielgruppe der BetriebsrätInnen und aktiven GewerkschafterInnen sehr unterschiedlich ausgeprägt - ind häufig minimal.
Die Gestaltung (Look & Feel) von Moodle orientiert sich - aus Sicht der Lernenden - nicht an gängigen Web-Konventionen. Es orientiert sich mehr an der Denk- und Sichtweise von ProgrammiererInnen, Uni-LektorInnen, AdministratorInnen - und OpenSource-Freaks. Unsere AuftraggeberInnen forderten, dass ein einfaches eTutorial aus Sicht der EndanwenderInnen selbsterklärend sein müsse und dass für wenig web-afine BenutzerInnen ein linearer Lernpfad bereitgestellt werden müsse.
Moodle verführt AutorInnen dazu, als Arbeitsmaterialien viele Dokumente bereit zu stellen: MS-Word-Dateien, Powerpoint-Präsentationen, PDFs, Excel, Open Office, ... Mit jedem neuen Dokument müssen die Lernenden eine neue Anwendung und damit eine neue Programminstanz (= neue Fenster = many Windows ;-) öffnen. Besonders störend dabei ist der Wechsel zwischen bildschirm-orientierten Formaten (HTML, Powerpoint) und (papier-)seiten-orientierten Formaten (MS Word, PDF). Unsere AuftraggeberInnen forderten, das Lernende sich mit einem Weiter-Button durch die HTML-Seiten eines Tutorials klicken können, ohne dass sich neue Fenster und Applikationen öffnen. Umfangreiche Texte sollen auch in einem druckfreundlichen Format zur Verfügung stehen.
Die Autoren-Werkzeuge sollen so einfach sein, dass TrainerInnen und FachautorInnen, die den Umgang mit MS Word oder Open Office und Formatvorlagen gewohnt sind, innerhalb eines halben Tages lernen können, wie man auf Basis eines vorbereiteten Standard-Tutorials einfache Text-Inhalte erstellt und diese in Moodle zu Webseiten undKkapiteln innerhalb eines Kurses verknüpft.
Die Mehrfachnutzung von Inhalten beliebiger Granularität ist mit Moodle nur schwer zu organisieren. Denn Moodle ist kein Content-, sondern ein Course Management System. Der Schwerpunkt liegt auf Interaktivität (Activities), komplexen Rollen- und Rechtedefinitionen :-( sowie Teilnehmer- und Kursverwaltung. Im Zuge der Content-Migration ergab sich jedoch die Anforderung, bestimmte Inhalte in verschiedener Granularität in mehreren Tutorials wieder zu verwenden, aber möglichst nur einmal zu pflegen.
Autoren-Werkzeuge und Server für IMS- und SCORM-Lösungen haben teilweise recht hohe Lernkurven und erfordern viel Fachwissen für Bereitstellung und Pflege. Da in unserer Umgebung MediaWiki-Knowhow vorhanden ist (Betrieb, Administration, Programmierung, Content-Pflege), war es naheliegend, dies als ergänzendes Werkzeug zu nutzen. Das lässt sich sicher nicht verallgemeinern.
WIGBIT - WIki für Gewerkschaftliche BildungsarbeIT Eine Art Wikipedia für Inhalte, die im Rahmen der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit vermittelt werden. Zugleich ein Content Repository (und CMS), auf das die Moodle-Installation des VÖGB zugreifen kann. Im Zuge der Content-Migration von BIKE nach Moodle wurden ca. 500 Seiten aus bestehenden eTutorials eingepflegt. Diese werden in Moodle-Tutorials wieder verwendet. WIGBIT kann auch direkt, also unabhängig von der eLearning-Plattform genutzt werden. WIGBIT-Inhalte gehen in die Tiefe. Bei den diversen Websites der Gewerkschaften steht dagegen die Aktualität im Vordergrund. http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_14
Betriebszeitung Seite Layoutgrundwissen
Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit Seite Basiswissen Layout ff.
WIGBIT: Basiswissen Layout
Ganze Seite: Basiswissen Layout
Section: Layoutgrundwissen
Der Moodle-Code wurde um eine linksseitige zweistufige dynamische Navigation sowie eine Mininavigation mit Schaltflächen für Vor und Zurück erweitert.
WIGBIT-Regime
Linkregime
Multimedia-Inhalte
Funktionale Einbindung der Ressourcen und Aktivitäten
Veränderungen in Moodle
In der Autoren-Schulung müssen einige Konzepte vermittelt werden: Dynamische Navigation in Moodle Transparenter Zugriff von Moodle auf das MediaWiki mit dem [wigbit]-Befehl Strukturierung der Inhalte im MediaWiki
MediaWiki is a CMS und erleichtert die Mehrfachverwendung von Content Durchgängig HTML-Seiten + Multimedia - kein Medienbruch Einfacher Editor? Gängiges Look & Feel, linearer Lernpfad ohne Fensterln TCO überschaubar
Die eTutorials präsentieren ein vertrautes Look & Feel mit einem linearen Lernpfad ohne Fensterln
Medienbrüche werden vermieden
Autoren können mit einem vertrauten Editor arbeiten?
Content kann mehrfach verwendet werden
Die TCO sind überschaubar
Standardisierter Zugriff auf externe (Media)Wikis
Modulare Plugins
Statischer Zugriff auf Wiki
Einheitlicher Editor für Moodle und MediaWiki?
DyNav optional
Blöcke in DyNav
Lange oder kurze Seiten?
Die Umsetzung von WIGBIT und dynamischer Navigation auf der Plattform des VÖGB stehen erst am Anfang. Das dahinter stehende Konzept und die Potentiale einer Integration von LMS und Wiki sind hoffentlich schon zu erkennen. Wo bleibt die konstruktivistische Legitimation? WIGBIT wirkt im VÖGB als Katalysator für Wissensmanagement-Prozesse. Dabei entstehen Inhalte, die im eLearning genutzt werden können. eLearning wird zu Wissensmanagement wird zu eLearning wird zu
Ania Potocka
Christian Wachter
Verlag des ÖGB Ges.m.b.H.
VÖGB
Plattform-Migration
Content-Migration
SchIP