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Businessplan mit einer Mindmap erstellen

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Eine Businessplan-Mindmap zeigt alle sieben Abschnitte Ihres Plans, von der Executive Summary bis zur Finanzplanung, auf einer Seite, damit Sie die Zusammenhänge sehen, bevor Sie schreiben. In MindMeister erstellen Sie diese Gliederung in Echtzeit mit Mitgründer:innen oder Berater:innen und machen aus jedem Ast einen Abschnitt des schriftlichen Plans.

Aufbau eines Businessplans: Diese sieben Abschnitte gehören hinein

Die meisten Businesspläne haben dieselben Kernabschnitte, ob Sie einen Bankkredit, Kapital von Investor:innen oder eine klare Richtung für ein neues Vorhaben benötigen. Laut dem Überblick der IHK Essen zum Businessplan gehören eine Zusammenfassung, eine Marktanalyse sowie Abschnitte zu Marketing, Organisation und Finanzplanung. Diese Bestandteile lassen sich in sieben Abschnitte gliedern:

  • Executive Summary: Überblick über den gesamten Plan, zuletzt geschrieben, aber ganz vorn platziert

  • Unternehmensbeschreibung: Mission, gelöstes Problem und Zielkundschaft

  • Marktanalyse: Marktgröße, Zielsegment und Wettbewerb

  • Produkte oder Dienstleistungen: Angebot, Preisgestaltung und der Bedarf, den es deckt

  • Marketing- und Vertriebsstrategie: Wege zur Kundschaft, Positionierung des Angebots und Verkaufsabschluss

  • Organisation: Team, Standort, Lieferbetriebe und tägliche Abläufe

  • Finanzplanung: Umsatzerwartung, Kostenarten, Zeitpunkt der Gewinnschwelle und Kapitalbedarf

Die Reihenfolge zählt, mit einer Ausnahme ganz oben. Die Gründerplattform von KfW und BMWK rät, das Executive Summary erst am Ende zu verfassen, obwohl es am Anfang des Businessplans steht.

Die Abschnitte hängen außerdem voneinander ab: Die Marktanalyse prägt die Marketingstrategie, die Organisation bestimmt die Kostenstruktur und die Finanzplanung baut auf beidem auf. Sie linear zu schreiben ist, als würden Sie eine Stadt kennenlernen, indem Sie nur eine einzige Straße entlanggehen. Sie sehen jedes Detail dieser Straße, aber nicht, wie die Viertel zusammenhängen.

Eine Mindmap ist dagegen wie ein Stadtplan: Sie zeigt Ihnen zunächst das große Ganze. Sie bekommen denselben Gesamtblick wie bei der strategischen Planung und erkennen die Verbindungen zwischen den Abschnitten, bevor Sie ein Wort schreiben.

Businessplan erstellen: Gliederung als Mindmap in MindMeister

Mit den folgenden sieben Schritten entsteht eine vollständige Businessplan-Gliederung. Das durchgehende Beispiel ist „Fresh Route“ ein kleiner Lieferdienst, der Abendessen in einer Gemeinschaftsküche kocht und es an Haushalte in der Nähe ausliefert. Denken Sie beim Lesen an Ihr eigenes Unternehmen.

Schritt 1: Unternehmensnamen in das zentrale Element schreiben

Öffnen Sie in MindMeister eine neue Mindmap und geben Sie den Namen Ihres Unternehmens ins zentrale Element ein. Im Beispiel ist es die „Fresh Route“. Ergänzen Sie unter dem Namen eine kurze Notiz zum Zweck des Plans, etwa „Kreditantrag bei der Bank“ oder „Pitch für lokale Investor:innen“.

Der Zweck bestimmt, wie viele Details jeder Ast später benötigt. Eine Bank will sehen, wie Sie den Kredit zurückzahlen, Investor:innen dagegen, wie stark das Unternehmen wachsen kann. Klären Sie das, bevor Sie etwas anderes hinzufügen.

