Was ist ein Projektstrukturplan?
Ein Projektstrukturplan (PSP), auch Work Breakdown Structure (WBS) genannt, gliedert ein Projekt hierarchisch in alle Arbeitsschritte, die für den Projektabschluss erforderlich sind. Das Projekt steht oben. Jede Ebene darunter unterteilt sich weiter, bis einzelne Arbeitspakete entstehen.
Der PSP beantwortet eine einzige Frage: Was muss getan werden? Er wird erstellt, nachdem der Scope vereinbart wurde und die Terminplanung beginnt. Aufwände lassen sich nur schätzen, wenn die Arbeit klar benannt ist.
Ein Projektstrukturplan ist keine To-do-Liste. Eine Liste zeigt nicht, ob etwas fehlt. Der PSP ist das, was Sie prüfen, wenn jemand fragt: Gehört das noch zum Projekt?
Die vier Ebenen eines Projektstrukturplans
Das Projekt: Das fertige Ergebnis, einmal formuliert. In unserem Beispiel: ein Unternehmen, das eine Messe vorbereitet.
Hauptliefergegenstände oder Phasen: Die großen Teilbereiche, in die sich das Projekt gliedert, zum Beispiel Messestand, Standort, Materialien und Personal.
Teilliefergegenstände: Jeder große Teilbereich wird in seine Komponenten aufgespalten. Aus „Messestand“ werden Design, Aufbau und Installation.
Arbeitspakete: Die unterste Ebene ist klein genug, damit eine Person den Aufwand einschätzen und die Arbeit abschließen kann. „Aufbau beauftragen“ ist ein solches Paket: eine verantwortliche Person, eine Schätzung, ein klares Ende.
Ebenen werden üblicherweise nummeriert (1, 1.1, 1.1.1), damit jedes Arbeitspaket eine eindeutige Referenz hat. Viele Projekte benötigen drei oder mehr Ebenen. Tiefer gehen nur dort, wo die Arbeit wirklich unklar ist.