Schritt 2: Sieben Hauptäste anlegen

Legen Sie für jeden Abschnitt des schriftlichen Plans einen Hauptast um das zentrale Element an. Ordnen Sie die Äste im Uhrzeigersinn in der Reihenfolge an, in der sie im Dokument stehen. Beginnen Sie oben mit „Executive Summary“ und machen Sie anschließend mit der Unternehmensbeschreibung, der Marktanalyse und den übrigen Abschnitten weiter.

Lassen Sie den Ast „Executive Summary“ vorerst leer. Sie füllen ihn aus, sobald alle anderen Äste fertig sind. Da die Mindmap bereits der Reihenfolge des Dokuments folgt, müssen Sie für den späteren Entwurf weniger umbauen.

Schritt 3: Unternehmensbeschreibung strukturieren

Geben Sie dem Ast „Unternehmensbeschreibung“ drei Unteräste: Mission, gelöstes Problem und Zielkundschaft. Die Mission von Fresh Route lautet „Hausgemachtes Abendessen für die vielbeschäftigte Nachbarschaft“. Das Problem: Berufstätigen Haushalten fehlt unter der Woche die Zeit, gesund zu kochen.

Zur Zielkundschaft gehören berufstätige Eltern sowie ältere Menschen im Liefergebiet. Wenn die Äste für Mission und Problem noch vage sind, sollten Sie Ihre Value Proposition definieren, bevor Sie weitermachen. Alle späteren Äste bauen darauf auf.

Schritt 4: Marktanalyse aufschlüsseln

Fügen Sie Unteräste für Marktgröße, Zielsegment und Wettbewerb hinzu. Notieren Sie unter „Marktgröße“, wie viele Haushalte in Ihrem Liefergebiet liegen und woher diese Zahl stammt. Listen Sie unter Wettbewerb zwei oder drei Konkurrenzangebote mit je einer Stärke und einer Schwäche auf:

  • Liefer-Apps: große Restaurantauswahl, aber Servicegebühren verteuern jede Bestellung

  • Imbisse und Lieferrestaurants in der Nähe: treue Stammkundschaft, aber wenige gesunde Gerichte im Angebot

  • Fertiggerichte aus dem Supermarkt: niedrige Preise, aber stark verarbeitete Lebensmittel

Fehlen Ihnen diese Informationen noch, sollten Sie vor der Planung eine SWOT-Analyse durchführen. So stützt sich jeder Eintrag auf belastbare Fakten.

Schritt 5: Produkte oder Dienstleistungen auflisten

Legen Sie für jedes Angebot einen Unterast an und ergänzen Sie zwei Details: das Preisniveau und den Bedarf, den es deckt. Konkrete Beträge brauchen Sie noch nicht, relative Preisstufen reichen. Fresh Route hat drei Angebote:

  • Wochenplan: mittleres Preisniveau für Haushalte, die jedes Abendessen unter der Woche abdecken wollen

  • Einzelbestellung: höheres Preisniveau für gelegentliche Bestellungen an vollen Abenden

  • Familienbox: günstiges Preisniveau für größere Haushalte ab vier Personen

Schritt 6: Marketing und Vertrieb planen

Teilen Sie diesen Ast in die Akquisekanäle, die Preisstrategie und den Verkaufsprozess auf. Zu den Kanälen von Fresh Route gehören Flyer, Nachbarschaftsgruppen in Messenger-Apps sowie Kooperationen mit Fitnessstudios vor Ort. Die Preisstrategie belohnt Abos stärker als Einzelbestellungen, und der Verkaufsprozess führt Kund:innen vom kostenlosen Probeessen zum Wochenplan.

Legen Sie nun einen neuen Unterast für die Positionierung an: „Frisches Abendessen aus der Nachbarschaft ohne Servicegebühren“. Ziehen Sie eine Verbindungslinie von der Schwäche der Liefer-Apps aus Schritt 4 zu diesem Unterast.

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Schritt 7: Finanzplanung skizzieren

Fügen Sie Unteräste für Umsatzquellen, Kostenarten, Gewinnschwelle und Kapitalbedarf hinzu. Belassen Sie es bei Stichworten wie „Abos“, „Zutaten“ oder „Küchenmiete“ und überlassen Sie die Zahlen Ihrer Tabellenkalkulation. Ziehen Sie eine Verbindungslinie von der Marktgröße aus Schritt 4 zur Umsatzprognose, denn die erreichbaren Haushalte begrenzen Ihren Absatz.

Geben Sie zum Abschluss dem Ast „Organisation“ vier Unteräste, damit kein Abschnitt leer bleibt:

  • Team: Geschäftsführung für die Bestellannahme, zwei Köch:innen und ein:e Fahrer:in

  • Standort: Mietfläche in einer gemeinsam genutzten Gewerbeküche

  • Lieferbetriebe: Höfe aus der Region und ein Großmarkt für Obst und Gemüse

  • Abläufe: Bestellschluss, Verpackung und Lieferrouten

Zur Organisation gehören auch Personen außerhalb Ihres Unternehmens, etwa die Vermieter:innen der Küche sowie Ihre Lieferbetriebe. Deshalb sollten Sie Ihre Stakeholder frühzeitig erfassen. Jeder dieser Unteräste wird später zu einem Absatz im Abschnitt Organisation.

Ihre fertige Mindmap ordnet Ihre Gedanken, behält dabei jedoch klare Grenzen. Sie ersetzt weder das Finanzmodell noch die Marktforschung noch den schriftlichen Plan.

Für Kosten und Umsatz benötigen Sie weiterhin eine Tabellenkalkulation. Ihre Annahmen prüfen Sie anhand echter Daten Ihrer Zielgruppe. Und Banken oder Investor:innen erwarten nach wie vor einen vollständigen schriftlichen Plan.

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Drei Beispiele für eine Businessplan-Mindmap

Dieselbe Struktur mit sieben Ästen passt zu Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Strukturen.

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So verschieben sich die Unteräste bei drei typischen Businessplänen für kleine Unternehmen.

Beispiel für ein kleines Unternehmen: eine Bäckerei im Viertel

Eine Bäckerei lebt von der Nachfrage vor Ort, daher konzentriert sich ihre Marktanalyse auf Laufkundschaft, Büros in der Nähe und andere Bäckereien. Der Ast „Produkte“ listet das Sortiment mit einer Preisstufe pro Artikel auf. Marketing gliedert sich in Ladenverkauf und Lieferbestellungen; die Gründungskosten sind als Kategorien unter Finanzplanung aufgeführt.

  • Marktanalyse vor Ort nach Straße und Tageszeit

  • Sortiment mit einer Preisstufe pro Artikel

  • Marketingkanäle für Ladenverkauf und Lieferungen

  • Gründungskosten für Öfen, Ladenausbau und Genehmigungen

Beispiel für Selbstständige: eine Marketingberatung im Alleingang

Wer allein berät, muss weder Räume noch Personal planen; deshalb schrumpft der Ast „Organisation“ und der Ast „Vertrieb“ wächst. Die Unternehmensbeschreibung dreht sich um das Profil der Zielkundschaft, etwa um unabhängige Einzelhandelsgeschäfte, die ihren Verkauf ins Internet verlagern. Die meisten Aufträge kommen über Empfehlungen, daher zeigt der Verkaufsprozess, wie die bisherige Kundschaft neue Kontakte vermittelt.

Kombinieren Sie den Ast „Umsatz“ mit einer Vorlage zur Zielsetzung von Meilensteinen. So machen Sie aus monatlichen Umsatzzielen Zwischenziele, die Sie verfolgen können.

  • Profil der Zielkundschaft nach Branche und Unternehmensgröße

  • Leistungspakete wie Audits, Strategiesitzungen und laufende Betreuung

  • Vertrieb über Empfehlungen

  • Umsatzziele pro Monat als Meilensteine

Start-up-Beispiel: ein SaaS-Produkt für kleine Teams

Ein Start-up für Software as a Service (SaaS) muss Investor:innen mit einer Marktanalyse zeigen, wie hoch die Chancen sind. Teilen Sie die Marktgröße in TAM, SAM und SOM auf: Total Addressable Market, Serviceable Addressable Market und Serviceable Obtainable Market. Der SOM ist der Anteil des SAM, den Sie realistisch für sich gewinnen können.

Weitere Äste behandeln Freemium-Preise, Content-Marketing als wichtigsten Akquisekanal und unter Finanzplanung eine Prognose der Runway, also wie lange das Kapital reicht.

  • TAM, SAM und SOM unter Marktgröße

  • Freemium-Preismodell mit kostenpflichtigen Upgrade-Stufen

  • Content-Marketing als Akquisekanal

  • Runway-Prognose für 18 Monate

Typische Fehler im Businessplan, die eine Mindmap vermeiden hilft

Schwache Businesspläne scheitern meist an denselben Punkten. Wenn Sie zuerst in einer Mindmap gliedern, erkennen Sie jeden davon, bevor Sie den ersten Absatz schreiben.

  • Marktanalyse überspringen: Prognosen ohne Marktkenntnis führen zu Zahlen, die niemand belegen kann. Ein leerer Ast in der Marktanalyse fällt sofort ins Auge.

  • Abschnitte, die sich widersprechen: Eine Preisstrategie, die nicht zur Zielkundschaft passt, schwächt den gesamten Plan. Verbindungslinien zeigen, wo Abschnitte zusammenpassen müssen.

  • Zu früh zu viele Details: Lange Absätze über Nebensächlichkeiten verdecken die Kernaussage. Kurze Stichworte an den Unterästen zwingen Sie dazu, zuerst das Wichtige festzulegen.

  • Für die falsche Zielgruppe schreiben: Banken und Investor:innen stellen unterschiedliche Fragen. Die Notiz zum Zweck am zentralen Element hält jeden Ast auf die richtige Leserschaft aus.

  • Den Plan als fertig betrachten: Märkte, Kosten und Ziele ändern sich. Eine Mindmap lässt sich schnell aktualisieren, sodass Sie den Plan jedes Quartal überprüfen können, statt ein langes Dokument neu zu schreiben.

Gehen Sie diese Liste durch, sobald Ihre Gliederung steht. Fällt ein Ast bei einem Punkt durch, korrigieren Sie ihn in der Mindmap, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. So sparen Sie sich spätere Überarbeitungen im fertigen Text.

Von der Mindmap zum schriftlichen Businessplan

Machen Sie aus Ihrer Mindmap ein Dokument: Hauptäste werden zu Abschnittsüberschriften, Unteräste zu Absätzen oder Datenpunkten und Verbindungslinien zu Übergängen. Schreiben Sie das Executive Summary zuletzt, sobald die anderen sechs Abschnitte ein vollständiges Bild ergeben, und stellen Sie es anschließend an den Anfang. Nach der Zusage hilft Ihnen die Projektplanung mit Mindmaps dabei, aus den Meilensteinen Ihres Plans einen Zeitplan für den Start zu erstellen.

Übertragen Sie jeden Meilenstein anschließend als Aufgabe mit Verantwortlichen und Fälligkeitsdatum in MeisterTask, damit der Start vom ersten Tag an nachverfolgt werden kann.

Wechseln Sie in MindMeister in den Gliederungsmodus, um die Mindmap als lineare Struktur zu sehen, und schreiben Sie Ihren Entwurf entlang dieses Gerüsts. Mit einem kostenpflichtigen Abo exportieren Sie sie außerdem in Word. Teilen Sie die Mindmap mit Kommentarrechten, damit Feedback beim passenden Abschnitt bleibt; so behalten Teams in kleinen Unternehmen beim Überarbeiten den Überblick.

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FAQ | Häufige Fragen zum Businessplan